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Adoptivfamilien auf der Doaglalm

Meldung vom 14.08.2019

„Machen wir nächstes Jahr wieder den Ausflug und wieder hierher? Bitte! Das war wieder soo schön!“....

Icon Pressemitteilung

„Machen wir nächstes Jahr wieder den Ausflug und wieder hierher? Bitte! Das war wieder soo schön!“, das sei die spontane Rückmeldung der Kinder beim Verabschieden am Ende des diesjährigen Ausflugs für Adoptivfamilien gewesen, berichtet Carmen Köngeter vom Kreisjugendamt Ebersberg.

Bereits zum dritten Mal in Folge war das Ziel die Doaglalm auf dem Samerberg im Landkreis Rosenheim. Organisiert wird die Veranstaltung jedes Jahr von der Gemeinsamen Adoptionsvermittlungsstelle der Landkreise Ebersberg, Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf, Rosenheim, Traunstein und der Stadt Rosenheim. „Bei sonnigem Wanderwetter starteten die Adoptivfamilien der verschiedenen Landkreise am Parkplatz Spatenau. Die Familien kamen schon unterwegs gut in Kontakt durch das erlebnispädagogische Angebot „Wanderbingo“ mit Aufgaben wie „Findet jemanden, der einen Zungenbrecher aufsagen kann, und jemanden, der auf seinen Fingern pfeifen kann oder auch jemanden, der mit den Ohren wackeln kann, etc.““, berichtet Köngeter. „Dadurch hatten die Familien schon unterwegs viel zu lachen, kamen gut ins Gespräch und hatten natürlich auch den Ansporn, den vorbereiteten Rallyezettel zu vervollständigen und oben auf der Hütte dafür belohnt zu werden“, so die Sozialpädagogin. Dort angekommen sei dann erst einmal die gemütliche Einkehr im Vordergrund gestanden. „Die Kinder hatten jedoch kaum Zeit zum Essen auf der Doaglalm, denn sie beteiligten sich fasziniert und kreativ konzentriert am Legen eines Naturmandalas auf der Almwiese und an anderen Bastelangeboten oder beschäftigten sich begeistert mit Fußballspielen oder ähnlichen Bewegungsspielen.

Die Eltern nutzen die gemütliche und entspannte Atmosphäre für gemeinsame Gespräche, Diskussionen und für den Austausch von Erfahrungen. Sie hatten sichtlich viel Spaß miteinander“, schildert Köngeter ihre Eindrücke. „Viele der teilnehmenden Familien kennen sich schon von den vergangenen Ausflügen. Einige „neue“ Adoptivfamilien kamen dieses Jahr das erste Mal dazu, wurden gleich in die Aktivitäten eingebunden und konnten leicht gemeinsame Themen mit den anderen Adoptivfamilien finden“, so Köngeter weiter. Die veranstaltenden Fachkräfte der Adoptionsvermittlungsstellen standen den Eltern und Kindern zum Austausch zur Verfügung und freuten sich sehr über die lebhaften und interessanten Gespräche, die einmal mehr deutlich machten, dass der offene Umgang mit der Adoption eine Selbstverständlichkeit geworden sei. „Und obwohl sich die adoptierten Kinder und Jugendlichen nicht sehr oft sehen, spürte man die freundschaftliche Vertrautheit untereinander. Alle verbindet die Tatsache, dass sie adoptiert sind, was sie positiv erleben“, erzählt die Sozialpädagogin. „Im Herbst plant die Gemeinsame Adoptionsvermittlungsstelle eine Fortbildungsveranstaltung für Adoptiveltern, diesmal zum Thema „Suche nach den eigenen Wurzeln““, kündigt sie zudem an.