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Bienenfreundliche Gärten

28.05.2018 - Besonders im Frühling brauchen Bienen, Wildbienen, Schmetterlinge und Co. dringend den Nektar und die Blütenpollen der Wiesenblumen. „Leider wird oft verkannt, dass dabei der eigene Garten eine große Rolle spielt“, so Max Finster von der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) im Landratsamt.

„Im Hausgarten herrscht kein Nutzungsdruck und nirgendwo würden so viele Blumen in der Wiese blühen, wenn nicht der Rasenmäher wäre“, so der Naturschützer weiter. Die Mentalität der „Ordentlichkeit“ führe dazu, dass leider oft viel zu früh gemäht werde. Dabei seien die kleinen Wiesenblumen, wie Gänseblümchen, Veilchen, Günsel, Lichtnelke, Margerite und Glockenblume wirklich hübsch und nett anzuschauen, meint Finster. Er rät deshalb den Gartenbesitzern für eine bunte Vielfalt zu sorgen und sich die Zeit zu nehmen Wildbienen und Schmetterlinge an den Blüten zu beobachten. „Warum nicht einen Teil des Rasens erst im Juni mähen und die Entwicklung zu einer artenreichen Blumenwiese fördern“, schlägt der Naturschutzfachmann vor. Auch Roswitha Holzmann, Biologin bei der UNB, spricht sich für bienenfreundliche Gärten aus. Das bedeute nicht, im eigenen Garten einen Bienenstand zu eröffnen, sagt sie. Es bedeute vielmehr den Garten als Lebensraum zu entwickeln.

Für die Gartengestaltung heißt das vor allem, vielseitige Strukturen zu schaffen und heimische Blütenpflanzen als nektar- und pollenreiche Nahrung für die Bienen zu wählen. „Nicht jeder kann seinen gesamten Garten sofort in einen echten Natur- oder Bienengarten umwandeln. Bestimmt findet sich aber die eine oder andere Stelle, um kleine Zeichen für die Natur zu setzen“, so Holzmann. Die Samenpäckchen „Blühende Landschaft“, die der Landkreis speziell für das Jahr der Bienen 2018 abfüllen ließ, sollen eine Motivation und Anregung sein für all diejenigen, die kleine Schritte für die Insektenwelt tun wollen. Die Päckchen enthalten hochwertigen, gebietseigenen Samen, d.h. Herkunftsort des Ausgangssaatgutes und der Verwendungsort sind möglichst ähnlich und benachbart. In der Mischung sind neben vielen anderen Wildpflanzen Wiesen-Salbei, Rote Lichtnelke, Königskerze, Malven und Mohn enthalten. 

Die UNB im Landratsamt verteilt die Samenpäckchen über die Gartenbauvereine und bei Veranstaltungen zum „Jahr der Bienen 2018“. Das Saatgut kann noch bis Mitte Juni bei feuchtem Wetter auf fein krümeligem Saatbeet einfach mit der Hand ausgesät werden. Zur leichteren Aussaat kann es mit trockenem Sand, Sägemehl oder Schrot gemischt werden. Ein Ausbringen dieser Samenmischung auf Gras oder Rasen führt zum Misserfolg, auch für Balkonkästen ist diese Mischung nicht geeignet. Am besten eignet sich ein Quadratmeter Fläche entlang eines Zaunes oder an einer Mauer. Holzmann erwähnt noch andere Möglichkeiten und Tipps, wie sich ein
Garten bienenfreundlich gestalten lässt: Vielfältige Strukturen zum Beispiel mit Totholzhaufen oder Trockenmauern, heimische Blühhecken und Stauden, Gärtnern ohne Gift im Garten, etwas mehr „Wildnis“ zulassen, im Winter nicht alle Pflanzenstängel zurück schneiden, Laub liegen lassen und qualitativ gute Wildbienen-Nisthilfen aufstellen. „So kann durch eine Reihe von kleinen Einzelmaßnahmen am Ende ein wunderschöner Lebensraum für Bienen und Wildbienen entstehen und ganz nebenbei schafft man Nahrung und Lebensraum für viele andere Tierarten und nicht zuletzt Raum für sich selbst zum Erholen“, so die Biologin.

Nützliche Pflanzvorschläge und Pflanzenlisten für bienenfreundliches Gärtnern und Veranstaltungshinweise zum „Jahr der Bienen im Landkreis Ebersberg“ finden sich auch auf der Internetseite
www.der-landkreis-ebersberg-summt.de.



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