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Austauschtreffen der kommunalen Seniorenvertretungen

Meldung vom 04.07.2019

Zu einem Austauschtreffen hat Angela Prommersperger, Seniorenbeauftragte des Landkreises, die Seniorenvertretungen der Gemeinden ins Landratsamt eingeladen.

„Die Landschaft der kommunalen Seniorenvertretungen ist bunt im Landkreis Ebersberg: Zum einen gibt es in fast allen Kommunen ein Gemeinderatsmitglied, das die Funktion des Seniorensprechers übernommen hat. Darüber hinaus gibt es in 9 von 21 Gemeinden einen Seniorenbeirat. Vereinzelt stellen Gemeinden hauptamtliche Seniorenbeauftragte ein. Was sie eint, ist ihr großes Engagement, die Lebensbedingungen der älteren Bürgerinnen und Bürger zu verbessern“, erklärt Prommersperger. Etwa drei Mal im Jahr organisiert die Sozialpädagogin ein solches Treffen. Der wichtigste Aspekt dabei: Voneinander zu erfahren, zu lernen und sich zu vernetzen. „Die konkreten Maßnahmen und Projekte können nur in den Gemeinden selbst entwickelt werden. Ich kann ergänzend und unterstützend tätig sein“, beschreibt Prommersperger ihre Rolle. Bei der letzten Zusammenkunft referierte Franz Wölf, Vorsitzender der LandesSeniorenVertretung Bayern e.V. (LSVB) über Struktur, Aufgaben und Themen des Vereins.

Die LSVB ist eine Dachorganisation der kommunalen Seniorenbeiräte und Seniorenvertretungen in Bayern. Jeder Regierungsbezirk kann drei Sprecher wählen, aus denen sich der Beirat zusammensetzt. Jüngst wurde auf der Bezirksversammlung der LSVB in Unterföhring der Ebersberger Seniorenbeiratsvorsitzende Thomas John als einer der Sprecher für Oberbayern für die kommende Amtszeit ab Juli 2019 gewählt. „Somit verfügen wir zukünftig im Landkreis Ebersberg über ein direktes Sprachrohr im Dachverband, das wir zur Durchsetzung unserer Anliegen nutzen wollen“, kündigt Prommersperger an. Die LSVB unterstützt bei der Gründung neuer Seniorenbeiräte, bietet in enger Zusammenarbeit mit der Seniorenakademie Fortbildungen an und vertritt die Interessen älterer Bürgerinnen und Bürger auf Landesebene. Neben Themen wie Digitalisierung, Pflege und Altersarmut engagiert sich die LSVB stark in der Diskussion über ein Seniorenmitwirkungsgesetz.

Die zentrale Forderung besteht darin, die Seniorenpolitik als eine Pflichtaufgabe der Kommunen zu definieren. Um das zu erreichen, sollen Seniorenbeiräte verpflichtend in allen Kommunen etabliert werden. In der anschließenden Austauschrunde der Gemeindevertreter stellte das in etlichen Gemeinden im Landkreis bereits installierte „Mitfahrbankerl“ einen Themenschwerpunkt dar. Dieses Projekt soll dazu dienen, spontane Fahrgemeinschaften zu ermöglichen. Das Anliegen in der Runde war es z.B. im Rahmen einer Aktionswoche oder Gestaltung eines Flyers noch mehr Öffentlichkeitsarbeit für das „Mitfahrbankerl“ zu betreiben. Konkret ist dazu ein Runder Tisch im Landkreis geplant.