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Mitarbeiter des Landratsamtes sammeln wertvolle neue Impulse

06.12.2017 - Über den eigenen Tellerrand hinausschauen und neue Impulse für die eigene Arbeit sammeln – mit diesem Ziel fuhren Herr Christian Salberg, Abteilungsleiter der Abteilung 6 „Jugend, Familie und Demografie“ im Landratsamt, sein Stellvertreter Herr Florian Robida und der Teamleiter Demografie Herr Jochen Specht Ende November für zwei Tage ins benachbarte Südtirol.

Neben dem Austausch mit hochrangigen Vertretern der Provinzverwaltung standen auch jeweils ein Besuch einer Jugendhilfeeinrichtung und einer Seniorenwohnanlage auf dem Programm.
Am Donnerstag fand zunächst ein Austausch mit der Provinzverwaltung Bozen statt. Herr Abteilungsdirektor Luca Critelli berichtete gemeinsam mit seiner Kollegin Frau Amtsdirektorin Dr. Petra Frei über die Grundlagen der Jugendhilfe in Südtirol sowie über die geplanten Maßnahmen der Provinzverwaltung, um dem demografischen Wandeln entgegenzuwirken. Insbesondere ein Projekt der Tagesbetreuung von Senioren und Seniorinnen auf Bauernhöfen erweckte das Interesse der Mitarbeiter aus Ebersberg. „So etwas könnte ich mir auch gut im ländlichen Raum unseres Landkreises vorstellen“, befand Abteilungsleiter Christian Salberg.
Am Nachmittag machte sich die Delegation aus Ebersberg auf, um die Jugendhilfeeinrichtung der Stiftung St. Nikolaus in Meran und die Seniorenwohnanlage der Stiftung Lorenzerhof in Lana zu besichtigen. Einen wesentlichen Unterschied konnte man hier bei der Struktur ausmachen. Da es in Südtirol kein Subsidiaritätsprinzip gibt, ist der Betrieb dieser Einrichtungen in staatlicher Hand, ohne hierbei Abstriche in der Qualität der Leistung am Menschen zu machen. Beispielsweise werden Einrichtungen der Jugendhilfe pauschal refinanziert, egal ob diese aktuell belegt sind oder nicht. In der Seniorenwohnanlage Lorenzerhof stach insbesondere die hochwertige Demenzstation ins Auge. „Natürlich wünsche ich mir das nicht, aber wenn ich einmal in diese Situation komme, dann würde ich mir wünschen, in einem Haus wie dem Ihren wohnen zu dürfen“, fand Herr Robida anerkennende Worte.
Ihren Abschluss fand die zweitägige Hospitation bei einem Besuch im deutschen Schulamt in Bozen. Die zuständige Referatsleiterin Frau Dr. Veronika Pfeifer berichtete in beeindruckender Art und Weise über das inklusive Schulsystem der autonomen Provinz Südtirol. Man verzichtet hier gewollt auf alternative Schulsysteme für Kinder und Jugendliche mit besonderem Bedarf und findet Lösungen, jedes Kind und jeden Jugendlichen in das bestehende Schulsystem zu integrieren. Hierfür wird jeder Schule ein Kontingent von Lehrern mit spezieller „förderschulischer“ Zusatzausbildung zur Verfügung gestellt. Eine Diagnose ist also nicht zwingend notwendig, um Hilfe zu erhalten. Sollte ein Schüler darüber hinaus einen speziellen Bedarf z.B. im Bereich der Pflege haben, wird eine „eins zu eins Begleitung“ zusätzlich gewährt. Besonders beeindruckend ist auch, dass die Inklusion in der Schule nicht wie so häufig im Sportunterricht endet. In überzeugender Manier beantwortete Frau Dr. Pfeifer die entsprechende Frage von Herrn Specht, dessen Team Demografie im Landratsamt unter anderem für Fragen der Inklusion zuständig ist.
Mit vielen neuen Ideen und wertvollen Erfahrungen kehrte die Delegation im Anschluss nach Ebersberg zurück. Für den überaus freundlichen und wertschätzenden Empfang aller Kollegen und Kolleginnen aus Südtirol möchten wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken.


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