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S4: Taktlücke am Freitagnachmittag geschlossen – Sprecher der MVV-Verbundlandkreise lobt Verbesserungen für Kunden

20.01.2017 - Mit elf zusätzlichen Fahrten zwischen Ostbahnhof und Zorneding bzw. Grafing Bahnhof konnte mit der letzten Fahrplanänderung im Dezember 2016 eine oft kritisierte Lücke beim Zehnminuten-Takt der S-Bahn am Freitagnachmittag geschlossen werden.

„Ein Schritt in die richtige Richtung“, so Landrat Robert Niedergesäß, der auch Sprecher der MVV-Landräte ist. Angeboten wird der kurze Takt jetzt auch auf den S-Bahnlinien S2 zwischen Dachau und Ostbahnhof, S3 zwischen Deisenhofen und Maisach, sowie S8 zwischen Germering-Unterpfaffenhofen und Ostbahnhof. Zusätzlich wurden Taktlücken bei der S7 nach Wolfratshausen geschlossen, die von Montag bis Donnerstag bestanden hatten.

„Insgesamt sind das wöchentlich rund 80 neue S-Bahn-Fahrten im MVV. Diese Verbesserungen sind nicht zuletzt das Ergebnis kontinuierlicher Verhandlungen der MVV-Landkreise mit der S-Bahn und dem Freistaat sowie der entsprechenden Forderungen an die Verhandlungspartner“, so Niedergesäß. Die Landräte nutzen unter anderem die jährlichen Tarifverhandlungen, um Vorteile für die S-Bahn-Kunden aus den Landkreisen zu bewirken und eigene Forderungen durchzusetzen. So sind die aktuellen Verbesserungen das Ergebnis der Tarifverhandlungen im Jahr 2015. Für den Ebersberger Landrat als Sprecher der Verbundlandkreise ein wichtiger Etappenerfolg auf dem Weg zu weiteren lang geforderten Verbesserungen. Insbesondere Taktlücken während des Tages auf den Linien S2, S3 und S6 sind nicht nur Niedergesäß ein Dorn im Auge. Aber auch hier sieht der Landrat die Chancen auf weitere Verbesserungen positiv: „Wir befinden uns gemeinsam mit dem MVV in einem engen und regen Austausch mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und der S-Bahn München und sind zuversichtlich, dass die nächste notwendige Erweiterung des Angebots bereits zum kommenden Fahrplanwechsel umgesetzt werden kann.“ In Kürze erwartet werden die Ergebnisse der Prüfung eines Linientauschs zwischen den Linien S4 und S6 nach Ebersberg, der für die Fahrgäste eine deutliche Aufwertung des Angebots bringen könnte.

Niedergesäß äußerte sich dankbar für das Entgegenkommen der Verhandlungspartner und die konstruktive Zusammenarbeit mit ihnen: „Das war in der Vergangenheit nicht immer so der Fall. Sowohl der zuständige Innenminister Joachim Herrmann als auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter bieten den Landkreisen eine deutlich bessere Art der Zusammenarbeit an, als dies früher üblich war.“ Jedoch trügen gerade die acht MVV-Landkreise mit ihrem Bevölkerungswachstum und dem durch sie finanzierten MVV-Regionalbusangebot als Zubringer nicht unwesentlich zum Erfolg der S-Bahn bei, so dass nicht zuletzt vor diesem Hintergrund, die Wünsche und Forderungen zum Ausbau des S-Bahn-Systems absolut gerechtfertigt seien. „Seit Jahren investieren die Landkreise sehr viel Geld in den ÖPNV. Allein in den letzten fünf Jahren wurde das Angebot auf den MVV-Regionalbuslinien um nahezu 37 Prozent auf über 36 Millionen Kilometer im Jahr 2016 gesteigert“, erläutert Niedergesäß. „Weitere Verbesserungen erwarten wir im Zuge der geplanten MVV-Tarifstrukturreform, hier arbeiten alle Partner derzeit sehr kooperativ und
intensiv zusammen.“


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