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Corona-Virus: Aktuelle Informationen, Stand 29. Mai 2020

Meldung vom 29.05.2020

Fortlaufend die aktuellsten Entwicklungen und Maßnahmen zum Thema Coronavirus im Landkreis Ebersberg

Freitag, 29. Mai 2020

Donnerstag, 28. Mai 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Donnerstag, 28. Mai 2020 insgesamt 16 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet und damit so wenig wie seit dem 10. März nicht mehr. 101 Kontakt-Personen befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis 505 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 484 von ihnen sind wieder gesund. Fünf sind leider verstorben.

Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, die zeigt, wie viele Menschen sich bezogen auf 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen neu mit dem Corona-Virus infiziert haben, liegt im Landkreis aktuell bei 5.63. Dieser Wert ist im Vergleich zu gestern leicht angestiegen.

In der Kreisklinik werden Stand Donnerstag, 28. Mai 2020, zwei infizierte Patienten behandelt. Einer liegt auf der Intensivstation und muss dort beatmet werden. Es gibt 10 Verdachtsfälle. Die Lage dort ist stabil.

Infizierte in den Gemeinden:

Anzing: 0

Aßling: 0

Baiern: 0

Bruck: 0

Ebersberg: 3

Egmating: 0

Emmering: 1

Forstinning: 0

Frauenneuharting: 0

Glonn: 0

Grafing: 2

Hohenlinden: 1

Kirchseeon: 1

Markt Schwaben: 0

Moosach: 0

Oberpframmern: 0

Pliening: 0

Poing: 4

Steinhöring: 0

Vaterstetten: 3

Zorneding: 1

Am Mittwoch, 27. Mai 2020 wurden über das Diagnostikzentrum 40 Menschen untersucht.

66 Landkreisbürger haben gestern die Telefonnummer (08092) 823 680 des Bürgertelefons gewählt. Bei der Hotline für Betriebe und Unternehmen mit der Nummer (08092) 823 685 sind 25 Anrufe angekommen.

Beendet ist die Quarantänezeit für fast alle Bewohner von Asylbewerber-Unterkünften des Landkreises, die ganz oder teilweise unter Quarantäne gestellt worden waren, weil sich Mitbewohner mit SARS-CoV-2 infiziert hatten. Nur für einen Bewohner dauert die Frist bis morgen noch an.

Die Hilfsklinik in Ebersberg soll bis Ende August 2020 rückgebaut werden. Die Dreifachhalle steht dann ab dem 1. September wieder der Schule und den Vereinen zur Verfügung. Das ist das Ziel von Landrat Robert Niedergesäß, dass er so auch mit dem TSV Ebersberg und der Schule einvernehmlich vereinbart hat. In den letzten Wochen hat sich die Lage im Landkreis mehr und mehr entspannt – im Fachjargon spricht man von einer entspannten Sonderlage. Zudem reichen in den Kliniken des Rettungszweckverbandes der Landkreise Ebersberg, Erding und Freising die Kapazitäten derzeit aus, auch für steigende Fallzahlen werden Raumreserven vorgehalten.

Mittwoch, 27. Mai 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Mittwoch, 27. Mai 2020 insgesamt 21 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet, das ist der niedrigste Wert seit Mitte März! 105 Kontakt-Personen befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis 501 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 475 von ihnen sind wieder gesund. Fünf sind leider verstorben.

Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, die zeigt, wie viele Menschen sich bezogen auf 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen neu mit dem Corona-Virus infiziert haben, liegt im Landkreis aktuell bei 2.81. Im Vergleich zum Stand gestern ist kein neuer Fall hinzugekommen. 

In der Kreisklinik werden Stand Mittwoch, 27. Mai 2020, zwei infizierte Patienten behandelt. Einer liegt auf der Intensivstation und muss dort beatmet werden. Es gibt 12 Verdachtsfälle.

Infizierte in den Gemeinden:

Anzing: 0

Aßling: 0

Baiern: 0

Bruck: 0

Ebersberg: 9

Egmating: 0

Emmering: 1

Forstinning: 2

Frauenneuharting: 0

Glonn: 0

Grafing: 1

Hohenlinden: 0

Kirchseeon: 0

Markt Schwaben: 0

Moosach: 0

Oberpframmern: 0

Pliening: 0

Poing: 4

Steinhöring: 0

Vaterstetten: 3

Zorneding: 1

Am Dienstag, 26. Mai 2020 wurden über das Diagnostikzentrum 194 Menschen untersucht.

5 Landkreisbürger haben gestern die Telefonnummer (08092) 823 680 des Bürgertelefons gewählt. Bei der Hotline für Betriebe und Unternehmen mit der Nummer (08092) 823 685 sind 18 Anrufe angekommen. Die Nummer der Trauerhotline (08092) 823 684 hat ein Anrufer gewählt.

Die Realschule Vaterstetten hat heute einen positiv getesteten Schüler gemeldet. Die betroffene Klasseneinheit wird vierzehn Tage in Quarantäne bleiben. Das CTT des Gesundheitsamtes ermittelt weitere Kontaktpersonen in der Schule. In der Statistik taucht dieser Fall nicht auf, weil der Schüler nicht im Landkreis Ebersberg wohnt.

Dienstag, 26. Mai 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Dienstag, 26. Mai 2020 insgesamt 39 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. 100 Kontakt-Personen befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis 501 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 457 von ihnen sind wieder gesund. Fünf sind leider verstorben.

Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, die zeigt, wie viele Menschen sich bezogen auf 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen neu mit dem Corona-Virus infiziert haben, liegt im Landkreis aktuell bei 2.81.

In der Kreisklinik werden Stand Dienstag, 26. Mai 2020, drei infizierte Patienten behandelt. Einer liegt auf der Intensivstation und muss dort beatmet werden. Es gibt 10 Verdachtsfälle.

Infizierte in den Gemeinden:

Anzing: 0

Aßling: 0

Baiern: 0

Bruck: 0

Ebersberg: 27

Egmating: 0

Emmering: 1

Forstinning: 2

Frauenneuharting: 0

Glonn: 0

Grafing: 1

Hohenlinden: 0

Kirchseeon: 0

Markt Schwaben: 0

Moosach: 0

Oberpframmern: 0

Pliening: 0

Poing: 4

Steinhöring: 0

Vaterstetten: 3

Zorneding: 1

Am Montag, 25. Mai 2020 wurden über das Diagnostikzentrum 22 Menschen untersucht.

88 Landkreisbürger haben gestern die Telefonnummer (08092) 823 680 des Bürgertelefons gewählt. Bei der Hotline für Betriebe und Unternehmen mit der Nummer (08092) 823 685 sind 35 Anrufe angekommen. Die Nummer der Trauerhotline (08092) 823 684 hat ein Anrufer gewählt. Insgesamt haben sich über 12 200 Landkreisbürger an die Hotline-Angebote gewandt.

Der Landkreis hat jetzt seine Vorgehensweise bei den Corona-Tests in einem neuen Konzept dargestellt, das in der vergangenen Woche erarbeitet wurde. Bereits bisher wurden im Landkreis Ebersberg teils deutlich mehr Menschen aktiv getestet als das die Empfehlungen des RKI vorgeben und als es in anderen Regionen umgesetzt wurde, u.a. auch in Asylunterkünften. Um besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen noch besser zu schützen, erhalten entsprechend eingesetzte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Alten- und Behinderteneinrichtungen, bei mobilen Pflegediensten und in die Kreisklinik die Möglichkeit sich wöchentlich testen zu lassen. Das entspricht auch der neuen Strategie, die Ministerpräsident Söder heute verkündet hat. Bisher sind nur sehr vereinzelt Infizierungen in den Einrichtungen aufgetreten und konnten rechtzeitig erkannt und isoliert werden. Der Landkreis hat hier sehr frühzeitig aktiv Kooperationen angeboten und durchgeführt. Sei es bei der Einrichtung von Isolierbereichen, bei Materialengpässen etc.. Vorrang vor dem Screening hat allerdings immer die Fallbearbeitung, wenn eine Covid-19-Erkrankung bestätigt wird. Im Focus des Konzepts sind außerdem die Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie die Schulen und die Gemeinschaftsunterkünfte im Landkreis.

Landrat Robert Niedergesäß: „Corona ist noch lange nicht vorbei, auch wenn das Infektionsgeschehen aktuell erfreulicherweise sehr gering ist. Bisher haben wir das Virus sehr erfolgreich in Schach gehalten. Und es ist uns gemeinsam gelungen, Ausbrüche zum Beispiel in Alten- und Pflegeeinrichtungen in unserem Landkreis zu verhindern. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Heime haben hier Großartiges geleistet und tun das noch.“

 

Montag, 25. Mai 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Montag 25.05.2020 früh insgesamt 46 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. Über das Wochenende wurden drei neue Personen aus dem Landkreis Ebersberg als Corona positiv gemeldet. Nur noch 90 Kontakt-Personen der Kategorie 1 befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis 500 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 449 von ihnen sind wieder gesund.

Die 7-Tage-Inzidenz, die zeigt, wie viele Menschen sich bezogen auf 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen neu mit dem Corona-Virus infiziert haben, liegt im Landkreis aktuell bei 2,11 (Oberbayern 6,27, Bayern 5,65) und ist seit Freitag noch einmal gesunken.

In der Kreisklinik werden jetzt vier infizierte Patienten behandelt, einer davon nach wie vor intensivmedizinisch mit guter Prognose. Es gibt elf Verdachtsfälle in der Klinik. Die Situation ist also auch hier stabil.

Am Freitag, 22. Mai 2020 wurden über das Diagnostikzentrum 34 Menschen untersucht. Auf Grundlage der von der Regierung angeordneten Reihentestungen in Schlachtbetrieben, wurden am Freitag zudem 25 Mitarbeiter der Herrmannsdorfer Landwerkstätten auf Corona getestet. Erfreulicherweise waren alle Befunde negativ.

Aktuell sind noch drei Asylbewerberunterkünfte unter Quarantäne. Planmäßig läuft in diesen Unterkünften die Quarantäne in dieser Woche aus.

Die Polizei berichtet, dass die allgemeine Lage den Umständen entsprechend ruhig ist.

Mittwoch, 20. Mai 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Mittwoch, 20.05.2020 insgesamt 48 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. Es gab also seit gestern keine neuinfizierten Personen im Landkreis Ebersberg. Nur noch 153 Kontakt-Personen der Kategorie 1 befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis 497 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 444 von ihnen sind wieder gesund. Nach wie vor hat der Landkreis erfreulicherweise eine sehr niedrige Zahl von fünf Verstorbenen, das ist der drittniedrigste Werte aller 71 bayerischen Landkreise.

Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, die zeigt, wie viele Menschen sich bezogen auf 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen neu mit dem Corona-Virus infiziert haben, liegt im Landkreis aktuell bei 13,37 und ist damit im Vergleich zu den Vortagen erneut gesunken.

In der Kreisklinik werden zwei infizierte Patienten behandelt, einer davon intensivmedizinisch. Es gibt 13 Verdachtsfälle in der Klinik, also auch hier eine sehr stabile Situation.

Am Dienstag, 19. Mai 2020 wurden über das Diagnostikzentrum 35 Menschen untersucht.

Schon Mitte letzter Woche haben Mitarbeiter des Landratsamtes alle Schulen in der Trägerschaft des Landkreises (alle Realschulen, Gymnasien und sonderpädagogische Förderzentren) besucht und sich ein Bild von der aktuellen Situation gemacht. Alle der genannten Schulen haben die vorgeschriebenen Hygienekonzepte vorbildlich umgesetzt. Die Schulen werden vom Landratsamt mit Hygienemitteln versorgt, die aus Mitteln des Katastrophenschutzes stammen. Auch Masken, die von unseren ehrenamtlichen Näherinnen und Nähern hergestellt werden, erhalten unsere Schulen, soweit Kinder ohne Masken zur Schule kommen.

Wie im übrigen Bayern bzw. Deutschland gibt es auch in unserem Landkreis Quarantäne-Brecher, d.h. Menschen, die den angeordneten häuslichen Aufenthalt missachten. In einem anderen oberbayerischen Landkreis in Bayern wurde kürzlich eine Person, die die Quarantäne-Anordnungen mehrfach nicht beachtet hat, gem. Infektionsschutzgesetz vorübergehend in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Soweit soll es im Landkreis Ebersberg nicht kommen, deshalb appelliert das Landratsamt, sich auch am kommenden Wochenende so vernünftig wie bisher zu verhalten. „Ich gönne allen Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis von Herzen, sich in unserer herrlichen Natur mit allen Sinnen zu bewegen, aber bleiben sie einsichtig und achten Sie auf Ihre Mitmenschen. Wir im Landkreis Ebersberg halten zusammen“, so Landrat Niedergesäß.

Fallzahlen nach Gemeinden vom 20. Mai 2020

Dienstag, 19. Mai 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Dienstag, 19.05.2020 insgesamt 48 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. 161 Kontakt-Personen befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis 497 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 444 von ihnen sind wieder gesund. Nach wie vor hat der Landkreis erfreulicherweise eine sehr niedrige Zahl von fünf Verstorbenen, das ist der zweitniedrigste Wert in ganz Oberbayern mit seinen 20 Landkreisen und drei kreisfreien Städten.

Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, die zeigt, wie viele Menschen sich bezogen auf 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen neu mit dem Corona-Virus infiziert haben, liegt im Landkreis aktuell bei 16,88 und ist damit im Vergleich zu den Vortagen wieder leicht gesunken.

In der Kreisklinik werden Stand Dienstag, 19. Mai 2020, drei infizierte Patienten behandelt, einer davon wird intensiv behandelt. Es gibt 12 Verdachtsfälle in der Klinik.

Am Montag, 18. Mai 2020 wurden über das Diagnostikzentrum 132 Menschen untersucht.

Erstmals seit langem können die Bürger wieder in Biergärten bzw. in Freibereichen von Gaststätten zum Essen gehen. Die Nachfrage ist noch gedämpft, die Polizei stellte in Stichproben fest, dass mehr als 90 % der Gäste einsichtig sind und sich ordnungsgemäß verhalten. Erst- bzw. einmalige Überschreitungen werden mit ‚Augenmaß‘ der Beamten begegnet und führen allenfalls zu mündlichen Ermahnungen bzw. Verwarnungen. „Ziel ist es nicht, die gastronomischen Betriebe zu gängeln, sondern sie nach diesen schwierigen Wochen nach Möglichkeit zu unterstützen und zu begleiten. So leisten unsere Mitarbeiter auch gerne Einzelfallberatung vor Ort, wenn Unklarheiten oder Fragen bei Gastronomen bestehen,“ so Landrat Robert Niedergesäß.

Fallzahlen nach Gemeinden vom 19. Mai 2020

Montag, 18. Mai 2020

Fallzahlen nach Gemeinde vom 18. Mai 2020

Freitag, 15. Mai 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Freitag, 15. Mai 2020 insgesamt 49 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. 183 Kontakt-Personen befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis 492 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 438 von ihnen sind wieder gesund. Fünf sind leider verstorben.

Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, die zeigt, wie viele Menschen sich bezogen auf 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen neu mit dem Corona-Virus infiziert haben, liegt im Landkreis aktuell bei 16.88. Dass der Wert ist im Vergleich zu gestern gleichgeblieben ist, ist ein statistischer Zufall.

In der Kreisklinik werden Stand Freitag, 15. Mai 2020, drei infizierte Patienten behandelt. Es gibt 13 Verdachtsfälle.

73 Landkreisbürger haben gestern die Telefonnummer (08092) 823 680 des Bürgertelefons gewählt. Bei der Hotline für Betriebe und Unternehmen mit der Nummer (08092) 823 685 sind 22 Anrufe angekommen.

Am kommenden Wochenende wird das Bürgertelefon aufgrund der spürbar sinkenden Nachfrage an den Wochenenden nicht besetzt sein. Ab der nächsten Woche gelten neue Zeiten: Man erreicht es dann von Montag bis Freitag von 8.00-17.00 Uhr.

Eine neuerliche Untersuchungsaktion, die die Firma Schustermann und Borenstein bei ihren Mitarbeitern am Logistikzentrum in Poing durchgeführt hat, zeigt, dass das mit der Unterstützung des Gesundheitsamts erarbeitete Hygienekonzept sehr gut wirkt. Waren bei der ersten Abstrichaktion dort Ende April 9 Prozent der Untersuchten positiv getestet, so war es bei der jüngsten Aktion am 14. Mai 2020 nur noch 1 Prozent.

Bei der 7-Tage-Inzidenz hat der Landkreis Coburg wie aus dem Nichts, wie es in einem Newsletter des Bayerischen Innenministeriums heißt, den negativen Spitzenwert von 59. Er liegt damit deutlich jenseits der „roten Linie“, die bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von 7 Tagen liegt. Nach ersten Erkenntnissen liegt dieser sprunghafte Anstieg an den Ergebnissen mehrerer Reihentests in Pflegeinrichtungen, in denen es zuvor konkrete Verdachtsfälle gegeben hatte. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat seine Task Force bereits in den Landkreis Coburg entsandt und arbeitet mit den vor Ort Verantwortlichen unter Hochdruck an Konzepten, die Infektionsfälle umgehend einzudämmen. Weiter über der kritischen Marke liegt auch die Stadt Rosenheim mit einer 7-Tage-Inzidenzrate von 54.

Das Landratsamt erreichen teils anonyme Hinweise, dass in einigen Geschäften das Personal sich nicht an die Hygienevorschriften, speziell die Maskenpflicht halte. Diesen Hinweisen muss nachgegangen werden.

Wegen der Infektionsgefahr durch das Corona-Virus finden die nächsten Sprechstunden der Ebersberger Wirtschaftssenioren nicht wie gewohnt im Landratsamt statt, sondern ausschließlich am Telefon. Die Berater bieten am Dienstag, 2. Juni 2020 wieder ihre Unterstützung zum Erhalt der unternehmerischen Existenz, bei der Betriebsnachfolge oder bei ersten Schritten in die Selbständigkeit an. Die Erstberatung ist honorarfrei. Die Anmeldung für das telefonische Beratungsgespräch nimmt die Wirtschaftsförderstelle im Landratsamt Ebersberg unter der Telefonnummer (08092) 823 465 bis zum Freitag, 29. Mai 2020, von Montag bis Freitag in der Zeit von 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr entgegen.

Donnerstag, 14. Mai 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Donnerstag, 14. Mai 2020 insgesamt 49 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. 184 Kontakt-Personen befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis 489 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 435 von ihnen sind wieder gesund. Fünf sind leider verstorben.

Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, die zeigt, wie viele Menschen sich bezogen auf 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen neu mit dem Corona-Virus infiziert haben, liegt im Landkreis aktuell bei 16.88. Der Wert stieg in den letzten Tagen deshalb an, weil insbesondere zwei Sammelunterkünfte von Asylbewerbern betroffen sind. Wird dort ein Bewohner positiv getestet, so wird aus Vorsichtsgründen die gesamte Unterkunft untersucht, was gar nicht zwingend nötig wäre und auch nicht in allen Landkreisen so konsequent gehandhabt wird. Weil die Menschen in den Unterkünften sehr eng zusammenleben, ist meist eine hohe Infiziertenrate gegeben.

Konkret sind von den aktuell 11 neuen Fällen von Corona-Infektionen im Landkreis 10 in Asylbewerber-Unterkünften aufgetreten. Die positiv auf SARS-CoV-2 Getesteten bleiben, wenn das von den Räumlichkeiten her möglich ist, in der Unterkunft und werden dort isoliert. Wo das nicht geht, werden die Bewohner, die sich infiziert haben, gemeinsam in eine andere geeignete Unterkunft gebracht. Die Mitbewohner der Menschen, die sich infiziert haben, müssen als Kontaktpersonen mindestens 14 Tage in Quarantäne bleiben.

In der Kreisklinik werden Stand Donnerstag, 14. Mai 2020, nur noch drei infizierte Patienten behandelt, keiner davon muss beatmet werden. Es gibt 13 Verdachtsfälle.

Am Mittwoch, 13. Mai 2020 wurden über das Diagnostikzentrum 28 Menschen untersucht. Insgesamt sind so bisher über 4.000 Menschen auf eine Infizierung mit SARS-CoV-2 getestet worden. Zusätzlich haben niedergelassene Ärzte, Ärzte des KVB-Bereitschaftsdienstes und Labore auf privater Basis getestet. Die Gesamtzahl der im Landkreis getesteten Bürger lässt sich daher im Nachhinein leider nicht ermitteln.

81 Landkreisbürger haben gestern die Telefonnummer (08092) 823 680 des Bürgertelefons gewählt. Bei der Hotline für Betriebe und Unternehmen mit der Nummer (08092) 823 685 sind 25 Anrufe angekommen.

Am kommenden Wochenende werden die Telefone der Hotlines nicht besetzt sein. Ab der nächsten Woche gelten neue Zeiten für das Bürgertelefon: Man erreicht es dann von Montag bis Freitag von 8.00-17.00 Uhr.

Mit einer 7-Tage-Inzidenz-Rate von 52.1 ist die Stadt Rosenheim die derzeit in Bayern am stärksten betroffene Stadt. Dort haben sich also gerechnet auf 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen mehr als 52 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. Das hängt u.a. mit dem Infektionsgeschehen in einem relativ großen Asylbewerberheim und seiner Dependance zusammen. Die Bewohner wurden umfassend getestet. Seit knapp zwei Wochen stehen die Unterkünfte unter Quarantäne. Mittlerweile sind die noch nicht erkrankten Personen von den Infizierten räumlich getrennt, um so weitere Ansteckungsfälle möglichst zu vermeiden. Damit dürfte sich die Situation in Rosenheim in dem Maße entspannen, wie die Infizierten nach und nach gesunden, so die Informationen in einem Newsletter des Bayerischen Innenministeriums. Im Landkreis Rosenheim liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 36.0.

Landrat Robert Niedergesäß: „Das Corona-Virus wird von Mensch zu Mensch übertragen. Leben Menschen in Gemeinschaftsunterkünften ist die Ansteckungsgefahr schon allein dadurch höher, dass sich im Tagesverlauf mehr Menschen begegnen als in einem Standard-Haushalt. Das bildet sich beim aktuellen Infektionsgeschehen in unserem Landkreis ab. Die heute relativ hohe Zahl von Neuinfektionen ist fast ausschließlich in Asylbewerber-Unterkünften zu verzeichnen. Die Mitarbeiter in den zuständigen Fachbereichen des Landratsamtes, die Sozialarbeiter und auch die Menschen, die in Helferkreisen organisiert sind, helfen die Situation so gut wie möglich zu bewältigen. Ihnen gilt unser herzlicher Dank.“

Mittwoch, 13. Mai 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Mittwoch, 13. Mai 2020 insgesamt 41 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. 199 Kontakt-Personen befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis 478 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 432 von ihnen sind wieder gesund. Fünf sind leider verstorben.

Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis aktuell bei 9.85. Der Wert ist im Vergleich zu gestern gestiegen, befindet sich aber immer noch in einem sehr niedrigen Bereich. Er zeigt an, wie viele Menschen sich bezogen auf 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen neu mit dem Corona-Virus infiziert haben. Bundesweit gilt: Wenn der Wert 50 erreicht, müssen vor Ort individuell Maßnahmen getroffen werden, um der Entwicklung gegenzusteuern.

In der Kreisklinik werden Stand Mittwoch, 13. Mai 2020, vier infizierte Patienten behandelt. Keiner von ihnen befindet sich auf der Intensivstation. Es gibt 11 Verdachtsfälle.

Am Dienstag, 12. Mai 2020 wurden über das Diagnostikzentrum 78 Menschen untersucht.

Unterdessen hat die Bundeswehr einem Amtshilfeantrag der FÜGK des Landkreises stattgegeben und schickt einen Arzt zur Verstärkung des Gesundheitsamtes.

56 Landkreisbürger haben gestern die Telefonnummer (08092) 823 680 des Bürgertelefons gewählt. Bei der Hotline für Betriebe und Unternehmen mit der Nummer (08092) 823 685 sind 25 Anrufe angekommen.

Die Einfachturnhalle, die seit dem Umbau der Dreifach-Halle in Ebersberg zum Hilfskrankenhaus als Lagerraum für Sportgeräte etc. dient, wird frei geräumt. Sie soll der Schule und den Sportvereinen zur Verfügung stehen, sobald sie genutzt werden darf. THW und Landratsamt räumen sie gemeinsam aus und haben bereits alternative Lagerräume gefunden.

Ab kommenden Montag, 18. Mai 2020 dürfen Gaststätten ausschließlich draußen auf Freiflächen wieder Gäste bewirten. Strikte Voraussetzung ist die Einhaltung eines Hygienekonzeptes, insbesondere die Wahrung der Mindestabstände zwischen nicht in einem Hausstand lebenden Besuchern. Eine Woche später, am 25. Mai 2020 kann unter denselben Bedingungen auch der Betrieb in den Lokalen wieder beginnen. Sofern die Corona-Situation in Bayern weiter stabil bleibt, können ab Freitag, 29. Mai 2020 dann Hotel- und Beherbergungsbetriebe wieder öffnen.

Landrat Robert Niedergesäß: „Die Öffnung von Einzelhandelsgeschäften und Friseursalons machte den Anfang. Schritt für Schritt werden wir unsere Wirtschaft dabei unterstützen, dass sie ihren Betrieb wieder aufnehmen kann. Gaststätten und Restaurants sind in ihren Außenbereichen schon bald die nächsten, die öffnen dürfen. Sie leiden besonders unter dem Wegbleiben ihrer Kunden und fehlen ihrerseits im gesellschaftlichen Leben. Ich freue mich schon sehr auf einen Besuch im Biergarten."

Dienstag, 12. Mai 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Dienstag, 12. Mai 2020 insgesamt 38 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. Die Anzahl ist immer noch sehr niedrig. Es steht allerdings noch eine Reihe von Testergebnissen aus. 179 Kontakt-Personen befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis 473 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 430 von ihnen sind wieder gesund. Fünf sind leider verstorben.

Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis aktuell bei 7.05, das heißt der Wert ist im Vergleich zu gestern leicht gestiegen. Er zeigt an, wie viele Menschen sich bezogen auf 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen neu mit dem Corona-Virus infiziert haben. Bundesweit gilt: Wenn der Wert 50 erreicht, müssen vor Ort individuell Maßnahmen getroffen werden, um der Entwicklung gegenzusteuern.

In der Kreisklinik werden Stand Dienstag, 12. Mai 2020, vier infizierte Patienten behandelt. Keiner von ihnen befindet sich auf der Intensivstation. Es gibt 14 Verdachtsfälle.

Am Montag, 11. Mai 2020 wurden über das Diagnostikzentrum 55 Menschen untersucht.

92 Landkreisbürger haben gestern die Telefonnummer (08092) 823 680 des Bürgertelefons gewählt. Bei der Hotline für Betriebe und Unternehmen mit der Nummer (08092) 823 685 sind 37 Anrufe angekommen. Ein Anrufer hat sich an die Trauer-Hotline gewandt mit der Nummer (08092) 823 684.

Nachdem am Montag Mitarbeiter, die aus dem Urlaub zurückgekehrt sind, und Neueinstellungen untersucht worden sind, ist für kommenden Donnerstag bei der Firma Schustermann und Borenstein eine weitere große Abstrich-Aktion geplant. Die Mitarbeiter aller Schichten sollen untersucht werden.

Landrat Robert Niedergesäß: „Wir befinden uns erfreulicherweise gerade in einer Phase, in der wir versuchen herauszufinden, wie viel Normalität, wie viele Kontakte, wie viel Öffnung zum Beispiel von Geschäften, aber später auch von Biergärten und Restaurants, wieder möglich ist, damit wir wieder in ein normaleres Leben zurückkehren können. Es ist weiter wichtig, dass wir auf Abstände achten und, wo das nötig ist, eine Mund-Nasen-Schutzmaske tragen. Abschreckend und kontraproduktiv sind die Demonstrationen des vergangenen Wochenendes z.B. in München, mit vielen Menschen, die ohne Schutz nah beieinander stehen. Unabhängig davon, für welche Meinungen oder gegen welche Regelungen man sich öffentlich bei einer Demo einsetzen möchte, wenn man bewusst den gegenseitigen Schutz vor einer Infizierung mit SARS-CoV-2 aufgibt, setzt man Leben und Gesundheit von vielen Mitmenschen aufs Spiel.“

Montag, 11. Mai 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Montag, 11. Mai 2020 insgesamt 36 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. Die sehr niedrige Anzahl hängt auch damit zusammen, dass an diesem Wochenende keine Tests durchgeführt wurden. Am weiteren Verlauf der Zahlen in dieser Woche, wird sich dann die aktuelle Situation abbilden. 169 Kontakt-Personen befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis 468 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 427 von ihnen sind wieder gesund. Fünf sind leider verstorben.

Die Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner, die sogenannte 7-Tage-Inzidenz liegt in Ebersberg bei 4,22 und damit deutlich weit von der Grenze von 50 entfernt, bei der die örtlichen Krisenstäbe zum individuellen Gegensteuern aufgerufen sind.

In der Kreisklinik werden Stand Montag, 11. Mai 2020, vier infizierte Patienten behandelt, einer befindet sich auf der Intensivstation und muss dort beatmet werden. Es gibt 15 Verdachtsfälle.

Am Freitag, 8. Mai 2020 wurden über das Diagnostikzentrum 32 Menschen untersucht.

In den vergangenen drei Tagen haben 71 Landkreisbürger am Bürgertelefon angerufen, der Großteil von ihnen am vergangenen Freitag. Bei der Hotline für Betriebe und Unternehmen war ein Anruf zu verzeichnen. Die Beratungskapazitäten dieses Angebots sollen demnächst weiter ausgebaut und spezialisiert werden – zum Beispiel für Gastronomiebetriebe.

Unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen haben die Landkreisbürger ab heute wieder die Möglichkeit persönlich ins Landratsamt zu kommen – allerdings nur in Angelegenheiten, für die eine persönliche Vorsprache zwingend erforderlich ist. Sie müssen dazu im Vorfeld einen Termin vereinbaren – telefonisch oder per E-Mail etc.. Am Tag des Termins meldet man sich telefonisch beim zuständigen Sachbearbeiter und wird dann am Eingang abgeholt. Dort stehen Spender mit Desinfektionsmittel zur Händedesinfizierung bereit. Während man sich im Landratsamt aufhält, muss man eine Mund-Nasen-Schutzmaske tragen. Der Ansprechpartner im Landratsamt dokumentiert die Zeit des Aufenthalts seines Kunden in der Behörde.

Heute beginnen sechs Mitarbeiter des CTT (Contact Tracing Team) mit ihrer Arbeit. Außerdem ist Starttag eines neuen mobilen Abstrich-Teams für das Diagnostikzentrum.

In einer weiteren Unterkunft für Asylbewerber in Ebersberg ist ein positiver Fall aufgetreten. Alle 26 Bewohner des Hauses in der Eberhardstraße müssen ab sofort 14 Tage in Quarantäne bleiben.

Freitag, 8. Mai 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Freitag, 8. Mai 2020, nur noch 49 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet, das ist der erfreuliche Tiefststand seit dem 22. März. 169 Kontakt-Personen befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis 468 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 414 von ihnen sind wieder gesund. Fünf sind leider verstorben.

Die Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner, die sogenannte 7-Tage-Inzidenz liegt in Ebersberg bei 4,92 und damit erfreulicher Weise weit von der Grenze von 50 entfernt, bei der die örtlichen Krisenstäbe zum individuellen Handeln aufgerufen sind.

In der Kreisklinik werden Stand Freitag, 8. Mai 2020, vier infizierte Patienten behandelt, einer befindet sich auf der Intensivstation und muss dort beatmet werden. Es gibt 14 Verdachtsfälle.

Gestern wurden über das Diagnostikzentrum 104 Menschen untersucht.

Am gestrigen Mittwoch haben 90 Landkreisbürger am Bürgertelefon angerufen. Bei der Hotline für Betriebe und Unternehmen waren 28 Anrufe zu verzeichnen. Bei der Trauerhotline waren es zwei. Am Wochenende erreicht man das Bürgertelefon (08092 823 680) täglich von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr. Ab Montag wieder zu erreichen sind die Hotline für Betriebe und Unternehmen und die Trauerhotline.

Für Hörgeschädigte gibt es einen E-Mail-Service. Die Adresse: coronainfo.hoergeschaedigte@lra-ebe.de

Über die E-Mailadresse corona-gewerbe@lra-ebe.de können sich Gewerbebetriebe und Unternehmen auch schriftlich an das Landratsamt wenden.

Das Landratsamt nimmt ab der kommenden Woche wieder verstärkt seinen Betrieb auf, bleibt aber bis auf weiteres grundsätzlich geschlossen. Ab kommenden Montag, 11. Mai 2020 ist Kundenverkehr unter bestimmten eingeschränkten Rahmenbedingungen möglich. Ziel ist es den Kunden- und Besucherverkehr auf ein absolutes Minimum zu beschränken. Bevor sie ins Landratsamt kommen, brauchen Besucher einen Termin. Sie können ihn telefonisch, per E-Mail etc. mit dem zuständigen Mitarbeiter festlegen. Termine können allerdings nur für Dienstleistungen vereinbart werden, für die eine persönliche Vorsprache zwingend erforderlich ist. Zum Termin melden sich Kunden dann telefonisch beim zuständigen Sachbearbeiter. Der holt sie am Eingang ab.

Im gesamten Landratsamt besteht eine Maskenpflicht für Kunden, für Mitarbeiter während des Kundengesprächs. Sollte ein Kunde keine Mund-Nasen-Bedeckung bei sich haben, hält der Bürgerservice Masken zur Ausgabe bereit. Am Eingang stehen Spender mit Desinfektionsmitteln bereit, hier sollen Besucher sich die Hände desinfizieren, nachdem sie das Haus betreten haben.

Der Ansprechpartner im Landratsamt dokumentiert die Zeit des Aufenthalts seines Kunden in der Behörde.

Aktuelles zur Corona-Krise mit Landrat Niedergesäß --- auch in Gebärdensprache

Donnerstag, 7. Mai 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Donnerstag, 7. Mai 2020, 62 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. 174 Kontakt-Personen befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis 465 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 398 von ihnen sind wieder gesund. Fünf sind leider verstorben.

In der Kreisklinik werden Stand Donnerstag, 7. Mai 2020, sieben infizierte Patienten behandelt, einer befindet sich auf der Intensivstation und muss dort beatmet werden. Es gibt 12 Verdachtsfälle.

Gestern wurden über das Diagnostikzentrum 49 Menschen untersucht.

Am gestrigen Mittwoch haben 98 Landkreisbürger am Bürgertelefon angerufen. Man erreicht es täglich unter der Nummer (08092) 823 680. Damit haben seit Anfang März über 11 000 Landkreisbürger bei den drei Hotlines – Bürgertelefon, Wirtschaft und Betriebe, Trauer – angerufen und Rat und Informationen erhalten.

Ab kommenden Samstag ist es wieder möglich Angehörige in Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen zu besuchen. Das stellt die Betreiber der Heime vor große logistische Herausforderungen, da die Besuche einem strengen Reglement unterliegen um zu verhindern, dass das Virus eingeschleppt wird. Die Heime wurden nun gebeten die Konzepte, die sie jeweils dafür erarbeiten, dem Landratsamt vorzulegen.

Mittwoch, 6. Mai 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Mittwoch, 6. Mai 2020, 67 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. Insgesamt befinden sich aktuell 166 Kontakt-Personen im Landkreis Ebersberg in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 464 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 392 von ihnen sind wieder gesund. Fünf sind leider verstorben. Seit gestern ist ein neuer Fall hinzugekommen. Die Entwicklung der Fallzahlen verläuft also weiterhin sehr moderat. Das bildet sich auch bei der 7-Tage-Inzidenz ab. Sie hat sich von vorgestern auf gestern weiter verringert. Gestern lag der Wert bei 17.59 im Vergleich zu 92.86 am 5. April 2020. Er zeigt die Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner.

In der Kreisklinik werden Stand Mittwoch, 6. Mai 2020, acht infizierte Patienten behandelt, einer befindet sich auf der Intensivstation und muss dort beatmet werden. Eine über mehr als einen Monat lang beatmete Patientin konnte jetzt auf die Normalstation verlegt werden mit negativem Corona-Test. Es gibt 45 Verdachtsfälle. Die Zahl ist im Vergleich zu den Vortagen deshalb so hoch, weil nach einem positiven Test bei einer Patientin, die aus einem anderen Grund als Notfall in die Klinik gekommen war, eine Station isoliert werden musste, bis die Testergebnisse der Kontaktpersonen vorliegen.

Gestern wurden über das Diagnostikzentrum 216 Menschen untersucht.

Am gestrigen Dienstag haben 80 Landkreisbürger am Bürgertelefon angerufen. Man erreicht es täglich unter der Nummer (08092) 823 680. Beim telefonischen Beratungsangebot für Betriebe und Unternehmen waren 23 Anrufe zu verzeichnen.

Das Prinzip der Ausgangsbeschränkungen wird nun mit dem der Kontaktbeschränkungen ersetzt wird. Das bedeutet, dass man keinen triftigen Grund mehr braucht um Haus oder Wohnung zu verlassen. Das heißt auch, dass sich wieder mehr Menschen treffen oder auch nur über den Weg laufen. Damit die Übertragung des Corona-Virus von Mensch zu Mensch trotzdem erschwert wird, wurden verschiedene Regeln festgelegt. Wo immer es möglich ist, müssen Menschen einen Abstand von mindesten 1.5 Metern zueinander einhalten. In vielen Bereichen z.B. beim Einkaufen, in den öffentlichen Verkehrsmitteln und an den Haltestellen und Bahnsteigen ist eine Mund-Nasen-Schutzmaske Pflicht. Das gilt ebenfalls bei den ab kommenden Samstag unter eingeschränkten Bedingungen wieder möglichen Besuchen von Angehörigen in Pflegeeinrichtungen.

Sogenannte Kernfamilien können sich jetzt wieder besuchen und treffen. Dazu gehören neben den Mitgliedern des eigenen Haushalts Verwandte in gerader Linie, Kinder, Eltern, Großeltern, Geschwister also, plus eine weitere Person. Ausdrücklich nicht erlaubt ist jedoch das gemeinsame Feiern und Grillen auf öffentlichen Plätzen.

Ab heute sind die Spielplätze unter freiem Himmel wieder geöffnet. Kinder dürfen sich dort aufhalten, wenn sie von Erwachsenen begleitet werden. Die sollten, wo immer möglich, auf ausreichenden Abstand der Kinder zueinander achten.

Dienstag, 5. Mai 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Dienstag, 5. Mai 2020, 68 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. Insgesamt befinden sich aktuell 191 Kontakt-Personen im Landkreis Ebersberg in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 463 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 390 von ihnen sind wieder gesund. Fünf sind leider verstorben. Damit ist der niedrigste Stand seit 25. März erreicht.

In der Kreisklinik werden Stand Dienstag, 5. Mai 2020, acht infizierte Patienten behandelt, zwei von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen dort beatmet werden. Es gibt 22 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Ebersberg lag gestern bei 19.7, vor einem Monat am 4. April betrug dieser Wert noch 80.91. Er zeigt die Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner. Und bildet die positive Entwicklung ab, die derzeit zu verzeichnen ist und die wohl auf die verschiedenen Maßnahmen zurückzuführen ist, mit denen die Übertragungsmöglichkeiten von Mensch zu Mensch für das Virus stark eingeschränkt werden.  

Gestern haben 124 Landkreisbürger am Bürgertelefon angerufen. Man erreicht es täglich unter der Nummer (08092) 823 680. Beim telefonischen Beratungsangebot für Betriebe und Unternehmen waren 13 Anrufe zu verzeichnen. Die Nummer dafür: (08092) 823 685. An die Trauerhotline haben sich zwei Anrufer gewandt.

Das Landratsamt befindet sich derzeit im Katastrophenmodus. Das bedeutet, dass viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – am vergangenen Donnerstag waren es z.B. 190 -  in anderen Arbeitsbereichen eingesetzt sind. Viele Arbeitsfelder sind zur Bewältigung der Pandemie neu etabliert worden, die Bürgertelefone etwa, die aufwändige Ermittlung von Kontaktpersonen oder anderweitigen Arbeiten zur Unterstützung des Gesundheitsamtes, die in Zusammenhang mit der Bewältigung der Pandemie anfallen. Die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FÜGK) braucht Personal um ihre vielfältigen Aufgaben erledigen zu können. Einige konkrete Beispiele: Die Beschaffung und Lagerhaltung von Schutzmaterialen, Einrichtung und Koordinierung des Diagnostikzentrums, Einrichtung Hilfskrankenhauses. In der FÜGK werden die jetzt erforderlichen Entscheidungen, ob bei juristischen oder medizinischen Fragestellungen bearbeitet und die Kooperation mit den übergeordneten Katastrophenschutzbehörden wird koordiniert. Der Krisenstab trifft sich täglich mit Fachberatern und Vertretern von wichtigen externen Organisationen und Institutionen wie der Kreisklinik, der Polizei, des THW und BRK etc.., außerdem mit dem Versorgungsarzt und dem ärztlichen Leiter der FÜGK. Besonders im Fokus stehen dabei Altenheime, Behinderten- und Pflegeeinrichtungen. Für sie wurde ein Pandemieplan erstellt. In fast jeder Einrichtung im Landkreis war es möglich Isolierstationen einzurichten - mit der Unterstützung von Landratsamt, THW, eines ehrenamtlich engagierten Architekten. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt liegt auf Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber und andere Einrichtungen, in denen viele Menschen zusammenleben. Die Liste der Aufgaben ist lang und ändert sich täglich etwa, wenn wie kürzlich geschehen in einem größeren Betrieb Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet werden.

Landrat Robert Niedergesäß: „Heute in der Pressekonferenz hat Ministerpräsident Söder die bisherige Ausgangsbeschränkung in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt. Es freut mich, dass sich nun, wo der Muttertag vor der Tür steht, die Familien wieder treffen können. Auch die Erleichterungen in der Gastronomie, Biergartenbesuche ab 18.5. und Lokalbesuche ab 25.5. werden – zwar unter Einschränkungen – aber immerhin wieder möglich sein. Mit den bisher sehr gut umgesetzten Abstands- und Hygieneregeln haben es die Bürgerinnen und Bürger geschafft, das Virus zurückzudrängen und ich hoffe sehr, dass das auch so bleibt“.

Montag, 4. Mai

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Montag, 4. Mai 2020, 83 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. Insgesamt befinden sich aktuell 200 Kontakt-Personen im Landkreis Ebersberg in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 462 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 374 von ihnen sind wieder gesund. Fünf sind leider verstorben.

In der Kreisklinik werden Stand Montag, 4. Mai 2020, acht infizierte Patienten behandelt, zwei von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen dort beatmet werden. Es gibt 16 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

Heute sind weitere Lockerungen der Corona-Regeln in Kraft getreten. So dürfen beispielsweise Friseure ihre Geschäfte wieder öffnen. In Kirchen, Moscheen, Synagogen usw. können Gläubige wieder zusammenkommen. Demonstrationen können wieder genehmigt werden. Allerdings bedeutet das keine Rückkehr zum „Normalbetrieb“. Alle Wiederöffnungen gehen mit strengen Hygiene- und Abstandsregeln einher. Beim Friseurbesuch etwa müssen alle Beteiligten einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Getränke werden in den Salons jetzt nicht angeboten. Dienstleistungen, bei denen der Friseur nahe an das Gesicht muss wie z.B. Augenbrauen- oder Wimpernfärben, Rasieren und Bartpflege, dürfen bis auf weiteres nicht angeboten werden.

Die bisher geltenden Schutzmaßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen, Besuchsverbote, Einreise-Quarantäneverordnung sowie die Maskenpflicht beim Einkauf und im ÖPNV bleiben vorerst bis zum 10. Mai 2020 bestehen.

Großveranstaltungen wie Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern oder Konzerte bleiben bis mindestens 31. August 2020 untersagt. Auch Bars, Kneipen und Diskotheken, Sauna- und Badeanstalten sowie Kinos und Theater bleiben weiterhin geschlossen. Für Restaurants ist weiter ein Außer-Haus-Verkauf erlaubt.

Die Sonderregelung, mit der Arbeitnehmer mit Erkältungsbeschwerden sich per Telefon vom Arzt krankschreiben lassen können, gilt bis zum 18. Mai 2020.

Landrat Robert Niedergesäß: „Heute sind erfreulicherweise verschiedene Lockerungen der Regelungen in Kraft getreten, die eingeführt worden sind, um die Verbreitung des Corona-Virus in der Bevölkerung langsam verlaufen zu lassen. Das ist uns bis jetzt gelungen und insofern sind die Lockerungen auch gerechtfertigt und notwendig. Der Staat gibt damit auch ein Stück Verantwortung in die Hände der Bevölkerung zurück, was ich richtig und wichtig finde, denn die Bevölkerung ist in den letzten Wochen sehr verantwortungsvoll mit der Situation umgegangen und verdient von daher auch Vertrauen und eine Lockerung der bisherigen Einschränkungen. Vieles hat sich in unserem Alltag eingespielt, wie zum Beispiel der Abstand, der Verzicht auf einen Handschlag und einiges mehr. Auf diesem Weg müssen wir nun voranschreiten, damit es zeitnah weitere Lockerungen geben kann, wie z.B. im sozialen Miteinander, in der Wirtschaft, im Sport und der Kultur.“

Donnerstag, 30. April 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Donnerstag, 30. April 2020, 125 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. Insgesamt befinden sich aktuell 267 Personen im Landkreis Ebersberg in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 456 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 326 von ihnen sind wieder gesund. Fünf sind leider verstorben. Die Anzahl der Infizierten ist im Vergleich zur Vorwoche, in der die Zahl noch bei 97 lag, um 29 % gestiegen.

In der Kreisklinik werden Stand Donnerstag. 30. April 2020, acht infizierte Patienten behandelt, zwei von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen dort beatmet werden. Es gibt 29 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

Über das Diagnostikzentrum wurden am Mittwoch 29 Personen untersucht.

Am Bürgertelefon des Landratsamtes haben sich am Mittwoch 92 Anrufer informiert. Wegen des Feiertages morgen ist das Bürgertelefon nur von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr besetzt. Das gilt auch für das kommende Wochenende. Die Hotline für Betriebe und Unternehmen ist ab Montag, 4. Mai wieder erreichbar. Dort waren am Mittwoch 24 Anrufe zu verzeichnen.

Das Bürgertelefon (08092 823 680) ist unter der Woche an Arbeitstagen von 7.30 Uhr bis 18.00 Uhr besetzt. Die Hotline für Betriebe und Unternehmen (08092 823 685) steht von 7.30 Uhr bis 17.00 zur
Verfügung, am Donnerstag ebenfalls bis 18.00 Uhr, am Freitag nur bis 12.30 Uhr.

Die Trauer-Hotline erreicht man unter der Telefonnummer (08092) 823 684 und zwar am Montag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr, am Dienstag von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr, am Donnerstag von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr.

Für morgen ist in Ebersberg eine Demonstration angekündigt. Sie kann unter bestimmten Voraussetzungen auch in diesen Zeiten stattfinden. So darf die Teilnehmerzahl 50 nicht überschreiten. Zwischen allen Teilnehmern muss ein Mindestabstand von 1,5 m gewahrt werden und jeder Körperkontakt zwischen Versammlungsteilnehmern oder Dritten vermieden werden. Dazu gehört auch, dass keine Flugblätter oder sonstigen Gegenstände verteilt werden dürfen. Die Versammlung findet ausschließlich an einem gleichbleibenden Ort unter freiem Himmel statt. Ihre Dauer ist auf höchstens 60 Minuten beschränkt. Den Teilnehmern wird das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes empfohlen.

Weil offenbar in den letzten Wochen die Landkreisbürger vermehrt online bestellt haben, sind die Container für Papier und Kartonnagen häufig sehr voll. Bevor man einen Karton eingibt, sollte man ihn zerkleinern, so dass er weniger Platz einnimmt. Wenn man mehrere und größere
Kartonverpackungen zu entsorgen hat, kann man das auch am Wertstoffhof der Gemeinde tun und so die Container an den Wertstoffinseln entlasten.

Wer die Zahlen, die das LGL veröffentlicht, mit den Zahlen des Gesundheitsamts Ebersberg vergleicht, dem wird auffallen, dass in dessen Statistik ein Fall weniger als in der des LGL aufgeführt ist. Der Grund: Ein Fall wird vom LGL doppelt geführt, da er zusätzlich von einem anderen Gesundheitsamt gemeldet wurde. Da aber die betroffene Person ihren Hauptwohnsitz im Landkreis Ebersberg hat, wird sie in der Statistik für den Landkreis aufgeführt. Das LGL wird seine Zahlen entsprechend anpassen.

Die sogenannte „Sieben-Tage-Inzidenz“ ist eine statistische Zahl der innerhalb von sieben Tagen registrierten Neuinfektionen bezogen auf 100.000 Einwohner. Sie liegt aktuell im Landkreis bei 32.36. Vor einem Monat, am 30. März lag sie noch bei 80.91. Seinen Tiefstand in diesem Zeitraum hatte dieser Wert am 23. April mit 21.81.

Landrat Robert Niedergesäß: „Aus den Statistiken der letzten Tage lässt sich ein Ansteigen der Corona-Fallzahlen in unserem Landkreis ablesen. Das heißt, es bleibt dabei, trotz der Lockerungen müssen wir sehr bewusst darauf achten, mit welchem Verhalten wir die Ausbreitung des Virus beschleunigen oder verhindern helfen. Das dürfte besonders am kommenden langen Wochenende eine Herausforderung sein. Aber mit der schrittweisen Rücknahme der staatlichen Regulierungen, die ja von vielen teils vehement gefordert wird, müssen wir stärker in die Eigenverantwortung gehen. Wie sich jeder einzelne entscheidet, das wirkt sich auch auf das Pandemiegeschehen insgesamt aus. Ich wünsche mir sehr, dass es uns auch mit weniger strikten Regeln gemeinsam gelingt, eine zweite Infektionswelle zu verhindern.“

Mittwoch, 29. April 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Mittwoch, 29. April 2020, 114 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. Insgesamt befinden sich aktuell 151 Personen im Landkreis Ebersberg in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 443 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 324 von ihnen sind wieder gesund. Fünf sind leider verstorben.

In der Kreisklinik werden Stand Dienstag, 29. April 2020, sieben infizierte Patienten behandelt, zwei von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen dort beatmet werden. Es gibt 19 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

Über das Diagnostikzentrum wurden am Dienstag 150 Personen untersucht.

Am Bürgertelefon des Landratsamtes haben sich am Dienstag 85 Anrufer informiert. Das Bürgertelefon (08092 823 680) ist unter der Woche an Arbeitstagen von 7.30 Uhr bis 18.00 Uhr besetzt. Die Hotline für Betriebe und Unternehmen (08092 823 685) steht von 7.30 Uhr bis 17.00 zur Verfügung, am Donnerstag ebenfalls bis 18.00 Uhr, am Freitag nur bis 12.30 Uhr. Dort waren am Dienstag 28 Anrufe zu verzeichnen.

Die Trauer-Hotline erreicht man unter der Telefonnummer (08092) 823 684 und zwar am Montag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr, am Dienstag von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr, am Donnerstag von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr.

Die Untersuchungsergebnisse der Firma Schustermann und Borenstein liegen inzwischen vor. Von den 903 Abstrichen waren 81 positiv, das sind 9 %. Das entspricht auch dem, was im Diagnostikzentrum prozentual an Covid-positiven Ergebnissen aufgedeckt wird. 7 davon sind aus dem Landkreis Ebersberg, die Mehrzahl der Fälle kommt aus München. Schon die ganze Woche wurde ein umfangreiches Konzept zusammen mit der Unternehmensleitung erarbeitet und nun umgesetzt. Regelmäßige Abstriche sollen dazu führen, das Virus in dem Betrieb auszutrocknen. Dem Krisenstab wird täglich berichtet.

„Wir wissen nicht, wann eine Lieferung kommt und auch nicht was geliefert wird“, diese Aussage in der heutigen Krisenstab-Sitzung fasst die Problematik rund um die zentrale Verteilung von Schutzmaterialien zusammen. Die FÜGK im Landratsamt kommuniziert die Probleme regelmäßig an die vorgesetzten Behörden. Nach wie vor erhält der Landkreis nicht die Materialien in genügender Anzahl und Qualität, wie sie gebraucht würden.

Dienstag, 28. April 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Dienstag, 28. April 2020, 111 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. Insgesamt befinden sich aktuell 163 Personen im Landkreis Ebersberg in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 439 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 323 von ihnen sind wieder gesund. Fünf sind leider verstorben.

In der Kreisklinik werden Stand Dienstag, 28. April 2020, sieben infizierte Patienten behandelt, zwei von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen dort beatmet werden. Es gibt 16 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

Gestern ist ein weiterer Landkreisbürger im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben. Es handelt sich um einen vorerkrankten 79jährigen Poinger Mitbürger.

Über das Diagnostikzentrum wurden am Montag 377 Personen untersucht.

Am Bürgertelefon des Landratsamtes haben sich am Montag 113 Anrufer informiert. Das Bürgertelefon (08092 823 680) ist unter der Woche an Arbeitstagen von 7.30 Uhr bis 18.00 Uhr besetzt. Die Hotline für Betriebe und Unternehmen (08092 823 685) steht von 7.30 Uhr bis 17.00 zur Verfügung, am Donnerstag ebenfalls bis 18.00 Uhr, am Freitag nur bis 12.30 Uhr. Dort waren am Montag 33 Anrufe zu verzeichnen.

Die Trauer-Hotline erreicht man unter der Telefonnummer (08092) 823 684 und zwar am Montag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr, am Dienstag von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr, am Donnerstag von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Am Montag hat sich ein Anrufer dorthin gewandt.

Neben der staatlichen Unterkunft in Grub sind in vier dezentralen Asylbewerber-Unterkünften des Landkreises einzelne Bewohner bzw. die gesamte Unterkunft wegen Corona-Infektionen in Quarantäne.

Am vergangenen Wochenende und Montagabend wurde ein großer Teil der über 900 Mitarbeiter der Firma Schustermann & Borenstein, die dort im Schichtbetrieb arbeiten, auf eine Infektion mit dem Corona-Virus untersucht, weil dort vermehrt Fälle festgestellt wurden. Bei den ersten 640 Abstrichen vom Wochenende hatten 61 ein positives Testergebnis und sind in Quarantäne, nur fünf davon stammen allerdings aus dem Landkreis Ebersberg. Die für die anderen zuständigen Kreisverwaltungen bzw. Gesundheitsämter sind informiert. Die Firma betreibt in Poing ein Logistikzentrum für den Online-Versandhandel mit Bekleidung und Accessoires. Sie kooperiert sehr eng mit dem Gesundheitsamt und hat ein sehr umfangreiches Konzept vorgelegt, um weitere Infektionen unter den Mitarbeitern einzudämmen. Derzeit finden täglich Abstimmungsgespräche statt, um das Virus unter der Belegschaft auszutrocknen, dichte Untersuchungszyklen überwachen die Entwicklung.

Landrat Robert Niedergesäß: „Trotz der sich abzeichnenden oder schon realisierten Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen zeigt ein Blick auf die weiterhin steigenden Infizierten-Zahlen, dass wir uns immer noch mitten in der Pandemie befinden. Man sieht es auch daran, dass allein im Landratsamt Ebersberg täglich fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Bewältigung der Krise arbeiten. Ein Schwerpunkt dabei ist die oft aufwändige Ermittlung von Kontaktpersonen von Infizierten. Für diese Aufgabe erhalten die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Unterstützung von innerhalb und außerhalb unserer Kreisbehörde. In der kommenden Woche wird diese wichtige Arbeit in sogenannte CTTs (Contact Tracing Teams) organisiert, weiter professionalisiert und personell verstärkt - ein wichtiger Beitrag um die Ausbreitung des Virus besser nachzuverfolgen und dadurch unter Kontrolle zu bekommen.“

Montag, 27. April 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Montag, 27. April 2020, 111 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. Insgesamt befinden sich aktuell 158 Personen im Landkreis Ebersberg in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 435 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 320 von ihnen sind wieder gesund. Vier sind leider verstorben.

In der Kreisklinik werden Stand Montag, 27. April 2020, sieben infizierte Patienten behandelt, drei von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen dort beatmet werden. Es gibt 19 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

Am Bürgertelefon des Landratsamtes haben sich am Wochenende 17 Anrufer informiert.

Das Bürgertelefon (08092 823 680) ist unter der Woche an Arbeitstagen von 7.30 Uhr bis 18.00 Uhr besetzt. Die Hotline für Betriebe und

Unternehmen (08092 823 685) steht von 7.30 Uhr bis 17.00 zur Verfügung, am Donnerstag ebenfalls bis 18.00 Uhr, am Freitag nur bis 12.30 Uhr.

Die Trauer-Hotline erreicht man unter der Telefonnummer (08092) 823 684 und zwar am Montag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr, am Dienstag von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr, am Donnerstag von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Sie wurde eingerichtet um Trauernden in diesen schwierigen Zeiten beizustehen, in denen z.B. Beerdigungen nur im kleinsten Kreis stattfinden können. Aber auch in außergewöhnlichen Zeiten sterben Menschen. Meist sterben sie in Krankenhäusern und Altenheimen und selten zuhause. Manchmal sterben sie nach langer Krankheit und manchmal sehr plötzlich. Die Besuchsverbote und Einschränkungen, die zur Eindämmung des Corona-Virus erlassen wurden, machen es Angehörigen oft nicht möglich, sich von geliebten Menschen zu verabschieden oder Notwendiges noch miteinander zu regeln. Die Besuchsverbote und Ausgangsbeschränkungen bedeuten Verlust von Kontakt und des Miteinander. Das sind Belastungen für alle und ganz besonders für Trauernde.

In einer Pressemitteilung informiert Holger Kiesel, Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung zur Maskenpflicht beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln: Für manche Menschen mit Behinderung ist eine Maskenpflicht nicht einhaltbar. Sie können aufgrund ihrer Behinderung keine Maske tragen. Sei es, weil sie nicht verstehen, warum sie Mund und Nase bedecken müssen, oder weil sie körperlich bedingt nichts über Mund und Nase tragen können. Falls also das Tragen einer Maske aus ärztlicher Sicht beispielsweise wegen einer dadurch entstehenden Atemnot im Einzelfall unzumutbar ist, kann darauf verzichtet werden. Es muss in diesen Fällen keine Sanktionierung befürchtet werden, wenn die Einschränkungen durch die betroffene Person selbst oder den Betreuer/Begleiter glaubhaft gemacht werden. Dazu ist ein Schwerbehindertenausweis oder ein entsprechendes ärztliches Attest hilfreich.

An den Wertstoffhöfen der Gemeinden normalisiert sich der Betrieb zunehmend auch bei der Annahme kostenpflichtiger Fraktionen – selbstverständlich unter Berücksichtigung der gebotenen Sicherheitsvorkehrungen.

Samstag, 25. April 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Samstag, 25. April 2020, 109 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. Insgesamt befinden sich aktuell 245 Personen im Landkreis Ebersberg in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 432 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 319 von ihnen sind wieder gesund. Vier sind leider verstorben.

In der Kreisklinik werden Stand Samstag, 25. April 2020, sieben infizierte Patienten behandelt, drei von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen dort beatmet werden. Es gibt 15 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

34 Personen wurden gestern über das Diagnostikzentrum untersucht.

Am Bürgertelefon des Landratsamtes haben sich am 24. April 2020 78 Anrufer informiert. Bei der Hotline für Betriebe und Unternehmen waren 13 Anrufe zu verzeichnen. Seit Anfang März haben über 10 000 Landkreisbürger diese Angebote wahrgenommen.

Das Bürgertelefon (08092 823 680) ist heute, Samstag und morgen, Sonntag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr besetzt. Die Hotline für Betriebe und Unternehmen (08092 823 685) macht an den Wochenenden Pause und steht wie gewohnt am Montag wieder zur Verfügung.

Ab sofort sucht die Firma Eurofins in Ebersberg für eine befristete Tätigkeit Laborhilfskräfte – auch in Teilzeit. Die Bewerber sollten deutsch sprechen und präzise arbeiten können. Ansonsten werden keine besonderen Anforderungen gestellt. Die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden angelernt. Sie arbeiten mit Mundschutz und Brille. Insgesamt werden 80 neue Kräfte gesucht, um einen 3-Schicht-Betrieb abbilden zu können. Wer sich für diese befristete Tätigkeit interessiert, kann per E-Mail zu der Firma Kontakt aufnehmen und zwar mit der Adresse julianschlossmacher@eurofins.de. Die Erweiterung und Umstellung in der Firma ermöglichen erhöhte Corona-Testkapazitäten auch für Abstriche aus dem Landkreis. Mehr Tests wiederum sind ein Schlüssel zur Eindämmung der Pandemie.

Landrat Robert Niedergesäß: „Die Schulen im Landkreis zeigen sich gut vorbereitet auf die teilweise Wiederaufnahme des Lernbetriebs am kommenden Montag. Bei meinem Besuch gestern in der Realschule in Ebersberg habe ich einen Eindruck davon bekommen, was das konkret heißt. Von Abstandsregeln, Lenken der Wege, die die Schüler nehmen zu Möglichkeiten der Händedesinfektion usw.. U.a. auch mit den zur Verfügung gestellten Masken leistet der Landkreis einen Beitrag dazu. Ich wünsche allen, die am Montag wieder starten einen guten Wiedereinstieg und bitte sie sich an die neuen Regeln zu halten, damit unsere schrittweise Rückkehr zu einer Normalität nicht zu abrupt steigenden Infizierten-Zahlen und mehr Erkrankungen führt.“

Freitag, 24. April 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Freitag, 24. April 2020, 105 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. Insgesamt befinden sich aktuell 253 Personen im Landkreis Ebersberg in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 420 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 311 von ihnen sind wieder gesund. Vier sind leider verstorben.

In der Kreisklinik werden Stand Freitag, 24. April 2020, sieben infizierte Patienten behandelt, drei von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen dort beatmet werden. Es gibt 14 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

50 Personen wurden gestern über das Diagnostikzentrum untersucht.

Am Bürgertelefon des Landratsamtes haben sich am 23. April 2020 122 Anrufer informiert. Bei der Hotline für Betriebe und Unternehmen waren 27 Anrufe zu verzeichnen, bei der Trauer-Hotline einer.

Das Bürgertelefon (08092 823 680) wird am Samstag und Sonntag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr besetzt sein. Die Hotline für Betriebe und Unternehmen (08092 823 685) macht an den Wochenenden Pause und steht wie gewohnt am Montag wieder zur Verfügung.

Für die Öffnung weiterer Läden ab kommendem Montag sind auf der Homepage des Landratsamtes Druckvorlagen des Handelsverbandes für Hinweisschilder bereitgestellt. Sie können kostenfrei heruntergeladen werden. Die Adresse: www.lra-ebe.de.

Versorgungsarzt Dr. Marc Block informiert über eine Änderung bei der medizinischen Betreuung in den Senioren- und Pflegeeinrichtungen im Landkreis: Ab sofort kann wieder der eigene Hausarzt der Bewohnerinnen und Bewohner zum Hausbesuch in die Einrichtungen kommen.

Außerdem weist der Versorgungsarzt darauf hin, dass man beim Besuch in einer Arztpraxis eine Mund-Nasen-Maske tragen sollte. Das sei zwar noch keine Vorschrift, aber aus medizinischen Gründen sehr sinnvoll, um zum Beispiel im Wartezimmer die Übertragung von Viren zu verhindern.

Landrat Robert Niedergesäß hat heute der Realschule Ebersberg stellvertretend für alle Schulen im Landkreis Mund-Nasen-Schutzmasken für den partiellen Schulstart am kommenden Montag vorbeigebracht. Schulleiter Rudolf Bäuml und die Schülerinnen Antonia Kühn und Christina Eichner haben sich über den Besuch gefreut und die Masken gerne entgegengenommen. Gymnasien-, Realschulen, Mittelschulen und Schulen privater Träger wurden vom Landkreis mit insgesamt 3500 Masken ausgestattet. Ehrenamtliche haben sie aus dem Vlies-Stoff genäht haben, den der Freistaat den Kreisverwaltungen zur Verfügung gestellt hat. Den professionellen Zuschnitt dazu haben sie kostenlos von der Firma IAC aus Ebersberg erhalten. Insgesamt haben die ehrenamtlichen Näherinnen im Auftrag des Landkreises über 6000 MNS-Masken für die Schulen genäht.

Landrat Robert Niedergesäß: „Mein herzlicher Dank gilt allen, die sich ehrenamtlich bei der Herstellung der Mund-Nasen-Schutzmasken eingebracht haben. Wenn am Montag die ersten Schülerinnen und Schüler und das Lehrpersonal wieder in die Schulen kommen, sind Hygienemaßnahmen unerlässlich. Deshalb ist es mir besonders wichtig, dass für jeden Schüler, jede Schülerin und für deren Lehrkräfte eine Maske zur Verfügung steht. Wir müssen versuchen trotz der verstärkten Kontakte die Verbreitung des Corona-Virus möglichst gering zu halten. Wir sind noch lange nicht am Ende dieser Krise, die schrittweisen Lockerungen können nur funktionieren, wenn alle sich weiterhin entsprechend vernünftig, besonnen und rücksichtsvoll verhalten. Das Tragen von Masken gehört ebenso dazu wie das Abstandhalten und das regelmäßige Händewaschen. Das alles ist eine Gratwanderung und eine weitere Herausforderung für uns alle. Das müssen wir uns immer wieder bewusst machen.“

Donnerstag, 23. April 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Donnerstag, 23. April 2020, 97 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. Insgesamt befinden sich aktuell 353 Personen im Landkreis Ebersberg in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 410 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 309 von ihnen sind wieder gesund. Vier sind leider verstorben.

In der Kreisklinik werden Stand Donnerstag, 23. April 2020, sieben infizierte Patienten behandelt, drei von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen dort beatmet werden. Es gibt 15 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

39 Personen wurden gestern über das Diagnostikzentrum untersucht.

Am Bürgertelefon des Landratsamtes haben sich am 22. April 2020 104 Anrufer informiert. Bei der Hotline für Betriebe und Unternehmen waren 16 Anrufe zu verzeichnen.

In der Unterkunft für Asylbewerber der Regierung von Oberbayern in Grub kommt es immer wieder zu Problemen mit einem Teil der Bewohner, die die Quarantäne-Maßnahmen dort nicht befolgen möchten. Ein Problem dabei ist, dass sich bei einer neu festgestellten Infektion die Quarantäne-Zeit für alle Bewohner entsprechend verlängert, was bei manchen Mitbewohnern auf Unverständnis stößt. In zahlreichen Gesprächen mit den Betroffenen wird versucht Verständnis für die Situation zu erreichen. Vertreter des Landratsamts, des Gesundheitsamtes, der Polizei und der Regierung von Oberbayern sind immer wieder vor Ort.

In zwei weiteren Asylunterkünften im Landkreis gibt es ebenfalls Bewohner, die an Covid-19 erkrankt sind. Eine davon befindet sich wie berichtet in Poing. Neu hinzugekommen ist eine Unterkunft in Ebersberg. Wegen eines positiven Corona-Falls dort sind alle 13 Bewohner in Quarantäne.

Um die Infektionsketten besser rückverfolgen zu können und damit mögliche Infizierte auf diese Weise zeitnah in Quarantäne gehen können, werden in den Landratsämtern sogenannte Contact-Tracing-Teams (CTT) installiert. In Ebersberg starten sie nach und nach ab dem 4. Mai. Pro 20.000 Einwohner arbeitet ein fünfköpfiges Team, insgesamt werden also sieben Teams mit insgesamt 35 Mitarbeitern tätig werden. „Tracing“ beschreibt, dass ausgehend von erkannten oder zumindest vermuteten Infektionen schnellstmöglich die Spur aufzunehmen ist und abgeklärt werden muss, mit welchen Personen der neu Infizierte in jüngster Zeit in Kontakt war. Durch die Rückverfolgung der Infektionskette können weitere infektiöse Personen gefunden werden. Mit den entsprechenden Quarantänemaßnahmen soll so die Ausbreitung des Virus erschwert werden. Dass dieser Ansatz praktikabel ist und auch wirkt, weiß man bereits seit Beginn der Corona-Krise aus den Erfahrungen im Zusammenhang mit den Fällen bei der Firma Webasto im Süden Münchens.

Das zuständige Gesundheitsamt überwacht die Einhaltung der Quarantäne. Kontaktpersonen kommen auch dann in Quarantäne, wenn sie keine Symptome zeigen.

Landrat Robert Niedergesäß: „Wir müssen alle Möglichkeiten nutzen, die wir haben, um das Virus einzudämmen. Die CTTs werden dazu einen essentiellen Beitrag leisten. Wichtig sind in diesem Zusammenhang auch schnelle Tests, so dass die Betroffenen zeitnah wissen, ob sie Träger des Virus sind oder nicht. Bis dahin ist es wichtig, dass sie in Quarantäne bleiben.“

Mittwoch, 22. April 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Mittwoch, 22. April 2020, 98 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. Damit liegt die Zahl der aktuell Infizierten erstmals seit Ende März wieder unter 100. Insgesamt befinden sich aktuell 265 Personen im Landkreis Ebersberg in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 400 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 298 von ihnen sind wieder gesund. Vier sind leider verstorben.

In der Kreisklinik werden Stand Mittwoch, 22. April 2020, sieben infizierte Patienten behandelt, drei von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen dort beatmet werden. Es gibt 22 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

49 Personen wurden gestern über das Diagnostikzentrum untersucht.

Am Bürgertelefon des Landratsamtes haben sich am 21. April 2020 135 Anrufer informiert. Bei der Hotline für Betriebe und Unternehmen waren 32 Anrufe zu verzeichnen.

Ab dem kommenden Wochenende werden das Bürgertelefon mit der Nummer (08092) 823 680 am Wochenende und an Feiertagen nur noch vormittags von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr besetzt sein. Die Erfahrung der letzten Wochenenden und Feiertage hat gezeigt, dass an den Nachmittagen kaum noch Anrufe eingehen.

Am kommenden Montag tritt auch im Landkreis Ebersberg die sogenannte Maskenpflicht beim Einkaufen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Kraft. Sie bedeutet, dass man in Geschäften und in S-Bahn, Bus etc. einen Mund-Nasen-Schutz tragen muss. Das kann eine einfache Einweg-Mund-Nasenschutz-Maske sein, eine Stoffmaske oder auch ein Schal oder Tuch über Mund und Nase. Wichtig ist eine gute Hygiene bei den wiederverwendbaren Masken, Tüchern etc.. Sie müssen regelmäßig bei mindestens 60 Grad gewaschen werden, besser sind 90 Grad. Der Einweg-Mund-Nasenschutz muss regelmäßig gewechselt werden, da er bei längerem Tragen durchfeuchtet und dann mehr schadet als nützt. Hintergrund für die Maskenpflicht ist, dass sich das Corona-Virus überwiegend über Tröpfchen-Infektion von Mensch zu Mensch verbreitet. Man kann Träger des Virus sein ohne es zu wissen und auch, wenn man selbst zu einem späteren Zeitpunkt Symptome entwickelt, ist man bereits während der vorausgehenden Inkubationszeit ansteckend. Bei jedem Husten, Niesen, starken Räuspern, Lachen etc. verlassen sehr kleine Tröpfchen Flüssigkeit mit der Atemluft den Körper und geben dem Virus die Chance sich einen neuen Wirt zu erobern. Davor sollen die Masken schützen.

Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Medizinische Fachangestellte, Medizinstudentinnen und –studenten usw., die sich vorstellen können bei Bedarf im Hilfskrankenhaus in Ebersberg zu arbeiten und das medizinische Personal der Kreisklinik zu unterstützen, werden weiterhin gebeten sich zu melden. Sie werden in eine Liste aufgenommen und im Ernstfall kontaktiert. Auf der Homepage des Landratsamtes finden sie unter www.lra-ebe.de den Link zu einem entsprechenden Bewerberportal.

Landrat Robert Niedergesäß: „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Maßnahmen der vergangenen Wochen Wirkung zeigen, trotz aller Schwierigkeiten und Probleme, die sie mit sich gebracht haben. Wenn jetzt in aller Vorsicht und Behutsamkeit Lockerungen eingeführt werden, wenn Geschäfte in den nächsten Wochen wieder öffnen, Schulen nach und nach den Betrieb wieder aufnehmen usw.., dann müssen wir ganz besonders aufeinander aufpassen. Mir gefällt der Gedanke, dass die einfachen Masken, die wir beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln nun tragen müssen, dazu da sind, unsere Mitmenschen zu schützen, nicht in erster Linie uns selbst. Wir tragen sie in der Fürsorge füreinander. Vom Effekt profitieren wir natürlich alle, denn, was wir nun gemeinsam verhindern müssen, ist eine zweite Infektionswelle. Deshalb: Bitte fühlen Sie sich zuständig für die Gesundheit der Menschen, mit denen sie in Kontakt kommen. Und halten Sie Abstand, wo immer das möglich ist.“

Dienstag, 21. April 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Dienstag, 21. April 2020, 109 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. Insgesamt befinden sich aktuell 291 Personen im Landkreis Ebersberg in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 399 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 286 von ihnen sind wieder gesund.

Wie erst heute bekannt geworden ist, ist am Wochenende ein über 80jähriger Landkreisbürger, der mit dem Corona-Virus infiziert war, in der Kreisklinik verstorben. Heute Mittag starb ein weiterer Patient mit 69 Jahren in der Klinik, auch er litt unter einer schweren Vorerkrankung. Beide Patienten stammen aus der Gemeinde Vaterstetten. Somit beklagt der Landkreis Ebersberg mittlerweile insgesamt vier Todesfälle, drei davon sind in der Kreisklinik Ebersberg verstorben.

In der Kreisklinik werden Stand Dienstag, 21. April 2020, sieben infizierte Patienten behandelt, drei von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen dort beatmet werden. Es gibt 24 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

Heute wurden an der Klinik über 500.000 Mund-, Nasenschutz-, OP-Masken angeliefert, was einem Jahresbedarf entspricht. Landrat Robert Niedergesäß bedankt sich bei Sonja Ziegltrum-Teubner, der Geschäftsführerin der Bayerischen Blumenzentrale in Parsdorf, sie konnte die Masken durch ihre Kontakte vermitteln. „Unsere Unternehmer im Landkreis haben uns in den letzten Wochen schon mehrfach unterstützt und durch gute Kontakte Schutzmaterialien vermittelt.“

51 Personen wurden gestern über das Diagnostikzentrum untersucht.

Am Bürgertelefon des Landratsamtes haben sich am 20. April 2020 122 Anrufer informiert. Bei der Hotline für Betriebe und Unternehmen waren 35 Anrufe zu verzeichnen. Eine Person hat sich an die Trauerhotline gewandt.

Im Saal des Verwaltungsgebäudes an der Kolpingstraße in Ebersberg fand heute eine Schulung von Pflegepersonal von Senioren- und Behinderteneinrichtungen aus dem Landkreis statt. Mitarbeiter des BRK erklärten den richtigen Umgang mit der Schutzausrüstung, die bei der Pflege von Menschen gebraucht wird, die mit dem Corona-Virus infiziert sind.

Landrat Robert Niedergesäß: „Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, dass es innerhalb kürzester Zeit gelungen ist, an 11 von 14 Alten- und Pflegeheimen eigene Isolierstationen einzurichten, in den Corona-Patienten betreut werden können, ohne die Einrichtung verlassen zu müssen. Das ist ein Standard, der nicht selbstverständlich ist.“ In drei Einrichtungen war dies räumlich nicht möglich, dort können Betroffene aber in anderen Einrichtungen des gleichen Trägers versorgt werden.


Weiterhin gesucht wird medizinisches Personal, das bei Bedarf zum Beispiel im Hilfskrankenhaus eingesetzt werden kann. Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Medizinische Fachangestellte, Medizinstudentinnen und –studenten können sich bei Interesse auf unserem Bewerberportal registrieren.
Zum Anklicken bereit steht auf der Homepage des Landratsamtes ein neues Video, in dem Landrat Robert Niedergesäß zu verschiedenen Themen der aktuellen Pandemie-Lage informiert.

Landrat Niedergesäß zum aktuellen Stand in der Corona-Krise

Montag, 20. April 2020

Ein zweiter Landkreisbürger, der mit dem Corona-Virus infiziert war, ist leider verstorben. Es handelt sich um einen 80-Jährigen aus dem südlichen Landkreis. Er wurde in einer Klinik im Landkreis Miesbach stationär behandelt und hatte eine Vorerkrankung.

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Montag, 20. April 2020, 110 Corona-Infektionen gemeldet. Insgesamt befinden sich aktuell 298 Personen im Landkreis Ebersberg in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 393 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 281 von ihnen sind wieder gesund. Zwei Corona-Patienten aus dem Landkreis sind bisher verstorben. Diese stabilen Zahlen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass es jederzeit wieder zu einem Ansteigen der Zahl der Infektionen kommen wird, sobald die Kontakte zunehmen und die Mindestabstände nicht eingehalten werden.

In der Kreisklinik werden Stand Montag, 20. April 2020, 7 infizierte Patienten behandelt, vier von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen dort beatmet werden. Es gibt 19 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

33 Landkreisbürger haben sich am Wochenende an das Bürgertelefon (08092) 823 680 im Landratsamt gewandt.

Ein Problem stellt die Quarantäne in der Asyl-Unterkunft der Regierung von Oberbayern in Grub dar. Einige Bewohner halten sich nicht an die Quarantänebestimmungen. Zwei von ihnen haben erheblichen Widerstand geleistet, als die Polizei sie wieder in die Einrichtung zurückbringen wollte. Sie wurden in Polizeigewahrsam genommen.

Die Vorbereitungen für die Aufnahme des Schulbetriebs der Abschlussklassen am kommenden Montag haben begonnen. An den Schulen soll es Schutzmasken und ausreichend Desinfektionsmittel geben, dies ist in dieser Woche zu organisieren

Zur Verbesserung der Diagnostik werden sogenannte Contact Tracing Teams (CTT) installiert, pro 20.000 Einwohner sollen 5 Personen die frühzeitige Erkennung und Isolierung von Infizierten sowie die Isolierung enger Kontaktpersonen organisieren. Regierungspräsidentin Maria Els hat heute Landrat Robert Niedergesäß hierfür telefonisch 35 Kräfte zugesagt, die demnächst dem Landkreis Ebersberg zugeordnet werden. Darüber hinaus wird an einer weiteren Ausweitung der Abstriche gearbeitet, die Sollkapazitäten des Diagnostikzentrums werden derzeit nicht ausgenutzt.

Samstag, 18. April 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Samstag, 18. April 2020, 117 Corona-Infektionen gemeldet. Insgesamt befinden sich aktuell 331 Personen im Landkreis Ebersberg in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 390 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 272 von ihnen sind wieder gesund. Ein Corona-Patient aus dem Landkreis ist bisher verstorben.

Über das Diagnostikzentrum wurden Freitag den 17. April 2020, 71 Menschen auf eine Infizierung mit dem Corona-Virus untersucht.

In der Kreisklinik werden Stand Samstag, 18. April 2020, 9 infizierte Patienten behandelt, fünf von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen dort beatmet werden. Es gibt 16 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

96 Landkreisbürger haben sich gestern an das Bürgertelefon (08092) 823 680 im Landratsamt gewandt. 24 Betriebe haben sich unter der (08092) 823 685 beraten lassen.

Der Landkreis Rosenheim hat die FÜGK des Landkreises Ebersberg um Unterstützung gebeten, weil dort an einigen Brennpunkten Pflegepersonal und auch Versorgungsmaterial knapp werden. Ebersberg wird helfen, soweit das möglich ist. Motto: „Wir lassen unsere Nachbarn nicht im Stich.“

Aktuell haben 300 Mitarbeiter des Landratsamtes die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten. Bereits jetzt werden Optionen für die Zeit geprüft, in der die Mitarbeiter wieder in ihren eigentlichen Arbeitsbereichen eingesetzt sind, die jetzt für die Bewältigung der Pandemie arbeiten. Die Rückkehr zur normalen Arbeit nach Beendigung des Katastrophenfalles wird nicht einfach sein, derzeit arbeiten 180 Mitarbeiter in der Corona-Krise. Schon jetzt bereitet sich das Landratsamt auf eine Phase vor, in der weiter die Gefahr besteht, dass das Virus am Arbeitsplatz übertragen wird, aber noch kein Impfstoff oder Medikament zur Verfügung steht. Auch an den Arbeitsplätzen müssen die Abstände eingehalten werden.

Zum kommenden Montag, 20. April 2020 treten Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen in Kraft. Wichtige Informationen dazu findet man auf der Homepage des Bayerischen Innenministeriums unter der Adresse https://www.stmi.bayern.de/.

Mehr Kontakt untereinander bedeutet immer auch mehr Möglichkeiten für das Virus sich von Mensch zu Mensch zu verbreiten. Wer diesen Gedanken als Basis für die eigenen Entscheidungen nimmt und vor diesem Hintergrund freiwillig und verantwortungsbewusst auf das ein oder andere auch verzichtet, was möglich wäre, der trägt dazu bei sich und anderen Leid zu ersparen und eventuell sogar Leben zu retten. Das tut auch, wer sich bewusst und genau an die Abstandsregelungen und Hygienevorschriften hält und zum Schutz der anderen eine Mund-Nasen-Schutzmaske trägt – ganz besonders dort, wo mehr Menschen zusammenkommen, in den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Beispiel oder auch beim Einkaufen.

Freitag, 17. April 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Freitag, 17. April 2020, 113 Corona-Infektionen gemeldet. Insgesamt befinden sich aktuell 240 Personen im Landkreis Ebersberg in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 383 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 269 von ihnen sind wieder gesund. Ein Corona-Patient aus dem Landkreis ist bisher verstorben.

Über das Diagnostikzentrum wurden gestern, 16. April 2020, 51 Menschen auf eine Infizierung mit dem Corona-Virus untersucht.

In der Kreisklinik werden Stand Freitag, 16. April 2020, 11 infizierte Patienten behandelt, vier von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen dort beatmet werden. Es gibt 17 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

138 Landkreisbürger haben sich gestern an das Bürgertelefon (08092) 823 680 im Landratsamt gewandt. 24 Betriebe haben sich unter der (08092) 823 685 beraten lassen. Bei der Trauer-Hotline haben 4 Personen angerufen.

Bei einer Telefonkonferenz über die aktuelle Situation ausgetauscht haben sich gestern die Leiter der Gesundheitsämter und verantwortliche Fachleute aus der Landeshauptstadt und den umliegenden Landkreisen. Die Gesamtlage stellt sich stabil dar, so das Ergebnis. Es gibt sowohl in München als auch in der Region derzeit freie Intensivbetten und Beatmungsplätze. Dennoch bleibt die Gesamtsituation eine große Herausforderung. Dies wird an einer Kenngröße deutlich, die dieser Tage häufig in der medialen Berichterstattung aufscheint: die Reproduktionszahl „R“. Diese sagt aus, wie viele Personen ein Infizierter ansteckt, ehe er nicht mehr infektiös ist. Hat R den Wert 1, bedeutet dies, dass – statistisch gesehen – ein Infizierter genau eine weitere Person anstecken wird. Zu Beginn der Pandemie lag dieser Wert für Bayern bei etwa 3, aktuell beträgt er als Folge der getroffenen Schutzmaßnahmen wie den Ausgangsbeschränkungen 0,9. Würde diese Reproduktionszahl R auf 1,1 steigen, wäre das für unser Gesundheitssystem gefährlich und schon im Oktober wären alle derzeit vorhandenen Beatmungs-Intensivbetten belegt. Dieser Zusammenhang verdeutlicht, dass wir noch lange nicht über dem Berg sind und alles dafür tun müssen, die Situation stabil zu halten und von Woche zu Woche auf Sicht zu fahren. Und deshalb ist die langsamere Vorgehensweise Bayerns zur Umsetzung von Lockerungen notwendig und verantwortungsvoll zum Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger!

Unterdessen wurde in einer weiteren, kleineren Asylbewerber-Unterkunft in Poing ein Bewohner positiv auf das Corona-Virus getestet. Seine 10 Mitbewohner gelten nun ebenfalls als Kontaktpersonen und werden getestet. Der infizierte Bewohner wird in der Unterkunft isoliert. Alle Bewohner sind in Quarantäne. Ein Caterer versorgt sie. Das Gebäude ist eine Unterkunft des Landkreises. Das Mitarbeiter-Team „Asyl“ betreut die dort untergebrachten Asylbewerber.

In Grub steht die Unterkunft für Asylbewerber weiter unter Quarantäne. Die Bewohner dürfen das Areal nicht verlassen. Inzwischen sind drei weitere Bewohner dort positiv getestet worden. Sie wurden in dieselbe Einrichtung verlegt wie die anderen Infizierten.

Der MVV empfiehlt das Tragen von Mund-Nasen-Schutz-Masken für die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln und appelliert an alle Fahrgäste, die bekannten Hygienevorschriften zu beachten. Die in den kommenden Wochen zu erwartende Zunahme der Fahrgastzahlen erfordert diese Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus. Um dichte Fahrgastansammlungen zu den Hauptverkehrszeiten möglichst zu vermeiden, sollten Arbeitgeber und Arbeitnehmer nach Ansicht des MVV weiterhin flexible Arbeitszeiten anbieten und nutzen.

Pflegekräfte in Krankenhäusern, Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen und bei ambulanten Pflegediensten sowie nichtärztliche Mitarbeiter bei Rettungsdiensten können einen Bonus beantragen, den das bayerische Kabinett am 7. April als Zeichen der Anerkennung von deren außergewöhnlichem Engagement beschlossen hat. 500 Euro erhält, wer regelmäßig mehr als 25 Stunden pro Woche in diesen Berufen arbeitet. 300 Euro erhalten die, die regelmäßig 25 Stunden pro Woche oder weniger arbeiten. Die Finanzierung erfolgt aus dem Sonderfonds Corona-Pandemie. Wer Anspruch auf die Prämie hat, kann den Antrag online unter www.corona-pflegebonus.bayern.de an das Bayerische Landesamt für Pflege (LfP) stellen. Benötigt werden lediglich eine Bestätigung des Arbeitgebers und eine Kopie des Personalausweises. Der Antrag kann auch via Smartphone oder Tablet gestellt werden, die erforderlichen Nachweise können einfach mit dem mobilen Endgerät abfotografiert und hochgeladen werden. Nach aktuellem Stand wird diese bayerische Prämie unabhängig vom derzeit auf Bundesebene diskutierten Pflegebonus in Höhe von 1.500 Euro gewährt.

Donnerstag, 16. April 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Donnerstag, 16. April 2020, 132 Corona-Infektionen gemeldet. Hierin sind 15 Fälle aus der Asylunterkunft in Grub enthalten. Die zwei positiven Security-Mitarbeiter, die nicht im Landkreis Ebersberg wohnen, sind in der Statistik nicht enthalten. Die positiven Fälle aus der Unterkunft wurden bereits gestern in eine Einrichtung außerhalb des Landkreises verlegt, die zwei Security-Mitarbeiter befinden sich in häuslicher Quarantäne. Insgesamt befinden sich aktuell 254 Personen im Landkreis Ebersberg in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 379 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 247 von ihnen sind wieder gesund. Ein Corona-Patient aus dem Landkreis ist bisher verstorben.

Über das Diagnostikzentrum wurden gestern, 15. April 2020, 47 Menschen auf eine Infizierung mit dem Corona-Virus untersucht.

In der Kreisklinik werden Stand Donnerstag, 16. April 2020, 13 infizierte Patienten behandelt, vier von ihnen befinden sich auf der Intensivstation
und müssen dort beatmet werden. Es gibt 24 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

101 Landkreisbürger haben sich gestern an das Bürgertelefon (08092) 823 680 im Landratsamt gewandt. 16 Betriebe haben sich unter der (08092) 823 685 beraten lassen.

Die gesamte Anlage für Asylbewerber in Grub steht aktuell unter Quarantäne. Die Bewohner gelten als Kontaktpersonen der Infizierten. Sie dürfen während der Quarantänezeit von vierzehn Tagen die Anlage nicht verlassen. Sie werden dort versorgt, betreut und über die Situation und den rechtlichen Hintergrund der Maßnahme informiert. Auch Mitarbeiter eines Sozialdienstes werden vor Ort sein. Das Landratsamt hat außerdem das Jobcenter von den Quarantänemaßnahmen in Kenntnis gesetzt, damit den von dort betreuten Bewohnern keine Nachteile entstehen. Der in Grub eingesetzte Sicherheitsdienst erhält Unterstützung von der Polizei, sollten sich Bewohner von der Anlage entfernen. Verstöße gegen die Quarantänebestimmungen werden zum Schutz der Bevölkerung entschlossen verfolgt bis hin zu freiheitsentziehenden Maßnahmen.

Im Zuge solidarischer Zusammenarbeit hat der Landkreis benachbarten Kliniken mit OP-Masken ausgeholfen, nachdem es dem Landratsamt gelungen war, eine größere Menge dieses wichtigen Schutzartikels zu sichern. Den Kliniken in Starnberg und Agatharied wurden je 20.000, der Klinik in Bad Tölz-Wolfratshausen 10.000 und der Garmisch-Partenkirchener Klinik 30.000 Masken zur Verfügung gestellt. Alle Kliniken gehören der Gesundheit Oberbayern an.

Versorgungsarzt Dr. Marc Block informiert:
„Die ambulante ärztliche Versorgung in den Haus- und Facharztpraxen ist angesichts der Corona-Pandemie durch die Ausrüstung mit Schutzmaterialien, eine Anpassung der Arbeitsabläufe, die Einrichtung einer zentralen Covid-Schwerpunktpraxis und die Lenkung der Patientenströme in den letzten Wochen optimiert worden.

All diese Maßnahmen gewährleisten ein hohes Maß an Sicherheit vor Ansteckung am Corona-Virus in den Arztpraxen.

Dies zu wissen ist wichtig, denn auch in der Zeit der Corona-Pandemie müssen wir neben Corona-Infektionen den Blick auch wieder vermehrt auf die reguläre ärztliche Versorgung unserer Patienten in den Arztpraxen richten.

Die niedergelassenen Haus- und Fachärzte betreuen chronisch Kranke, die einer regelmäßigen medizinischen Behandlung bedürfen. Diese Patienten haben in den letzten Wochen aus Sorge vor Infektionen die Arztpraxen gemieden bzw. keine Routine-Termine zur Überprüfung ihres Gesundheitszustandes erhalten.

Zur Vermeidung von Komplikationen müssen die üblichen Routine-Untersuchungen bei an chronischen Erkrankungen leidenden Patienten wieder aufgenommen werden. Insbesondere gilt dies für Patienten, die von Stoffwechselstörungen, z.B. Diabetes mellitus oder Schilddrüsenerkrankungen, Nierenkrankheiten, Herz- und Kreislauferkrankungen, Atemwegserkrankungen sowie anderen schwerwiegenden Krankheiten betroffen sind. Die Patienten sollten daher mit den sie betreuenden Haus- und Fachärzten Kontakt aufnehmen und das weitere Vorgehen besprechen.

Aber auch Vorsorge-Untersuchungen sind wichtiger Bestandteil einer optimalen Gesundheitsbetreuung und helfen, schweren Erkrankungen vorzubeugen. Daher sollten auch diese Untersuchungen nicht in den Hintergrund treten und Termine hierfür wieder vereinbart und wahrgenommen werden.“

Ein Hinweis für Landkreisbürger, die nach einem Aufenthalt außerhalb Deutschlands nach Bayern zurückkehren: Sie müssen sich unverzüglich und auf direktem Weg in die eigene Wohnung oder eine andere geeignete Unterkunft begeben und dort vierzehn Tage in Quarantäne bleiben. Sie dürfen keinen Besuch empfangen. Und sie müssen sich sofort beim Gesundheitsamt Ebersberg melden, telefonisch unter der Nummer (08092) 823 680 oder per Mail mit der Adresse gesundheitsamt@lra-ebe.de.

Ausfallen muss die Mobile Problemabfall-Sammlung, die für diesen Freitag und Samstag geplant war. Haltepunkte wären gewesen in Grafing, Kirchseeon, Vaterstetten, Markt Schwaben, Poing, Bruck Alxing, Baiern, Aßling, Emmering, Frauenneuharting und Ebersberg. Regulär stattfinden wird die Sammlung wieder am Freitag, 15. und Samstag, 16. Mai 2020. Dann hält das Mobil in Ebersberg, Grafing, Kirchseeon, Vaterstetten, Pliening, Hohenlinden, Anzing, Poing, Markt Schwaben und Forstinning. Die Landkreisbürger können jeden der Haltepunkte nutzen. Die genauen Haltezeiten findet man auf der Homepage des Landratsamtes unter www.lra-ebe.de in der Rubrik Kommunale Abfallwirtschaft oder in einem Flyer, den man bei der Abfallberatung unter (08092) 823 193 bestellen kann.

Gerne werden noch selbst gemalte Bilder von Kindern und Jugendlichen aus dem Landkreis angenommen, die dazu beitragen möchten, dass das Hilfskrankenhaus in Ebersberg bunter wird. Die Arbeiten sollten die Größe A 3 haben und an folgende Adresse gesandt werden: Landratsamt Ebersberg, Eichthalstraße 5, 85560 Ebersberg, Stichwort: Hilfskrankenhaus.

Mittwoch, 15. April 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Mittwoch, 15. April 2020, 120 Corona-Infektionen gemeldet. In häuslicher Quarantäne befinden sich 266 Personen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 360 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 239 von ihnen sind wieder gesund. Ein Corona-Patient aus dem Landkreis ist bisher verstorben.

Über das Diagnostikzentrum wurden gestern, 14. April 2020, 42 Menschen auf eine Infizierung mit dem Corona-Virus untersucht.

In der Kreisklinik werden Stand Mittwoch, 15. April 2020, 13 infizierte Patienten behandelt, vier von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen dort beatmet werden. Es gibt 23 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

117 Landkreisbürger haben sich gestern an das Bürgertelefon (08092) 823 680 im Landratsamt gewandt. 14 Betriebe haben sich unter der (08092) 823 685 beraten lassen.

In der Asylbewerber-Unterkunft in Grub wurden insgesamt 15 Bewohner positiv auf das Corona-Virus getestet, dazu zwei Mitarbeiter des dort eingesetzten Security-Unternehmens. Dieses Ergebnis der Abstrich-Untersuchung von Bewohnern hat das Labor jetzt mitgeteilt. Laut Regierung von Oberbayern, die die Unterkunft betreibt, werden die infizierten Bewohner isoliert an einem anderen Ort untergebracht. Die negativ getesteten Asylbewerber wohnen weiter in Grub, müssen aber als Kontaktpersonen vierzehn Tage in Quarantäne bleiben. Sie werden entsprechend versorgt, informiert und betreut. Zur besseren Überwachung der Einhaltung der Quarantänemaßnahmen werden die Zäune verstärkt um das Betreten und Verlassen der Einrichtung kontrollieren zu können. Aktuell sind in der Unterkunft laut Angaben der Regierung von Oberbayern 119 Personen untergebracht. Die noch nicht untersuchten Personen werden nun ebenfalls noch abgestrichen.

Nach einem positiven Test ist nach Maßgabe des Infektionsschutzgesetzes für alle Bürgerinnen und Bürger eine zweiwöchige Quarantäne vorgeschrieben, auch wenn sich keine Symptome der Covid-19-Erkrankung zeigen. Die ganz große Mehrzahl der Betroffenen hält sich an diese Vorschrift und ist sich ihrer großen Verantwortung für sich und andere bewusst. Für die wenigen Ausnahmen, die das nicht akzeptieren können, gibt es rechtstaatliche Mittel diese Quarantäne zu erzwingen. Zum Schutz der vielen potenziell gefährdeten Menschen wird das Landratsamt hier entschlossen handeln. Konkret bedeutet das, dass das Gesundheitsamt beim zuständigen Amtsgericht einen Antrag auf richterlichen Beschluss stellt, der die mit der Quarantäne einhergehende Freiheitsentziehung richterlich anordnet. Folgt das Gericht dem Antrag, wird der Betroffene von der Polizei in eine geeignete Einrichtung gebracht und dort bis zum Ablauf der richterlich angeordneten Quarantäne rund um die Uhr bewacht.

Die baulichen Veränderungen in Pflegeheimen im Landkreis zur Umsetzung des Pandemiekonzepts werden nächste Woche abgeschlossen sein. Die Kapazitätsliste der Pflegeeinrichtungen wird fortlaufend gepflegt, so dass hier landkreisweit ein Überblick möglich ist. Als weitere präventive Schutzmaßnahme wird das Personal in den Heimen im richtigen Umgang mit Schutzmaterial geschult.

Immer noch können Kinder und Jugendliche, die dazu beitragen möchten, dass das Hilfskrankenhaus in Ebersberg bunter wird, selbst gemalte Bilder in der Größe A 3 an das Landratsamt senden und zwar unter der folgenden Adresse: Landratsamt Ebersberg, Eichthalstraße 5, 85560 Ebersberg.

Dienstag, 14. April 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Dienstag, 14. April 2020, 127 Corona-Infektionen gemeldet. In häuslicher Quarantäne befinden sich 274 Personen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 358 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 230 von ihnen sind wieder gesund. Ein Corona-Patient aus dem Landkreis ist bisher verstorben. Die Lage stellt sich nach wie vor stabil dar, alle Kräfte arbeiten konzentriert und gut zusammen.

Über das Diagnostikzentrum wurden vom 11. bis 13. April 203 Menschen auf eine Infizierung mit dem Corona-Virus untersucht. Auch über die Osterfeiertage wurden Abstriche vorgenommen und an die Labors verschickt. Wegen der Feiertage liegen aber noch nicht alle Ergebnisse vor.

In der Kreisklinik werden Stand Dienstag, 14. April 2020, 14 infizierte Patienten behandelt, vier von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen dort beatmet werden. Es gibt 23 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

Insgesamt 51 Landkreisbürger haben sich am Osterwochenende an das Bürgertelefon (08092) 823 680 im Landratsamt gewandt. Bei der Trauer-Hotline hat eine Person angerufen. Insgesamt haben bisher fast 8900 Menschen diese Angebote genutzt.

Alle Kontaktpersonen des im Seniorenheim Poing aufgetretenen Corona-Falls wurden negativ getestet. Unklar geblieben ist, wo sich der Betroffene angesteckt hat. Er selbst befindet sich auf dem Weg der Besserung.

Kinder und Jugendliche, die dazu beitragen möchten, dass das Hilfskrankenhaus in Ebersberg bunter wird, können selbst gemalte Bilder in der Größe A3 an das Landratsamt senden und zwar unter der folgenden Adresse: Landratsamt Ebersberg, Eichthalstraße 5, 85560 Ebersberg, Kennwort: Bilder Hilfskrankenhaus.

Samstag, 11. April 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Samstag, 11. April 2020, 134 Corona-Infektionen gemeldet. In häuslicher Quarantäne befinden sich 284 Personen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 347 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 212 von ihnen sind wieder gesund. Ein Corona-Patient aus dem Landkreis ist bisher verstorben. Die Lage kann derzeit als stabil beschrieben werden.

Am Diagnostikzentrum wurden am Donnerstag, 9. April, 82 Menschen untersucht. Für heute, Samstag, sind 84 Termine vergeben.

In der Kreisklinik werden Stand Samstag, 11. April 2020, 13 infizierte Patienten behandelt, vier von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen dort beatmet werden. Es gibt 13 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt. Auch in der Kreisklinik kann die Lage derzeit als stabil beschrieben werden.

Insgesamt 134 Landkreisbürger haben sich am Donnerstag und Freitag dieser Woche über das Bürgertelefon (08092) 823 680 an das Landratsamt gewandt. 23 Betriebe haben sich über die für sie eingerichtete Hotline (08092) 823 685 informiert. An die Trauer-Hotline haben sich 3 Anrufer gewandt.

Am Ostersonntag und Ostermontag ist das Corona-Bürgertelefon des Landratsamtes täglich von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr besetzt. Man erreicht es mit der Telefonnummer (08092) 823 680.

Am Ostermontag, 13. April wird die Trauer-Hotline von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr besetzt sein. Sie ist ein Gesprächs-Angebot an Menschen, die in der Corona-Krise von Trauer und Verlust betroffen sind. Die Telefonnummer: (08092) 823 684.

Ein Bewohner der Asylbewerber-Unterkunft in Grub wurde positiv auf das Corona-Virus getestet. Verschiedene Bereiche der Unterkunft, die für bis zu 130 Bewohner ausgerichtet ist, stehen bereits unter Quarantäne. Weil nicht genau nachvollzogen werden kann, welche Kontakte der Betroffene in der Unterkunft hatte, werden alle Bewohner untersucht. Ergebnisse wird es am Ostersonntag geben. Falls sich weitere Personen infiziert haben sollten, wird für die gesamte Anlage eine vierzehntägige Quarantäne angeordnet. Betreiber der Unterkunft in Grub ist die Regierung von Oberbayern. Am heutigen Samstag, 11.04.2020 gibt es vor Ort für die Bewohner eine umfassende Beratung, an der die Regierung von Oberbayern, das Gesundheitsamt, die Bundeswehr, die Polizei und das Landratsamt teilnehmen werden. Schutzausrüstung wird in der Unterkunft bereitgestellt.

Die Arbeiten an der Hilfsklinik in der Dreifachhalle in Ebersberg sind abgeschlossen.

Aktuell in der Umsetzungsphase befindet sich das Pandemie-Konzept für die Pflegeeinrichtungen und Seniorenheime im Landkreis.

Landrat Robert Niedergesäß: „Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis ein gesegnetes Osterfest. Auch, wenn es in diesem Jahr so ganz anders ist, als wir das kennen und uns vielleicht wünschen. Wir sind in der Gestaltung dieser Tage nicht mehr frei, weil wir eine große Verantwortung füreinander tragen. Damit diese Beschränkung unserer persönlichen Freiheit von möglichst kurzer Dauer ist, ist es entscheidend, dass wir die Regeln einhalten, die jetzt gelten. Lassen Sie uns das Beste daraus machen. Das heißt zum Beispiel auch, dass wir den traditionellen Osterspaziergang nicht ausfallen lassen müssen, aber ihn nur mit den Familienmitgliedern unternehmen, mit denen wir in einem Haushalt wohnen. Und am besten in der Gegend das schöne Wetter und den beginnenden Frühling genießen, in der wir leben.

Donnerstag, 9. April 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Donnerstag, 9. April 2020, 132 Corona-Infektionen gemeldet. In häuslicher Quarantäne befinden sich 286 Personen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 310 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 177 von ihnen sind wieder gesund. Ein Corona-Patient aus dem Landkreis ist bisher verstorben. Seit einer Woche entwickeln sich die Fallzahlen tendenziell rückläufig, wobei die Zahl der neu Infizierten zwischen 6 und 18 Fällen pro Tag schwankt. Vor einer Woche lag die Zahl der Infizierten noch bei 144 Fällen. Die Ausgangsbeschränkungen scheinen ihre Wirkung zu entfalten. Dennoch befinden wir uns erst am Anfang der Pandemie, weil die größten Teile der Bevölkerung nicht immun sind. Unseren besonderen Schutz brauchen die Senioren- und Pflegeheime und deren Personal.

Am Diagnostikzentrum wurden gestern, 8. April, 60 Menschen untersucht.

In der Kreisklinik werden Stand Donnerstag, 9. April 2020, 15 infizierte Patienten behandelt, vier von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen dort beatmet werden. Es gibt 14 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

97 Landkreisbürger haben sich am Mittwoch, 8. April über das Bürgertelefon (08092) 823 680 an das Landratsamt gewandt. 22 Betriebe haben sich über die für sie eingerichtete Hotline (08092) 823 685 informiert.

An den kommenden Ostertagen ist das Corona-Bürgertelefon des Landratsamtes täglich von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr besetzt. Man erreicht es mit der Telefonnummer (08092) 823 680.

Am Ostermontag, 13. April wird die Trauer-Hotline von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr besetzt sein. Sie ist ein Gesprächs-Angebot an Menschen, die in der Corona-Krise von Trauer und Verlust betroffen sind. Menschen, denen es nicht gut geht, weil Sie Ihre Eltern oder Großeltern in den Senioreneinrichtungen nicht besuchen können. Die Telefonnummer: (08092) 823 684.

Am Karsamstag, 11. April 2020 haben die Landkreisbürger von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr die Möglichkeit Grüngut aus dem Garten direkt bei den Komposthöfen abzugeben. Die Abgabe ist kostenlos.

Abgesagt wurde unterdessen die letzte Sitzung des noch amtierenden Kreistags. Sie war für Montag, 27. April geplant. Die konstituierende Sitzung des neu gewählten Kreistages ist für Montag, 4. Mai 2020 terminiert.

Für die kommenden Osterfeiertage geht noch einmal ein Appell an alle Landkreisbürgerinnen und –bürger: Bitte halten Sie sich weiter wie bisher so vorbildlich an die Ausgangsbeschränkungen und Abstandsregeln. Wenn sich das langsamere Ansteigen der Infizierten-Zahlen in unserem Landkreis so weiter entwickeln sollte, wäre das ein gemeinsamer Erfolg. Wir sollten ihn nicht dadurch zunichte machen, dass wir zu früh aufgeben. Gerade jetzt ist unser Durchhaltevermögen gefragt. Bitte beachten Sie auch an den Feiertagen die geltenden Regeln. Bleiben Sie bei Spaziergängen, beim Joggen etc. in der Umgebung, in der Sie leben, und verzichten Sie auf Ausflüge – auch wenn das Wetter schön ist. Und wo immer sich Situationen ergeben, bei denen mehrere Menschen sich begegnen, die nicht in einer gemeinsamen Wohnung leben, halten Sie Abstand, mindestens 1,50 m, besser 2 m. Alles ist hilfreich, was es dem Virus schwerer macht von Mensch zu Mensch zu gelangen.

Mittwoch, 8. April

Das Landratsamt weist darauf hin, dass es gestern zu einem EDV-Übertragungsproblem beim zuständigen Labor gekommen ist. Die positiven Befundergebnisse konnten deshalb nicht rechtzeitig übermittelt werden, um noch in die heutige Tagesstatistik einzufließen. Wir bitten um Verständnis dafür, dass noch nicht offiziell an das LGL gemeldete Fälle nicht in die Statistik aufgenommen werden können. Die nachträglich übermittelten positiven Befunde werden sich aber morgen in der Tagesstatistik deutlich bemerkbar machen, sodass der Landkreis morgen mit einer deutlich höheren Anzahl an neu Infizierten rechnet. Die heutige offizielle Zahl darf deshalb nicht als Entspannung fehlinterpretiert werden.

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Mittwoch, 8. April 2020, mit dem oben genannten Vorbehalt 136 Corona-Infektionen gemeldet. In häuslicher Quarantäne befinden sich 311 Personen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 298 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 162 von ihnen sind wieder gesund.

Am Diagnostikzentrum wurden gestern, 7. April, 74 Menschen untersucht.

In der Kreisklinik werden Stand Mittwoch, 8. April 2020, 15 infizierte Patienten behandelt, vier von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen dort beatmet werden. Es gibt 23 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt. Die Lage in der Kreisklinik ist damit derzeit stabil.

144 Landkreisbürger haben sich am Dienstag, 7. April über das Bürgertelefon (08092) 823 680 an das Landratsamt gewandt. 13 Betriebe haben sich über die für sie eingerichtete Hotline (08092) 823 685 informiert.

Ein besonderer Fokus der Arbeit im Krisenstab des Landratsamts liegt auf der Unterstützung der Pflege- und Behinderteneinrichtungen und Seniorenheime im Landkreis. Diese müssen sich auf die besonderen Anforderungen der Pandemie vorbereiten. Sie erhalten Beratung und Unterstützung bei der Einrichtung von Isolierzimmern für betroffene Bewohner. Für die ausreichende Ausstattung mit entsprechendem Schutzmaterial für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird gesorgt. Der Krisenstab wird auf Wunsch auch die Personalgewinnung in den Pflegeeinrichtungen unterstützen vor allem dann, wenn diese von größeren Personalausfällen betroffen sind.

Der Versorgungsarzt für den Landkreis Ebersberg, Dr. Marc Block erklärt in einem Statement das System der Corona-Schwerpunktpraxen und der neu eingerichteten Notfallpraxis in Ebersberg: „Die ambulante medizinische Versorgung der Bevölkerung wird auch während der Corona-Pandemie weiterhin durch Hausärzte und Fachärzte sichergestellt. Unter den besonderen Bedürfnissen der Corona Pandemie werden darüber hinaus sechs Covid-Schwerpunktpraxen aus dem Kreis der Hausarztpraxen im wöchentlichen Wechsel benannt. Diese Praxen sollen Ansprechpartner für an Covid erkrankte Patienten sein und Hausarztpraxen entlasten. Die Namen der entsprechenden Schwerpunktpraxen sind den Hausärzten bekannt und können bei ihnen erfragt werden.

Um der Gefahr einer Infektion von Patienten im Wartezimmer bzw. des Personals in Arztpraxen vorzubeugen, wurde zusätzlich eine zentrale Covid-Notfallpraxis in Ebersberg eingerichtet. Ein Patient, bei dem der Verdacht auf eine Covid-Infektion besteht oder bei dem die Erkrankung bestätigt wurde, wird in diese Notfallpraxis nach Ebersberg von seinem Hausarzt oder der Schwerpunktpraxis überwiesen. Dort werden die Patienten untersucht und ggf. eine entsprechende Diagnostik durchgeführt. Mit dieser Regelung sollen Infizierte auf möglichst wenige Praxen konzentriert werden.

Die Organisation der ärztlichen Versorgung in Senioren- und Pflegeheimen wurde dahingehend ergänzt, dass notwendige Heimbesuche von einem hierfür zuständigen „Heimarzt“ durchgeführt werden. Die Hoheit der ärztlichen Versorgung der Heimpatienten unterliegt aber selbstverständlich weiterhin dem Hausarzt des Heimbewohners, der notwendige Hausbesuche durch den „Heimarzt“ mit diesem bespricht und ggf. veranlasst.“

Korrektur:

Bitte beachten Sie, in der Statistik pro Gemeinde von gestern ist leider ein Formel-Fehler passiert. Daher kam es zu den folgenden Fehlern:

Vaterstetten: 3 Infizierte zu viel; 3 Geheilte zu viel
Glonn: 3 Infizierte zu wenig; 3 Geheilte zu wenig

Aßling: 1 Infizierter zu viel
Anzing: 1 Infizierter zu wenig
Ebersberg: 1 Infizierter zu viel
Pliening: 1 Infizierter zu wenig

Poing: 2 Infizierte zu viel;
Steinhöring: 1 Infizierter zu wenig
Emmering: 1 Infizierter zu wenig

Die aktuellen Zahlen vom 7. April 2020

Dienstag, 7. April 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Dienstag, 7. April 2020, 143 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. In häuslicher Quarantäne befinden sich 324 Menschen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 292 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 149 von ihnen sind wieder gesund. Damit ist im Landkreis Ebersberg erstmals die Zahl der Infizierten um 9 Fälle zurückgegangen – das ist noch kein Trend aber ein kleiner positiver Lichtblick! Die Ausgangsbeschränkungen scheinen Wirkung zu zeigen.

In der Kreisklinik werden Stand Dienstag, 7. April 2020, 15 infizierte Patienten behandelt, fünf von ihnen befinden sich auf der Intensivstation, 4 müssen dort beatmet werden. Es gibt 27 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

186 Landkreisbürger haben sich am Montag, 6. April über das Bürgertelefon (08092) 823 680 an das Landratsamt gewandt. 24 Betriebe haben sich über die für sie eingerichtete Hotline (08092) 823 685 informiert.

Das neue Angebot der Trauerhotline (08092) 823 684 haben gestern 2 Landkreisbürger angenommen. Die Ansprechpartner dort erreicht man zu den folgenden Zeiten: Montag von 9.00 bis 12.00 Uhr, Dienstag von 14.00 bis 16.00 Uhr, Donnerstag von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 16.00 Uhr.

268 Mitarbeiter des Landratsamtes haben aktuell die 0ption im Homeoffice zu arbeiten.

90 Menschen wurden am Montag, 6. April, im Diagnostikzentrum untersucht.

Abstriche im Diagnostikzentrum werden auch am Karsamstag, 11. April 2020 möglich sein. Bis Donnerstag, 9. April, können dazu Termine vereinbart werden, sofern eine Überweisung des Hausarztes vorliegt. Über die Osterfeiertage bleibt das Diagnostikzentrum geschlossen, da auch das zuständige Labor die Abstriche nicht bearbeiten kann. Die Befundergebnisse von Karsamstag sind nicht vor Mittwoch, 15. April 2020 zu erwarten. Abstrichtermine für Dienstag, 14. April 2020 können am Karsamstag von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr vereinbart werden. Voraussetzung ist auch hier das Vorliegen eines Überweisungsscheines durch den behandelnden Hausarzt. Ein herzliches Dankeschön an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des BRK, die diese Möglichkeit auch über die Osterfeiertage ermöglichen.

Gestern haben sechs Corona-Schwerpunktpraxen für den Landkreis ihren Dienst aufgenommen. Damit hat Versorgungsarzt Dr. Marc Block die ärztliche Versorgung der Corona-Patienten neu strukturiert. Nach wie vor kontaktieren die Patienten zunächst ihren Hausarzt beziehungsweise in der Nacht und am Wochenende den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117. Bei einem begründeten Corona-Verdacht oder der nachgewiesenen Erkrankung wird der Kontakt zu einer der Schwerpunktpraxen hergestellt. Corona-Patienten werden dann von dort behandelt. Mit dieser Aufteilung soll bestmöglich vermieden werden, dass Menschen mit der und solche ohne die Covid-19-Erkrankung in einer Praxis zusammenkommen. Diese neue Struktur hängt entscheidend davon ab, dass genügend Schutzkleidung in den Schwerpunktpraxen vorhanden ist, die, wenn nötig, auch Hausbesuche abdecken.

Intensiviert werden soll die Zusammenarbeit der Landkreise, die im Rettungszweckverband organisiert sind. Das sind die Landkreise Ebersberg, Erding und Freising. Freie Kapazitäten der unterschiedlichen Anforderungsstufen sollen landkreisübergreifend mit Patienten belegt werden. Dazu wird ein Gesamtkonzept erstellt und mit den übergeordneten Behörden abgestimmt.

Montag, 6. April 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Montag, 6. April 2020, 152 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. In häuslicher Quarantäne befinden sich 312 Menschen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 284 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 132 von ihnen sind wieder gesund.

89 Landkreisbürger haben sich am Wochenende über das Bürgertelefon (08092) 823 680 an das Landratsamt gewandt.

In der Kreisklinik werden Stand Montag, 6. April 2020, 18 infizierte Patienten behandelt, fünf von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen beatmet werden. Es gibt 13 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

Seit heute, Montag, 6. April 20202, gibt es im Landratsamt ein Gesprächs-Angebot an Menschen, die in der Corona-Krise von Trauer und Verlust betroffen sind. Seine Angehörigen schon seit Wochen in den Alten- und Seniorenheimen sowie in den Behinderteneinrichtungen nicht mehr besuchen zu dürfen, ist für viele Menschen schwer. Unter der Telefonnummer (08092) 823 684 erreichen sie Ansprechpartner zu den folgenden Zeiten: Montag von 9.00 bis 12.00 Uhr, Dienstag von 14.00 bis 16.00 Uhr, Donnerstag von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 16.00 Uhr.

Die Kompostieranlagen im Landkreis haben ab kommenden Samstag, 11. April 2020 wieder vormittags von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr geöffnet. Die Landkreisbürger können Grüngut aus dem Garten dort direkt anliefern. Die Betreiber der Anlagen treffen entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und die „Anlieferer“ werden gebeten sich entsprechend den Abstands- und Hygieneregelungen zu verhalten.

Die Corona-Servicestelle der Regierung von Oberbayern informierte zur Frage der Öffnung von Gärtnereien: Im Gegensatz zu Bau- und Gartenmärkten müssen mittelständische Gärtnereien nicht schließen, sondern dürfen insbesondere Setzlinge, Gemüse und Obst verkaufen -unter Einhaltung der derzeitig gültigen Abstands- und Hygieneregelungen.

Das Landratsamt hat heute eine Liste erhalten mit allen ausstehenden Befunden von Untersuchungen im Diagnostikzentrum, die älter als 48 Werktagsstunden sind. Die betroffenen 167 Landkreisbürger werden noch heute im Laufe des Tages angerufen. Die zuständigen Mitarbeiter des Landratsamtes stehen täglich im Austausch mit dem Labor und gleichen ausstehende Befunde ab. Eine Bitte an alle Betroffenen: Bitte warten Sie auf den Anruf der Mitarbeiter des Landratsamtes. Rückfragen per Telefon über die Terminvergabe-Hotline helfen Ihnen nicht. Die Mitarbeiter dort haben keinen Zugang zu Befundergebnissen. Und sie werden dringend für die Terminvergabe an neue zu Testende benötigt. „Bitte zeigen Sie sich auch hier solidarisch! Wir können Ihnen versichern, dass Sie sofort angerufen werden, wenn der Befund beim Landratsamt eingeht, egal ob ein positives oder negatives Testergebnis vorliegt“, versprechen die zuständigen Koordinatoren.

Am vergangenen Wochenende hatte die Polizei eine erhöhte Anzahl von Anzeigen wegen Verstößen gegen die Allgemeinverfügung zu verzeichnen. Hier gilt weiter der Appell sich an die Ausgangsbeschränkungen, die Abstandsregelungen und die Hygienevorgaben zu halten – für sich selbst und für andere.

Samstag, 4. April 2020

Am Freitag, 3. April 2020, ist in der Kreisklinik ein Patient an der Covid-19-Erkrankung verstorben. Der 81-Jährige, der Vorerkrankungen hatte, stammte aus dem Landkreis und hat in einem Privathaushalt gelebt.

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Samstag, 4. April 2020, 164 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. In häuslicher Quarantäne befinden sich 354 Menschen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 265 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 101 von ihnen sind wieder gesund.

145 Landkreisbürger haben sich am gestrigen Freitag über das Bürgertelefon (08092) 823 680 an das Landratsamt gewandt. 14 Betriebe haben sich über die für sie eingerichtete Hotline informiert. Insgesamt haben sich bereits über 8100 Landkreisbürger an das Landratsamt gewandt.

109 Menschen wurden gestern am Diagnostikzentrum untersucht. Seit diesem Wochenende werden die Untersuchungen auch am die Samstage erweitert. Das Diagnostikzentrum hat Untersuchungskapazitäten bis zu 250 Abstrichen am Tag.

In der Kreisklinik werden Stand Samstag, 4. April 2020, 14 infizierte Patienten behandelt, fünf von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen beatmet werden. Es gibt 25 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

Auch in den Pflegeeinrichtungen im Landkreis Ebersberg gilt nun ein Aufnahmestopp. Nur wenn eine 14-tägige Quarantäne für Neuzugänge sichergestellt werden kann und eine Genehmigung des Gesundheitsamts vorliegt, sind Ausnahmen in Notfällen möglich. Ein großes Problem in diesem Zusammenhang ist die vielerorts ungenügende Anzahl von Schutzkleidung in den Heimen. Auch Entlassungen von Heimbewohnern aus der Kreisklink könnten problematisch werden. Dazu wird gemeinsam mit den Einrichtungen im Landkreis an Lösungen gearbeitet.

Ab Montag, 6. April 20202, wird im Landratsamt eine Hotline angeboten für Menschen, die in der Corona-Krise von Trauer und Verlust betroffen sind. Immerhin können schon seit mehreren Wochen die Angehörigen in den Alten- und Seniorenheimen nicht mehr besucht werden. Unter der Telefonnummer (08092) 823 684 erreichen sie Ansprechpartner zu den folgenden Zeiten: Montag von 9.00 bis 12.00 Uhr, Dienstag von 14.00 bis 16.00 Uhr, Donnerstag von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 16.00 Uhr. Jutta Hommelsen, die dieses Angebot im Landratsamt koordiniert: „Auch in außergewöhnlichen Zeiten, wie wir sie gerade durchleben, sterben Menschen. Meist sterben sie in Krankenhäusern und Altenheimen und selten zuhause. Manchmal sterben sie nach langer Krankheit und manchmal sehr plötzlich. Die Besuchsverbote und Einschränkungen, die zur Eindämmung des Corona-Virus erlassen wurden, machen es Angehörigen oft nicht möglich, sich von geliebten Menschen zu verabschieden oder notwendiges noch miteinander zu regeln. Beerdigungen finden nur noch im kleinen Kreise statt und Kondolenzbesuche sind nicht möglich. Auch Trauerbegleitung findet nur noch eingeschränkt statt. Manche Menschen sind jetzt sehr einsam. Die Besuchsverbote und Ausgangsbeschränkungen, so wichtig sie sind, bedeuten für die Betroffenen Verlust. Verlust von Kontakt und des Miteinander. Das sind Belastungen für alle und besonders für Trauernde. Deshalb bieten wir diese Sprechstunde im Landratsamt an, in der die Menschen die Möglichkeit haben über ihre Sorgen und Erlebnisse zu sprechen.“

Freitag, 3. April 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Freitag, 3. April 2020, 149 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. In häuslicher Quarantäne befinden sich 353 Menschen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 242 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 93 von ihnen sind wieder gesund. In der Kreisklinik werden Stand Freitag, 3. April 2020, 15 infizierte Patienten behandelt, sechs von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen beatmet werden. Es gibt 26 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

168 Landkreisbürger haben sich am gestrigen Donnerstag über das Bürgertelefon (08092) 823 680 an das Landratsamt gewandt. 21 Betriebe haben sich über die für sie eingerichtete Hotline informiert.

114 Menschen wurden gestern am Diagnostikzentrum untersucht.

In Zusammenhang mit der Covid-19-Erkrankung eines Bewohners im Seniorenzentrum in Poing hat das Gesundheitsamt mögliche Kontaktpersonen getestet. Noch liegen nicht alle Testergebnisse vor, Vorsorgemaßnahmen wurden getroffen.

Die Arbeiten zur Umrüstung der Dreifach-Sporthalle in Ebersberg zu einem Hilfskrankenhaus nähern sich dem Abschluss. Inzwischen sind 85 Betten aufgestellt. Die Versorgung von Erkrankten mit zusätzlichem Sauerstoff ist vorbereitet. Für Montag ist die technische Übergabe an die Kreisklinik geplant. Dann können die Vorbereitungen für den Betrieb im Hilfskrankenhaus beginnen. Landrat Robert Niedergesäß: „In einer großen gemeinsamen Anstrengung ist es gelungen die Dreifachsporthalle in Ebersberg in ein Hilfskrankenhaus umzurüsten. Ich danke allen Beteiligten, den Fachberatern von BRK und THW, Herrn Rinkes aus Grafing, der sein Wissen als Architekt ehrenamtlich einbrachte, Florian Robida vom Kreisjugendamt, der organisatorisch und handwerklich anpackte und allen anderen, die es möglich gemacht haben, dass in kürzester Zeit aus einer Sporthalle ein Hilfskrankenhaus werden konnte, das wir in Betrieb nehmen können, sobald unsere Kreisklinik diese Unterstützung braucht.“

Pro Tag produzieren freiwillige Helfer aktuell rund 800 Mund-Nasen-Schutzmasken. Ein Hinweisschild am Abhollager wird künftig darauf hinweisen, dass diese Masken nicht zertifiziert sind und keine Produkthaftung übernommen wird. Wichtig ist, dass man diese Masken häufig wechselt und vor der neuen Nutzung auskocht bzw. in der Waschmaschine bei 95oC wäscht. Landrat Robert Niedergesäß: „Das
Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ist sehr beeindruckend. Ich danke allen, die sich daran beteiligen. Schutzmasken auch dieser Kategorie fehlen. Sie können helfen zu verhindern, dass mit dem Virus Infizierte, die davon gar nichts wissen, weil sie keine Symptome haben, andere anstecken. Das kann im Extremfall Leben retten.“

Der Bericht der Polizei bei der Sitzung des Krisenstabs heute zeigte eine steigende Tendenz von Verstößen gegen die Aufenthaltsbeschränkungen. Die Polizei wird am Wochenende verstärkt kontrollieren. Wer sich nicht an die aktuellen Regelungen hält, muss mit empfindlichen Bußgeldern rechnen. Sie liegen zwischen 150 Euro für einfaches Nichtbeachten und gehen bis 5000 Euro für gröbere Verstöße. Grundsätzlich darf man seine Wohnung nur aus wenigen Gründen verlassen: Wenn man zur Arbeit geht, zum Arzt oder zur Apotheke, wenn man Lebensmittel einkauft oder andere unterstützt, die nicht aus dem Haus können. Erlaubt ist es auch spazieren zu gehen. Dabei muss der nötige Abstand zu anderen eingehalten werden. Denn es geht in dieser Situation der Pandemie immer darum, es dem Virus so schwer wie möglich zu machen von einer Person zur anderen zu kommen.

Donnerstag, 2. April 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Donnerstag, 2. April 2020, 144 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. In häuslicher Quarantäne befinden sich 346 Menschen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 224 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 80 von ihnen sind wieder gesund.

In der Kreisklinik werden Stand Donnerstag, 2. April 2020, 16 infizierte Patienten behandelt, fünf von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen beatmet werden. Es gibt 17 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

201 Landkreisbürger haben sich am gestrigen Mittwoch über das Bürgertelefon (08092) 823 680 an das Landratsamt gewandt. 17 Betriebe haben sich über die für sie eingerichtete Hotline informiert. Dabei gibt es die Tendenz, dass die Art der Anfragen komplexer und inhaltlich anspruchsvoller wird. 111 Menschen wurden gestern am Diagnostikzentrum untersucht.

Die Arbeiten zur Umrüstung der Dreifach-Sporthalle in Ebersberg zu einem Hilfskrankenhaus gehen weiter voran und nähern sich dem Abschluss. Inzwischen ist eine erste Lieferung mit Sauerstoff eingetroffen sowie ein großer Teil der bestellten Betten. Schon morgen können die Abläufe durchgespielt werden, es wird nichts dem Zufall überlassen für den Fall, dass das Hilfskrankenhaus in Betrieb gehen muss.

In Zusammenhang mit der Covid-19-Erkrankung eines Bewohners im Seniorenzentrum in Poing hat das Gesundheitsamt mögliche Kontaktpersonen getestet. Zusätzlich zu den verstärkten Schutz- und Hygienemaßnahmen gilt, dass in einem solchen Fall in einer Einrichtung auf Gemeinschaftsveranstaltungen jeglicher Art verzichtet wird - auch darauf Mahlzeiten in Gemeinschaft einzunehmen. Pflegeheime und andere Einrichtungen haben immer noch das Problem, dass Schutzmaterial wie Masken fehlt. Die FÜGK im Landratsamt hat nun aber soweit Vorsorge getroffen, dass die Einrichtungen mit einer Erstausstattung versorgt werden können.

Wie sich die aktuelle Situation in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen unterschiedlicher Art darstellt, das ist Thema eines Austauschs zwischen deren Betreibern und der zuständigen Fachstelle im Landratsamt morgen.

Landrat Robert Niedergesäß: „Über eine halbe Million Infizierter in Europa. Die Zahlen, die uns täglich erreichen, sind beunruhigend. Auch in unserem Landkreis geht die Kurve nach oben, wenn auch erfreulicherweise langsam. Umso wichtiger ist es, dass alle weiter am Ball bleiben und sich an die Ausgangsbeschränkungen und die Abstandsregeln halten. Bisher haben die allermeisten von uns mitgemacht. Das sagt auch der tägliche Bericht der Polizei im Krisenstab. Dafür ein herzliches Dankeschön an Sie alle. Jeder muss jetzt auf vieles verzichten, das aber haben wir alle gemeinsam.“

Mittwoch, 1. April 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Mittwoch, 1. April 2020, 134 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. In häuslicher Quarantäne befinden sich 365 Menschen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 208 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 74 von ihnen sind wieder gesund.

In der Kreisklinik werden Stand Mittwoch, 1. April 2020, 16 infizierte Patienten behandelt, fünf von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen beatmet werden. Es gibt 11 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

Am Dienstag ist in der Kreisklinik der erste Patient mit Corona Virus verstorben. Es handelte sich um einen knapp unter 80jährigen Mitbürger aus einem Nachbarlandkreis, der eine sehr schwere Vorerkrankung hatte. Nach ärztlicher Aussage sei der Patient nicht wegen, sondern mit Corona verstorben. Weil es sich um einen Bürger aus einem Nachbarlandkreis handelt, wird er in der Sterbestatistik nicht im Landkreis Ebersberg sondern in seinem Heimatlandkreis geführt.

220 Landkreisbürger haben sich am gestrigen Dienstag über das Bürgertelefon (08092) 823 680 an das Landratsamt gewandt. 31 Betriebe haben sich über die für sie eingerichtete Hotline informiert.

168 Menschen wurden gestern am Diagnostikzentrum untersucht.

Die Arbeiten zur Umrüstung der Dreifach-Sporthalle in Ebersberg zu einer Notklinik gehen weiter voran und nähern sich dem Abschluss.

In einem Seniorenheim im Landkreisnorden ist ein Bewohner an Covid-19 erkrankt. Er befindet sich in einer Münchner Klinik. Jetzt geht es darum schnell die engsten Kontaktpersonen zu ermitteln um im besten Fall den Ansteckungsweg nachvollziehen zu können. Gesundheitsamt und Heimaufsicht haben nach Bekanntwerden des Abstrich-Ergebnisses sofort vor Ort mit den Ermittlungen begonnen und arbeiten mit Hochdruck daran.

Weiter im besonderen Fokus bleiben alle Heime und Einrichtungen, in denen Menschen rund um die Uhr betreut werden, z.B. Senioren und Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen.

Im Krisenstab heute war ein Thema der Transport von Infizierten, die aus dem Krankenhaus nachhause oder in eine Einrichtung entlassen werden. Hier wird noch nach Lösungen gesucht.

Dringend gesucht werden weiterhin Landkreisbürgerinnen und –bürger, die in der Notklinik im Fall der Inbetriebnahme unterstützen können. Derzeit wird ein Personal-Pool aufgebaut, auf den bei Bedarf zugekommen werden kann. Interessierte Bewerberportal sich auf dem Bewerberportal des Landratsamtes registrieren.

Landrat Robert Niedergesäß: „Wir versuchen ein Potenzial von medizinischem Personal aus unterschiedlichen Bereichen und mit den verschiedensten Qualifikationen aufzubauen, so dass wir schnell auf Hilfe zurückgreifen können, wenn sie gebraucht wird. Bitte melden Sie sich, wenn Sie helfen können.

Dass jetzt in einem der Seniorenheime in unserem Landkreis ein Mensch an dem Corona-Virus erkrankt ist, war irgendwann zu befürchten und erfüllt uns mit großer Sorge. Es geht jetzt darum gerade in diesen Einrichtungen das Maximum an Sicherheit zu gewährleisten, was schon seit einiger Zeit ein Schwerpunktthema im Krisenstab ist.“

Und noch eine Information zum Diagnostikzentrum in eigener Sache:

Liebe Bürger*innen,

seit dem Betrieb des Diagnostikzentrums wurden zum Stand 30.03.2020 753 Personen getestet. Hiervon sind 55 Befunde ausständig, die älter als 48h sind. Dies entspricht einer „Rückstandsquote“ von ca. 7 %. Insgesamt können wir feststellen, dass ca. 10% aller getesteten Personen einen positiven Befund erhalten. Die Wahrscheinlichkeit eine Rückmeldung nicht innerhalb der vorgesehenen 48 Werktagstunden und gleichzeitig ein positives Testergebnis zu erhalten liegt demnach rechnerisch bei ca. 0,7 %.

Sollten Sie zur Personengruppe zählen, die Ihren Befund nicht innerhalb von 48 Werktagstunden erhalten hat, bitten wir um Entschuldigung und hoffen auf Ihr Verständnis.

Wir können Ihnen versichern, dass wir täglich an einer Verbesserung der Abläufe arbeiten. Das von uns beauftragte Labor erhält beispielsweise jeden Abend eine Gesamtliste aller rückständigen Befunde.

Alle Personen, egal ob positiv oder negativ, werden telefonisch durch Mitarbeiter, des Landratsamtes über das Ergebnis informiert. Im Landratsamt selbst haben wir keinen Rückstau bei der Bearbeitung der Befunde.
Wir dürfen Sie daher, bei allem Verständnis für Ihre persönliche Situation bitten, von einer Rückfrage zum Befundergebnis abzusehen, da diese vielen Ressourcen in Anspruch nehmen. Wir können Ihnen versichern, dass Sie angerufen werden sobald der Befund bei uns eingeht.

Auf Befundergebnisse bei denen der Abstrich nicht im Diagnostikzentrum durchgeführt wurde haben wir leider keinerlei Einfluss.

Dienstag, 31. März 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Dienstag, 31. März 2020, 128 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. In häuslicher Quarantäne befinden sich 380 Menschen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 192 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 64 von ihnen sind wieder gesund.

In der Kreisklinik werden Stand Dienstag, 31. März 2020, 15 infizierte Patienten behandelt, fünf von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen beatmet werden. Es gibt 25 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

Im Krisenstab heute Morgen stellte Versorgungsarzt Dr. Marc Block ein Konzept zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung in der Krise vor. Zunächst sollen sechs Covid-Schwerpunktpraxen implementiert werden, die im Rotationprinzip arbeiten. Neun Facharztpraxen sollen zur Entlastung der Kreisklinik einspringen. Zum Schutz der Bewohner vor Infektionen in Seniorenheimen wird pro Heim nur noch ein Arzt tätig sein.

Auf Alten-, Senioren- und Behinderteneinrichtungen liegt in diesen Tagen ein ganz besonderes Augenmerk, da ältere Menschen ein höheres Risiko haben, einen schweren Krankheitsverlauf zu erleiden. Trotz bisher 192 Corona-Infizierter im Landkreis Ebersberg, von denen bereits 64 als geheilt gelten, ist derzeit kein Bewohner in einem Altenheim im Landkreis Ebersberg infiziert. Das spricht für das gute Hygienemanagement in den vierzehn Alten- und Seniorenheimen des Landkreises. Mit der weiter steigenden Zahl an Infizierten steigt jedoch der Infektionsdruck auf die Altenheime. Einen 100%igen Schutz vor Ansteckung gibt es nicht.

Im Krisenstab des Landratsamtes wird daher intensiv geprüft, welche Handlungsoptionen bei Auftreten von Corona-Infektionen in Altenheimen bestehen. Zum Schutz der nichtinfizierten Heimbewohner wird geplant, alle infizierten Pflegebedürftigen auf einer Isolierstation im Altenheim zu versorgen. Durch strikte Trennung von Räumen und Personal wären sowohl eine gute Versorgung der Infizierten und ein sicherer Schutz der Nichtinfizierten gewährleistet. Landrat Robert Niedergesäß: „Bereits letzte Woche haben wir alle Heimbetreiber zu einem Abstimmungsgespräch eingeladen und Lösungsmöglichkeiten erörtert, alle weiteren Schritte werden eng abgestimmt. Ich bedanke mich bei allen Heimvertretern für die sehr lösungsorientierte Zusammenarbeit zum Schutz der Bewohner und Mitarbeiter. Über die E-Mail-Adresse fqa-katastrophenschutz@lra-ebe.de möchte das Landratsamt die Sorgen und Nöte aufnehmen und beratend unterstützen.“

Ein weiteres Problem sind die Besuchsverbote für die Bewohner. Schon seit letzter Woche arbeitet das Landratsamt an einem Konzept, mit Senioren in Kontakt zu treten über verschiedene Medien. Auch „aufsuchende“ Telefonate werden geplant. „Wir freuen uns, dass der Freistaat Bayern hier unbürokratisch und pauschal 60.000 Euro im Rahmen der Initiative „Unser Soziales Bayern: Wir helfen zusammen!“ zur Verfügung stellt“, so der Landrat.

Aktuelles zur Corona-Krise mit Landrat Niedergesäß. Lena Schmidt-Bäse übersetzt in Gebärdensprache.

Montag, 30. März 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Montag, 30. März 2020, 127 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. In häuslicher Quarantäne befinden sich 404 Menschen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 176 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 49 von ihnen sind wieder gesund.

In der Kreisklinik werden Stand Montag, 30. März 2020, 14 infizierte Patienten behandelt, fünf von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen beatmet werden. Es gibt 28 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

96 Landkreisbürger haben sich am Wochenende über das Bürgertelefon (08092) 823 680 an das Landratsamt gewandt.

Die Arbeiten zur Umrüstung der Dreifach-Sporthalle in Ebersberg zu einer Hilfsklinik gehen weiter voran, die ersten Betten wurden bereits geliefert.

Landrat Robert Niedergesäß hat Dr. Marc Block aus Zorneding zum Versorgungsarzt für den Landkreis ernannt. Er nimmt ab sofort an den Sitzungen des Krisenstabes teil. Die Aufgabe des Versorgungsarztes ist es, ausreichende Versorgung mit ärztlichen Leistungen und entsprechender Schutzausrüstung für die Arztpraxen im Landkreis zu planen und zu koordinieren. Dazu bündelt er u.a. entsprechende Ressourcen und legt im Bedarfsfall auch einzelne Schwerpunktpraxen fest bzw. schlägt sie dem Landrat zur Entscheidung vor. Der Versorgungsarzt nimmt also eine koordinierende Funktion aller Arztpraxen im Landkreis ein. 

Landrat Robert Niedergesäß: „Ministerpräsident Markus Söder hat heute die Ausgangsbeschränkungen bis zum 19. April 2020 verlängert. Das ist konsequent und nur so haben wir hoffentlich eine Chance die Zahl der Menschen, die sich mit dem Virus infizieren, auf einem Level zu halten, mit dem unser Gesundheitssystem zurechtkommen kann. Noch immer sind wir erst am Anfang des Geschehens. Schon jetzt bedeutet das für Viele von uns eine Siebentagewoche. Was wir jetzt brauchen ist das  Verantwortungsbewusstsein und das Durchhaltevermögen aller, wo auch immer sie gerade gefordert sind.“

Samstag, 28. März 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Samstag, 28. März 2020, 114 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. In häuslicher Quarantäne befinden sich 414 Menschen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 150 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 36 von ihnen sind wieder gesund.

In der Kreisklinik werden Stand Samstag, 28. März 2020, 15 infizierte Patienten behandelt, fünf von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen beatmet werden. Es gibt 24 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

184 Landkreisbürger haben sich gestern über das Bürgertelefon (08092) 823 680 informiert, 21 Betriebe haben auf der für sie eingerichteten Hotline angerufen.

Im Diagnostikzentrum wurden am Freitag, 27. März 2020, 122 Abstriche genommen. Die Kapazitäten reichen für die angeordneten Untersuchungen und für die Untersuchungen von systemrelevanten Personen aus, sie kann jederzeit bis auf 200 Abstriche pro Tag erhöht werden. In der nächsten Woche soll ein weiteres privates Untersuchungslabor hinzukommen. Die Rückmeldungen der privaten Labore klappt innerhalb von 48 Stunden.

Die Umsetzung des Hilfskrankenhauses verläuft planmäßig.

In den letzten Tagen wurden Gespräche mit den Betreibern von Alten- und Senioreneinrichtungen geführt. Sie alle werden in der nächsten Woche von Fachleuten aus dem Krisenstab des Landratsamtes besucht, um auf sie abgestimmte Konzepte und Notfallpläne zu erarbeiten. Der Schutz dieses besonders gefährdeten Personenkreises ist dem Landkreis Ebersberg ein besonders wichtiges Anliegen.

Der Vertreter der Polizei im Krisenstab berichtete, dass sich die allermeisten Landkreisbürger an die Regelungen halten. Ein Bußgeldkatalog legt fest, in welcher Höhe Verstöße gegen die aktuellen Ausgangsbeschränkungen und Verhaltensregeln geahndet werden. Die Spanne liegt zwischen 150 Euro und 5000 Euro.

Landrat Robert Niedergesäß: „Die aktuelle Situation, die Beschränkungen bei sozialen Kontakten, die Einschränkungen unserer Bewegungsfreiheit sind eine große Herausforderung für jeden einzelnen von uns. Sie zeigen uns aber auch, wie wertvoll all das ist, was bisher selbstverständlich war. Wir sehen in dieser Situation auch, wie viele Menschen es gibt, die bereit sind andere zu unterstützen, zu helfen, mit dem was sie können. Das ist sehr beeindruckend und zeigt, dass wir uns aufeinander verlassen können, wenn es eng wird. Danke an alle, die sich engagieren und besonders an die, die sich melden für einen Einsatz bei der Pflege von erkrankten Menschen.“

Freitag, 27. März 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand heute Freitag, 27. März 2020, 106 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert (26.3.: 97). In häuslicher Quarantäne befinden sich 458 Menschen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 133 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 27 von ihnen sind wieder gesund. Der starke Anstieg von vorgestern auf gestern hat sich heute etwas abgeflacht, aber leider liegt auch der Landkreis Ebersberg in der exponenziellen Kurve, die von den Virologen beschrieben wird.

In der Kreisklinik werden Stand heute, 27. März, 12 infizierte Patienten behandelt, fünf von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen beatmet werden. Es gibt 22 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt, einer wird auf der Intensivstation beatmet.

190 Landkreisbürger haben sich gestern über das Bürgertelefon (08092) 823 680 informiert, 16 Betriebe haben auf der für sie eingerichteten Hotline angerufen. Der Wirtschaftsförderer steht zur Beratung bereit.

Auf allen Zuständigkeitsebenen wird versucht das Problem der ungenügenden Ausstattung mit Schutzkleidung etc. zu lösen. Aus der zentralen Verteilung kommt kaum etwas im Landkreis Ebersberg an und es gibt auch wenig Informationen dazu. Deshalb hat der Landkreis seine eigenen Aktivitäten zur Beschaffung der notwendigen Materialien noch mal verstärkt, größerer Nachschub ist bei Desinfektionsmitteln gesichert, hier wird auch die Reaktivierung einer Brennerei geprüft.

Die Umsetzung des Hilfskrankenhauses verläuft weiter planmäßig. 

Bei der Sitzung des Krisenstabs heute Morgen berichtete der Vertreter der Polizei, dass nun auch im Landkreis in zwei Fällen, Unbekannte versucht haben in die Wohnungen von Landkreisbürgern zu gelangen unter der Vorspiegelung in Sachen „Corona“ tätig zu sein. Es gilt besondere Vorsicht walten zu lassen und lieber zur Sicherheit bei der Behörde nachzufragen, von der man einen Besuch erwartet.  

Landrat Robert Niedergesäß: „Viele Menschen aus dem Landkreis bieten ihre Hilfe und Unterstützung in dieser Krisensituation an. Dafür möchte ich mich sehr herzlich bedanken. Im Moment nehmen wir ihre Angebote in eine Liste auf und wenden uns dann an sie, wenn sie gebraucht werden. Wir müssen leider davon ausgehen, dass wir erst am Anfang dieser Krise stehen. Es ist sehr wertvoll zu wissen, dass es Helferinnen und Helfer gibt, die auf ihren Einsatz warten. Und noch eine Bitte: Widerstehen Sie der Versuchung, am Wochenende bei schönem Wetter eines unserer beliebten Ausflugsziele zum Spazierengehen anzusteuern – bleiben Sie zuhause in Ihrer Umgebung, bleiben Sie solidarisch - halten Sie durch!"

Donnerstag, 26. März 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand heute Donnerstag, 26. März 2020, 97 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. In häuslicher Quarantäne befinden sich 437 Menschen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 117 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 20 von ihnen sind inzwischen wieder gesund.

In der Kreisklinik werden Stand heute 11 infizierte Patienten behandelt, fünf von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen alle beatmet werden. Es gibt 14 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

225 Landkreisbürger haben sich gestern über das Bürgertelefon (08092) 823 680 informiert, 29 Betriebe haben auf der für sie eingerichteten Hotline angerufen.

Weiter planmäßig verläuft die Ausstattung der Dreifachturnhalle in Ebersberg zu einem Hilfskrankenhaus. Weil im Landratsamt in diesem Zusammenhang Rückmeldungen eingehen, die zeigen, dass der Zweck dieser Notklinik nicht klar ist, folgende Informationen dazu: Die umgerüstete Sporthalle ist kein Krankenhaus, sie ist ein Hilfskrankenhaus, das in Betrieb geht, um die Kreisklinik zu entlasten, wenn dort der Notfall der Totalüberlastung eintritt. Im Hilfskrankenhaus kümmert man sich dann um Patienten, die Cov19-positiv sind, die nicht intensivpflichtig sind, aber Sauerstoff und eine Vitalüberwachung brauchen. Es werden dort auch keine Pflegebedürftigen oder an Demenz erkrankten Patienten untergebracht. Der Standard in einem Hilfskrankenhaus kann nicht der gleiche sein wie in einer normalen Klinik. Die Alternative in solchen Notsituationen sind z.B. Zelt- oder Containerkrankenhäuser, deren Standard wäre aber noch niedriger. Landrat Robert Niedergesäß: „Es bleibt die Hoffnung, dass das Hilfskrankenhaus in Ebersberg nie in Betrieb gehen muss, aber sich in der aktuellen Situation nicht vorzubereiten, wäre fahrlässig.“

Ein weiteres großes Problem stellt das fehlende Material wie Schutzmasken, Schutzkleidung, Schutzbrillen etc. dar. Immer noch kommt im Landkreis Ebersberg aus der zentralen Verteilung viel zu wenig an. Es wird auf allen Kanälen daran gearbeitet, den notwendigen Nachschub zu erhalten.

Im zentralen Diagnostikzentrum des Gesundheitsamtes können organisatorisch täglich jetzt bis zu 200 Testungen stattfinden, vorausgesetzt das Testmaterial steht ausreichend zur Verfügung. Die organisatorischen Kapazitäten sind aktuell für den Landkreis ausreichend. Grundsätzlich entscheiden niedergelassene Ärzte und Gesundheitsämter auf der Basis der Vorgaben der zuständigen Fachinstitute, welcher Personenkreis getestet wird.          

In diesem Moment der Krise hängt viel davon ab, wie sich die Menschen verhalten, ob sie aus Einsicht und Vernunft die neuen Regeln des sozialen Abstandes einhalten bis hin zu einer freiwilligen Quarantäne bei entsprechenden Symptomen. So kann jeder von uns dazu beitragen, dass das Gesundheitssystem nicht durch eine zu schnelle Ausbreitung der Infektionen mit dem Corona-Virus überfordert wird. Es ist jetzt besonders wichtig, dass wir uns solidarisch und vernünftig verhalten. Und das unabhängig davon, ob eine medizinische Notwendigkeit für einen Corona-Test diagnostiziert wurde oder nicht

Landrat Robert Niedergesäß: „Die meisten Menschen in unserem Landkreis wissen, was auf dem Spiel steht und verhalten sich entsprechend. Es kommt auf jeden Einzelnen von uns an. Wir können jetzt zeigen, dass wir in unserem freiheitlichen System zusammenstehen, wenn es darauf ankommt. Mit Vernunft, Besonnenheit und dem Verantwortungsgefühl für uns selbst, unsere Familie und die Menschen im Landkreis, vor allem die der Risikogruppen, werden wir diese noch nie dagewesene Krisensituation gemeinsam durchstehen.“

 

Landrat Niedergesäß zum aktuellen Stand der Corona-Krise im Landkreis Ebersberg:

Mittwoch, 25. März 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand heute Vormittag, Mittwoch, 25. März 2020, 70 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. In häuslicher Quarantäne befinden sich 435 Menschen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 88 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 18 von ihnen sind wieder gesund.

In der Kreisklinik werden Stand heute, 25. März 2020, 9 infizierte Patienten behandelt, vier von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen beatmet werden. Es gibt 27 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

244 Landkreisbürger haben sich gestern über das Bürgertelefon (08092) 823 680 informiert, 27 Betriebe haben auf der für sie eingerichteten Hotline angerufen.

Die Errichtung des Hilfskrankenhauses in der Dreifachturnhalle in Ebersberg schreitet voran. BRK und THW arbeiten an der notwendigen technischen Nachrüstung unterstützt von einem ehrenamtlich arbeitenden Architekten, der über Erfahrungen in diesem Bereich verfügt.

Weiter ein großes Problem stellt das fehlende Material dar. Im Landkreis Ebersberg kommt aus der zentralen Verteilung nach wie vor zu wenig an. Es fehlt an Schutzmasken, an Schutzkleidung, an Schutzbrillen etc.. für das medizinische Personal. Die für die Untersuchungsabstriche benötigten Utensilien stehen nicht in ausreichender Anzahl zur Verfügung. Ein Engpass zeichnet sich auch bei den Reagenzien für die Labordiagnostik ab.

Dringend benötigt werden insbesondere auch für das Hilfskrankenhaus Menschen, die mithelfen können, Kranke zu versorgen oder den Betrieb in der Klinik zu unterstützen. Wer eine medizinische Ausbildung hat und aushelfen kann, sollte sich auf dem Bewerberportal des Landkreises Ebersberg melden oder telefonisch unter der Nummer 08092 822210 (Personalleitung Kreisklinik). Gesucht werden auch Hilfskräfte für die Reinigung, Essensversorgung etc…

Landrat Robert Niedergesäß: „Im Moment müssen wir mit steigenden Fallzahlen rechnen. Das ist der Grund, warum wir ein Hilfskrankenhaus einrichten. Wir werden es aber erst belegen, wenn in der Kreisklinik selbst keine Kapazitäten mehr vorhanden sind. Die genehmigten 328 Betten können wir dort auf bis auf 500 ausbauen. Deshalb suchen wir dringend Menschen, die mithelfen können, die Kranken gut zu versorgen in dieser besonderen Situation. Wir brauchen ihre Hilfe, bitte melden Sie sich, besonders, wenn Sie entsprechend ausgebildet sind.“

Dienstag, 24. März 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand heute Vormittag, Dienstag, 24. März 2020, 57 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert, 15 Fälle gelten mittlerweile als geheilt. In häuslicher Quarantäne befinden sich 405 Menschen.

In der Kreisklinik werden Stand heute, 24. März 2020, 5 infizierte Patienten behandelt, drei von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen beatmet werden. Es gibt 29 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

Am Diagnostikzentrum in Ebersberg sind derzeit 160 Untersuchungen pro Tag möglich. Die Kapazitäten dort könnten, wenn nötig, auf 200 erhöht werden. Es besteht kein Bedarf für eine weitere Teststation im Landkreis oder einen „mobilen Bus“. Dafür wären auch keine Testkapazitäten vorhanden. Das Gesundheitsamt sieht das zentrale Angebot in Ebersberg als absolut ausreichend an. Es gibt auch aus der Bevölkerung und seitens der Ärzte keine Beschwerden oder weitere Bedarfsanmeldungen, das Diagnostikzentrum in der Kreisstadt ist aus allen Richtungen gut erreichbar.

314 Landkreisbürger haben sich gestern über das Bürgertelefon (08092) 823 680 informiert, 41 Betriebe haben auf der für sie eingerichteten Hotline angerufen.

Das Hilfskrankenhaus in der Dreifachturnhalle in Ebersberg wird weiter intensiv vorbereitet. Die Halle wurde inzwischen weitgehend geräumt. In enger Zusammenarbeit mit der Kreisklinik wird an einem Versorgungskonzept für den Notfall gearbeitet. Die ganzen Pläne werden aber an ihre Grenzen stoßen, wenn kein Personal zur Versorgung der erkrankten Menschen zur Verfügung steht. „Wir brauchen dringend die Unterstützung durch Ärzte, Kranken- und Pflegepersonal, ohne die wir den möglichen starken Zugang an Patienten nicht in der gewohnten Qualität aufrechterhalten können“, so Landrat Robert Niedergesäß.

Aktuell ist geplant die für Montag, 30. März 2020 vorgesehene Gartenabfallsammlung durchzuführen. Baum-, Strauch- und Rasenschritt und andere Pflanzenabfälle können außerhalb des Gartens bereitgestellt werden. Sie sollen mit kompostierbaren Schnüren in handliche Bündel verpackt sein, lose Kleinteile in Papiersäcken. Die Sammlung beginnt am Montag um 8.00 Uhr. Wegen Personalengpässen kann es sein, dass sich die Sammelzeit etwas verlängert.

Geschlossen bleiben die Komposthöfe im Landkreis voraussichtlich bis 4. April 2020. Es entfällt also bis dahin die Möglichkeit am Samstagvormittag Kompostmaterial direkt dort anzuliefern.

Die Kommunale Abfallwirtschaft rät von Altpapiersammlungen durch Vereine zum gegenwärtigen Zeitpunkt dringend ab. Einige Vereine haben bereits Sammlungen abgesagt.

Landrat Robert Niedergesäß: „BRK, THW, Vertreter der Bundeswehr leisten wichtige Unterstützungsarbeit auch und besonders beim Aufbau des Hilfskrankenhauses. Das ist für sie kein normaler Einsatz, kein Tagesgeschäft. Das Know-how, das die einzelnen Fachberater und ihre Teams mitbringen, und ihre Hilfe sind sehr wertvoll für den Landkreis. Sie sind da, weil Sie gebraucht werden. Dafür gilt Ihnen mein besonderer Dank.“

Sie sind Arzt/Ärztin, Pflegefachkraft oder Pflegehilfskraft? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung.

Montag, 23. März 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand heute, Montag, 23. März 2020, 52 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. In häuslicher Quarantäne befinden sich 356 Menschen.

In der Kreisklinik werden Stand heute, 23. März 2020, 4 infizierte Patienten behandelt, zwei von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen beatmet werden. Es gibt 24 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.  

Für heute wird eine Lieferung von Schutzmaterial wie Masken und Schutzanzüge erwartet.

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz wurde heute vom Innenministerium in eine 24-Stunden-Rufbereitschaft versetzt. Die Vorbereitungsarbeiten für das Hilfskrankenhaus in der Dreifachturnhalle in Ebersberg laufen auf Hochtouren. Heute ist die Räumung der Halle von Sportgeräten etc.. In den nächsten 14 Tagen wird hier ein Hilfskrankenhaus entstehen. Dieses Hilfskrankenhaus wird vorsorglich für den Fall vorbereitet, falls die Kapazitäten der Kreisklinik nicht mehr ausreichen sollten. Die Klinik kann für den Notfallbetrieb auf bis zu 400 Betten erweitern. Landrat Niedergesäß: „Wir hoffen, dass wir dieses Hilfskrankenhaus nie benötigen, aber wir müssen uns für den Ernstfall vorbereiten.“ Eine besondere Herausforderung ist es, schnell in der benötigten Zahl entsprechend qualifiziertes Personal zu finden. Daran arbeiten verschiedene Fachbereiche und Organisationen. Interessierte können sich auch über das Bewerberportal des Landratsamtes bewerben.

Hier finden Sie Informationen zum Umgang mit Abfällen aus Haushalten, in denen jemand mit dem Virus infiziert ist.

Die Untersuchungskapazitäten am Diagnostikzentrum wurden inzwischen auf 160 Untersuchungen pro Tag gesteigert, es kann weiter auf 200 Untersuchungen ausgebaut werden. Systemrelevantes Personal wird im Falle einer Identifizierung als Kontaktperson 1 vorrangig getestet, auch wenn es keine Symptome hat. Das Hilfspersonal soll so schnell wie möglich an seinen Einsatzort zurückkehren können. Dagegen wurde von der mobilen Diagnostikmöglichkeit in Poing zunächst wieder Abstand genommen, weil die Kapazitäten in Ebersberg nun für den Bedarf des Landkreises ausreichen und derzeit keine Prioritäten auf einen weiteren mobilen Standort gebunden werden sollen, der noch dazu immer nur sporadisch besetzt werden könnte.

Landrat Robert Niedergesäß: „Wir brauchen für das Hilfskrankenhaus, das wir gerade ausstatten, dringend medizinisches Personal. Falls auch bei uns in kurzer Zeit sehr viele Infizierte versorgt werden müssen, müssen wir eine Entlastung für die Kreisklinik schaffen. Bitte melden Sie sich, wenn Sie eine Ausbildung in einem medizinischen Beruf haben. Sie werden dringend gebraucht.“

Sonntag, 22. März 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand gestern, Samstag, 21. März 2020, 44 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. In häuslicher Quarantäne befinden sich 270 Menschen.

In der Kreisklinik werden Stand heute, 22. März 2020 4 infizierte Patienten behandelt, eine Person muss auf der Intensivstation beatmet werden. Es gibt 20 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt, zwei von ihnen sind auf der Intensivstation unter Beatmung. 

Bei der Sitzung des Krisenstabs im Landratsamt heute standen im Vordergrund die Themen Schutzmaterial für medizinisch und pflegerisch tätiges Personal in allen Bereichen und Einrichtungen und Entlastungsmaßnahmen für die Kreisklinik, wenn die Fallzahlen weiter ansteigen.

Schutzmasken, Schutzanzüge, Desinfektionsmittel etc. werden jetzt nach Einwohnerzahl an die Kreisverwaltungsbehörden ausgegeben. Aktuell kommt aber noch zu wenig Material im Landkreis Ebersberg an.

Für den Fall einer Überlastung der Kreisklinik werden die Vorbereitungen für ein Hilfskrankenhaus in der Dr.-Wintrich-Dreifachturnhalle in Ebersberg getroffen und es werden Strukturen geschaffen zur Unterbringung von nicht mehr schwerkranken Patienten, die aber noch nicht entlassen werden können. Ziel ist es auch die Versorgung von Nicht-Corona-Patienten in guter Qualität weiterhin sicher zu stellen. Auf verschiedenen Wegen wird versucht, die notwendige Personalaufstockung zu erreichen.

Nach einer Ergänzung der Allgemeinverfügung des Gesundheitsministeriums können nun auch die Familien ihre Kinder in einer Einrichtung betreuen lassen, in denen nur ein Elternteil einen systemrelevanten Beruf ausübt. Darüber werden die Träger am Montag informiert, ab Dienstag sollten die entsprechenden Strukturen aufgebaut sein.

Landrat Robert Niedergesäß: „Die Fallzahlen an unserer Kreisklinik werden nun steigen, ebenso die Zahl der infizierten Personen. Die beiden untersuchungsfreien Wochenendtage haben wir genutzt, die Diagnostik ab dieser Woche bis auf 160 Untersuchungen täglich zu erhöhen. Jeder kann helfen, vermeiden Sie persönliche soziale Kontakte und bleiben Sie zuhause!“

Samstag, 21. März 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand heute Morgen, Samstag, 21. März 2020, 44 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert.

In der Kreisklinik werden derzeit 5 infizierte Patienten behandelt, eine Person auf der Intensivstation. 12 Verdachtsfälle werden isoliert stationär behandelt.

Am Bürgertelefon haben sich gestern 270 Landkreisbürger informiert, 49 Anrufe verzeichnet die Hotline für Betriebe und Unternehmen.

Die Zahl der Mitarbeiter des Landratsamt, die vor Ort waren, konnte am Freitag nocheinmal reduziert werden auf jetzt 112. Ein großer Teil von ihnen ist mit Arbeiten beschäftigt, die in Zusammenhang mit der Corona-Krise stehen.

Ab sofort und voraussichtlich bis zum Ende der Ausgangsbeschränkungen ist auch die Kfz-Zulassungsbehörde Ebersberg geschlossen. Nur in existenziellen Notlagen sowie zur Aufrechterhaltung der Öffentlichen Sicherheit und Ordnung und der systemrelevanten Infrastruktur können Termine per Telefon unter der Nummer (08092) 823 341 oder E-Mail mit der Adresse zulassung@lra-ebe.de vereinbart werden. Allgemeine Fragen bezüglich der Kfz-Zulassung sind weiterhin unter (08092) 823 341 möglich. Alle bereits reservierten Online-Termine bis einschließlich Ende der Ausgangsbeschränkungen müssen entfallen. Die Online-Zulassung über das Bürgerserviceportal des Landratsamtes kann jedoch genutzt werden.

Bei der Zusammenkunft des Krisenstabs am Samstag informierte der Vertreter der Polizei, dass in der Gemeinde Ismaning im Landkreis München Personen von Haus zu Haus gegangen sind ausgerüstet mit Mundschutz, Schutzanzug usw.. Unter dem Vorwand, sie wollen Menschen testen, haben sie versucht in deren Wohnungen zu gelangen. Mitarbeiter des Gesundheitsamtes besuchen im Normalfall nicht unangemeldet und ohne Anlass. Die Landkreisbürger sollten vorsichtig sein, wenn Unbekannte an ihrer Tür klingeln, andere informieren und die Notrufnummer 110 anrufen, wenn sie ähnliches beobachten oder erleben.

Landrat Robert Niedergesäß: „Viele Maßnahmen sind auf den Weg gebracht, mit denen wir den Anforderungen, die die aktuelle Situation mit sich bringt, begegnen und Probleme lösen. Die Arbeit des Krisenstabs und der eingebundenen Organisationen läuft für die Landkreisbürger nicht sichtbar im Hintergrund. Auch, was viele Ehrenamtliche oder einfach nette Nachbarn für ihre Mitmenschen tun, geschieht, ohne dass darüber viel geredet wird. Wie wichtig und wertvoll das alles ist, werden wir ermessen können, wenn wir diese Situation bewältigt haben. Jeder einzelne kann dazu beitragen, indem er seine sozialen Kontakte und die seiner Familie auf das allernotwendigste Maß reduziert.“

Freitag, 20. März 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand heute Morgen, 20. März 2020, 41 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. 161 befinden sich in Quarantäne.

In der Kreisklinik werden derzeit 4 infizierte Patienten behandelt, eine Person auf der Intensivstation. 13 Verdachtsfälle werden isoliert stationär behandelt.

Am Bürgertelefon haben sich gestern 297 Landkreisbürger informiert, 55 Anrufe verzeichnete die Hotline für Betriebe und Unternehmen.

Im Diagnostik-Zentrum wurden gestern insgesamt 55 Menschen auf das Corona-Virus untersucht.

Die Zahl der Mitarbeiter des Landratsamt, die vor Ort sind, konnte am Donnerstag auf 135 reduziert werden. Ein großer Teil von ihnen ist mit Arbeiten beschäftigt, die in Zusammenhang mit der Corona-Krise stehen.

Ein großes Problem für alle medizinischen Bereiche stellen nach wie vor die Materialengpässe bei der Schutzkleidung dar.

Das THW hat nun auch im Krisenstab im Landratsamt seine Arbeit aufgenommen.

Auf der Homepage des Landratsamtes finden sich unter www.lra-ebe.de eine Liste mit Hilfsangeboten in den Gemeinden sowie überörtliche Angebote wie beispielsweise der Einkaufsservice des BRK.

Landrat Robert Niedergesäß: „Die Corona-Krise ist eine bisher nicht gekannte Herausforderung für uns alle. Noch nie waren wir in unserer Bewegungsfreiheit so eingeschränkt. Dass das zu unserem eigenen Schutz notwendig ist, macht es nicht unbedingt einfacher. Ich denke an Familien mit kleineren Kindern, an alte Menschen, die allein in ihren Wohnungen leben oder an Jugendliche, denen es schwer fällt ihre Freunde nicht zu treffen. Aber, wenn jeder von uns jetzt bewusst auf soziale Kontakte verzichtet, haben wir eine größere Chance die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Ich sorge mich, denn die Bilder aus Italien sind sehr bedrückend!“

Für Hörgeschädigte gibt es das aktuelle Video dieses Mal auch in Gebärdensprache.

Donnerstag, 19. März 2020

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand heute Morgen, 19. März 2020,

37 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. 161 befinden sich in Quarantäne.

Im Diagnostik-Zentrum wurden gestern 36 Menschen untersucht. Für heute rechnet man mit deutlich mehr Patienten, da für niedergelassene Ärzte aus dem Landkreis beim Gesundheitsamt eine Telefon-Hotline neu eingerichtet wurde. Maximale Kapazität im Diagnostik-Zentrum sind heute 100 Untersuchungen und ab morgen 160. Es wird erwartet, dass die Zahl der Infizierten in den nächsten Tagen deutlich ansteigt.

Die bayernweit organisierte mobile Möglichkeit zu einer Diagnostik von Corona-Verdachtsfällen soll, wenn sich passend ausgestattete Plätze finden lassen, und das Untersuchungsmaterial organisiert werden kann, für den Landkreisnorden angemeldet werden, vorzugsweise in Poing.

In der Kreisklinik gibt es seit gestern Nachmittag einen positiv getesteten Patienten, dessen Zustand stabil ist, bei einer weiteren Patientin steht noch das Testergebnis aus. Bei vier weiteren Verdachtsfällen wird das Test-Ergebnis morgen erwartet.

Die Klinik bereitet sich weiter auf die Corona-Patienten vor und braucht dazu die Räumlichkeiten der Bereitschaftspraxen der KVB-Ärzte. Ersatzräume sollen nun ebenfalls im ehemaligen Kreissparkassengebäude bereitgestellt werden.

Auf der Bürger-Hotline im Landratsamt sind am Mittwoch 270 Anrufe eingegangen, auf der neu eingerichteten Hotline für Betriebe und Unternehmen 30, beim Wirtschaftsförderer des Landkreises direkt gemeldet haben sich 14 Betriebe.

Für Hörgeschädigte gibt es ab sofort einen E-Mail-Service unter der Adresse coronainfo.hoergeschaedigte@lra-ebe.de

Immer weniger Mitarbeiter sind im Landratsamt vor Ort. Am Montag waren es noch 176 der über 500. Über 80 von ihnen arbeiten in Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Krise.

Das BRK bietet einen Einkaufsservice für in Quarantäne befindliche Personen und Risikogruppen an. Unter der Nr. (08092) 20 95 120 können sich Bürger anmelden, die Unterstützung dabei brauchen ihre Versorgung mit Lebensmitteln sicherzustellen. Das Team Bayern des BRK will sich auch um Senioren kümmern, die durch die aktuelle Krisensituation isoliert sind und gerne telefonisch Kontakt hätten. Auf der Homepage des Landratsamtes findet sich bei den Informationen zur aktuellen Corona-Krise auch eine Liste mit weiteren Hilfsangeboten z.B. von Nachbarschaftshilfen.

Erstmals war im Krisenstab heute ein Vertreter der Polizei dabei. Er berichtete von Bürgern aus verschiedenen Gemeinden, die angerufen haben, weil an Spielplätzen, Skateranlagen etc. Menschengruppen zusammengekommen sind. Auch Hinweisen auf sog. „Corona Partys“ musste die Polizei nachgehen. Mit Information und Aufklärung, aber wenn nötig auch mit den entsprechenden Maßnahmen, soll dem begegnet werden.

Landrat Robert Niedergesäß: „Ministerpräsident Markus Söder sagte heute, dass die Menschen in Bayern physisch mehr Abstand halten müssen, aber dafür vom Gefühl her näher zusammenstehen. Das ist auch in unserem Landkreis so. Viele Menschen bieten ihre Hilfe an. Sie werden gebraucht, in den Gemeinden, wo es darum geht, dass Menschen versorgt werden, die in Quarantäne sind oder alte Menschen und solche mit unterschiedlichen chronischen Krankheiten. Kein Verständnis habe ich für Menschen die meinen, ihre durch die Corona-Krise verursachte neue „Freizeit“ für gruppenbezogene Freizeitaktivitäten nutzen zu können. Das  ist rücksichtslos den Mitmenschen gegenüber, jeder weiß um die Gefährlichkeit des Virus, das jede sich bietende Gelegenheit nutzt überzuspringen, jeder kann betroffen sein und Hilfe benötigen.“

Mittwoch, 18. März 2020

Die Zahl der positiv auf das Corona-Virus getesteten Menschen im Landkreis ist im Vergleich zum Vortag leicht angestiegen auf 31 Personen.

141 Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Im Diagnostikzentrum wurden in den letzten Tagen im Schnitt ca. 40 Personen untersucht. Man arbeitet nun mit weiteren Laboren zusammen um die Rückmeldung der Tests zu beschleunigen. Ab Freitag wird das Gesundheitsamt die Anzahl der Untersuchungen deutlich erhöhen können. Derzeit wird an der Einrichtung eines mobilen Untersuchungszentrums für die Abstriche im Landkreisnorden gearbeitet. Organisatorisch und zur Terminvereinbarung wird das Gesundheitsamt von Mitarbeitern des Landratsamtes unterstützt. Bei den Untersuchungen sind Kräfte des BRK im Einsatz. Die Hausärzte haben ab morgen die Möglichkeit, für ihre Patienten Untersuchungstermine zu vereinbaren. Hierzu können sie entweder eine Überweisung für den Patienten schreiben, der sich dann direkt an eine spezielle Stelle für die Terminvereinbarung wendet oder sie vereinbaren gleich direkt einen Termin für den Abstrich.

In der Kreisklinik gibt es zum Stand heute Morgen keine neuen Fälle. Die Klinik ist aber auf einen Anstieg von Corona-Patienten vorbereitet.

Für Anfragen von Unternehmen aus dem Landkreis wurde eine E-Mail-Adresse eingerichtet: corona-gewerbe@lra-ebe.de . Eine Hotline für Unternehmen ist unter der Telefonnummer (08092) 823 685 eingerichtet. Die Hotline ist von Montag bis Freitag zu den üblichen Öffnungszeiten des Landratsamtes erreichbar. Außerhalb dieser Öffnungszeiten erreicht man das Landratsamt auf der Bürgerhotline unter (08092) 823 680.

Im Landratsamt arbeiten die Mitarbeiter so weit wie möglich in Schichten, so dass bei möglichen Erkrankungsfällen der Notbetrieb aufrechterhalten werden kann. Zahlreiche Mitarbeiter arbeiten im Homeoffice. Das Landratsamt ist für Besucher geschlossen. Wer dringende unaufschiebbare Angelegenheiten zu erledigen hat, muss sich telefonisch oder per E-Mail melden.

Der Krisenstab im Landratsamt ist seit heute mit dem BRK verstärkt und ab morgen wird auch die Polizei den Stab unterstützen.

Das Landesamt für Umweltschutz hat auf seiner Homepage Informationen zur Entsorgung von Abfällen bereitgestellt, bei denen eine Kontamination mit dem Corona-Virus nicht auszuschließen ist. Man findet sie unter https://www.lfu.bayern.de/abfall/index.htm.

Landrat Robert Niedergesäß: „Derzeit arbeitet das Gesundheitsamt mit Hochdruck daran, die Anzahl der pro Tag möglichen Untersuchungen mehr als zu verdoppeln und die Ergebnisse schneller zu erhalten. Landratsamt und BRK unterstützen, wo das möglich ist. Solidarität und Zusammenarbeit werden uns helfen diese Krise zu bewältigen. Damit das möglich ist, haben wir den Betrieb in den anderen Arbeitsbereichen heruntergefahren und zum Teil ganz eingestellt. Dafür bitten wir die Landkreisbürger um Verständnis.“

Dienstag, 17. März 2020

Zum Stand heute Morgen, 17. März 2020, gibt es im Landkreis 28 Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert sind. Über 150 Landkreisbürger sind derzeit in Quarantäne.

Gestern haben sich ca. 330 Menschen über die Hotline mit Fragen zum Corona-Virus an das Landratsamt gewandt.

In der Kreisklinik werden im Moment vier Verdachtsfälle behandelt. Eine Quarantäne-Station wird in Kürze in Betrieb genommen.

Das Landratsamt muss den Besucherverkehr möglichst geringhalten. Wer dort etwas zu erledigen hat, sollte unbedingt vorher anrufen bzw. eine E-Mail schreiben und einen Termin vereinbaren. Der Grund dafür ist zum einen, dass voraussichtlich bis zum Ende der Osterferien möglichst viele Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten werden und dass zum anderen die persönlichen Begegnungen so gering wie möglich gehalten werden sollen, um der Ausbreitung des Corona-Virus entgegenzuwirken. Der Haupteingang des Gebäudes an der Eichthalstraße wird geschlossen. Besucher können sich über eine Sprechanlage an der Tür rechts neben der großen Rundtüre anmelden.

Alle Mitarbeiter des Teams Demografie unterstützen das Gesundheitsamt und können deshalb in ihrem eigenen Arbeitsbereich derzeit nicht tätig sein.

Im gesamten Landkreis abgesagt sind alle Termine der mobilen Problemabfall-Sammlung am Freitag und Samstag, 20. und 21. März sowie am Freitag und Samstag, 17. und 18. April 2020.

Abgesagt wurde die für morgen geplante Sitzung des Umweltausschusses. Darüber, welche Sitzungen dringend stattfinden müssen, wird je nach Einzelfall entschieden. Diese Vorgehensweise wird auch den Kommunalparlamenten empfohlen.

Wegen der Problematik von knappem Untersuchungsmaterial und fehlender Schutzausrüstung wird über einen Vertreter der Bundeswehr, der an der heutigen Sitzung des Krisenstabs teilgenommen hat, versucht eine Lösung zu finden.

Ebenso wird versucht, zusätzliche Testlabore zu finden, damit die Anzahl der pro Tag durchgeführten Tests erhöht werden kann und dann auch die niedergelassenen Ärzte besser unterstützt werden können.

Im Jobcenter sind persönliche Vorsprachen aktuell nicht mehr möglich. Per E-Mail kann man unter jobcenter-ebersberg@jobcenter-ge.de Kontakt aufnehmen und telefonisch mit der Nummer (08092) 8256 93 oder (08092) 8256 750. Für die Abgabe von Veränderungsmitteilungen und Weiterbewilligungsanträgen steht der Hausbriefkasten und rund um die Uhr das Online-Portal „jobcenter.digital“ zur Verfügung.

Landrat Robert Niedergesäß: „Wir alle sind mitten in der Bewältigung dieser Krise. Jeder Tag bringt neue Herausforderungen und Fragen, auf die wir immer wieder neue Antworten finden müssen. Die Pandemie ist ein dynamischer Prozess, jeder von uns kann dazu beitragen, dass er verlangsamt wird, indem man direkte soziale Kontakte stark einschränkt.“

Montag, 16. März 2020

Zum Stand heute Morgen, Montag, 16. März 2020, waren 28 Landkreisbürger positiv auf das Corona-Virus getestet. Über 120 befinden sich als Kontaktpersonen in verpflichtender Quarantäne.

Im Landratsamt wird der normale Dienstbetrieb, wo das möglich ist, zurückgefahren. Die Mitarbeiter werden in krisenrelevanten Bereichen eingesetzt.

Das Landratsamt wird für den Publikumsverkehr stark eingeschränkt. Wer dort etwas erledigen möchte, sollte vorher anrufen oder sein Anliegen per E-Mail mitteilen.

Bei der Hotline des Gesundheitsamtes sind allein am vergangenen Samstag und Sonntag fast 200 Anrufe eingegangen. Mitarbeiter aus verschiedenen Fachbereichen unterstützen ihre Kollegen von der Gesundheitsbehörde.

Im Diagnostikzentrum werden derzeit die positiv Getesteten und die engsten Kontaktpersonen untersucht, um die sich das Gesundheitsamt kümmert. D.h. es werden Abstriche bzw. Sputum genommen. Die Kapazitäten dort sollen so schnell wie möglich ausgeweitet werden. Weiterhin ein Problem sind die Materialien, die für diese Untersuchungen benötigt werden. Hier erhofft man sich Verbesserungen durch den heute für ganz Bayern von Ministerpräsident Markus Söder ausgerufenen Katastrophenfall.

Landrat Robert Niedergesäß: „Dass der Katastrophenfall bayernweit ausgerufen worden ist, bringt viele Vorteile für die Krisen-Arbeit vor Ort. Wenn sich alle an die angeordneten Vorgaben halten, werden wir hoffentlich die Pandemie verlangsamen können.“

Samstag, 14. März 2020

Bei der Sitzung des Krisenstabs am Samstagmorgen, 14. März 2020, gab das Gesundheitsamt bekannt, dass aktuell 22 Landkreisbürger positiv auf das Corona-Virus getestet sind.

Die Telefon-Hotline des Gesundheitsamtes wird von der Landkreisbevölkerung sehr gut angenommen, deshalb wurden die Zeiten ensprechend angepasst, zu denen ein Ansprechpartner zur Verfügung steht:

Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 18.00 Uhr.

Samstag und Sonntag von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn empfiehlt Bürgerinnen und Bürgern, die innerhalb der letzten 14 Tage in Italien, in der Schweiz oder in Österreich waren, unnötige Kontakte zu vermeiden und wenn möglich 2 Wochen in freiwilliger Quarantäne zu verbringen - unabhängig davon, ob Sie Symptome haben oder nicht.

Freitag, 13. März 2020

Mit Stand Freitagnachmittag sind bisher 20 Landkreisbürger mit dem Corona-Virus infiziert und damit eine Person mehr als am Vortag. Sie sind fast alle zuhause in Quarantäne. Insgesamt sind im Landkreis derzeit ca. 70 Personen in häuslicher Quarantäne. Einer der beiden in der Kreisklinik behandelten Patienten konnte inzwischen nachhause entlassen werden, bei der zweiten Person wird auf den zweiten Test gewartet, der erste war negativ. Ferner werden vier Verdachtsfälle in der Klinik betreut, auch hier müssen die Testergebnisse abgewartet werden.  

„In der Kreisklinik kann im Notfall die Anzahl der Intensivbetten von 14 auf 20 hochgefahren werden. 19 Beatmungsmöglichkeiten und damit vergleichsweise viele stehen zur Verfügung. Die Versorgung möglicher Patienten aus dem Landkreis Ebersberg ist derzeit sichergestellt“, so Klinik-Geschäftsführer Stefan Huber.

Die Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsamt und dem BRK im Diagnostikzentrum verläuft sehr positiv. Der Landkreis stellt eine weitere Ärztin in Teilzeit zur Verstärkung des Personals im Gesundheitsamt ein, so dass zwei zusätzliche Kräfte zur Verfügung stehen werden. Ein Problem ist weiterhin das deutschlandweit knappe Material, das für die Untersuchungen von sehr nahen Kontaktpersonen benötigt wird. Hier kann das Gesundheitsamt derzeit leider nur maximal 20 Personen pro Tag testen. Die Kontaktpersonen müssen aber ohnehin ab dem letzten Kontakt 14 Tage in strikter häuslicher Quarantäne bleiben.

Die Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen (Ärzte, Kranken- und Altenpflegekräfte, Polizisten, …), die einen Anspruch auf eine Notbetreuung haben, sollen in ihren bisherigen Einrichtungen betreut werden.   

Landrat Robert Niedergesäß hatte für Freitagvormittag alle 21 Landkreis-Bürgermeister ins Landratsamt eingeladen. Dabei wurde auch auf Wunsch aller Bürgermeister ein möglichst gemeinsames Vorgehen beschlossen. Ministerpräsident Markus Söder hatte am Vormittag die Schließung aller Schulen und Kindertagesstätten angekündigt. Die Bürgermeister einigten sich darauf, dass ab sofort alle öffentlichen Turnhallen und Sportplätze zunächst bis zum 19. April geschlossen werden sollen, ferner auch die Hallenbäder, die Büchereien, Musikschulen und Volkshochschulen. Auch kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte oder Theater sollen abgesagt werden, das gleiche gilt für Jahrmärkte. Wochenmärkte mit Lebensmittel-Verkauf sind davon allerdings nicht betroffen.

Beraten haben die Bürgermeister auch über die Maibaumstüberl und das Aufstellen der Maibäume. Hier soll ein Appell an die Verantwortlichen gehen, auf jeden Fall größere Zusammenkünfte zu vermeiden oder das Aufstellen zu verschieben.

„Ich bitte alle Landkreisbürger um Verständnis für diese Maßnahmen, die die sozialen Kontakte stark einschränken. Aber nur so kann ein starker und plötzlicher Anstieg von Erkrankungsfällen vermieden werden, der auch unsere Gesundheitssysteme überlasten würde“, so Landrat Robert Niedergesäß.

Bei den Kommunalwahlen am kommenden Sonntag ist das Risiko sich mit dem Corona-Virus anzustecken vergleichsweise gering, wenn man die gängigen Hygieneempfehlungen beachtet. Unwahrscheinlich ist auch, dass sich Wahlhelfer mit dem Virus infizieren. Wie sie sich zu ihrer Sicherheit am besten verhalten, können sie u.a. in einem Merkblatt des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) nachlesen, das alle erhalten haben. Die Bürger sollen zur Wahl am besten eigenen Stifte mitbringen, Wähler und Wahlhelfer sollen einen vernünftigen Abstand halten.   

In der Kreisbehörde bereitet man sich unterdessen auf einen Notbetrieb vor für den Fall, dass beim Personal Erkrankungen auftreten sollten. Das haben die Fachleute auch den Gemeinden empfohlen.

„Die Bürgermeister unserer Städte und Gemeinden gehen die aktuelle Situation vernünftig, besonnen und tatkräftig an. Dafür danke ich ihnen sehr. Denn im Ende entscheidet es sich vor Ort, wie jeder einzelne in seinem Verantwortungsbereich handelt. Dass wir uns dabei auf eine gemeinsame Vorgehensweise stützen können, ist für alle hilfreich und nützt allen Landkreisbürgern“, so der Landrat. Landrat und Bürgermeister werden sich in den nächsten Wochen regelmäßig über gemeinsame Schritte beraten.

Donnerstag, 12. März 2020

Die Grund- und Mittelschule Vaterstetten muss bis einschließlich 20. März 2020 geschlossen bleiben. Die erste Kontaktperson wurde zwar erfreulich negativ getestet, aber es stehen noch die Untersuchungsergebnisse von weiteren möglichen Kontaktpersonen aus.

Die Grundschule Frauenneuharting, Schulhaus in Oberndorf, Schulstrasse 7, wird ab sofort bis incl. Montag, 16.03.2020 geschlossen.
Die Grundschule Ebersberg, Schulhaus Floßmannstrasse 1 und Baldestrasse 20 (und die Mittagsbetreuung) wird ab sofort bis inclusive Montag, 16.03.2020 geschlossen.
Der Kindergarten Villa Emilia in Oberndorf wird ab sofort bis einschließlich Montag, 16.03.2020 geschlossen.
Das Gymnasium Kirchseeon bleibt geschlossen bis einschließlich Freitag, 20.03.2020.
Auch am Humboldt-Gymnasium Vaterstetten findet bis einschließlich Freitag, 20. März 2020 kein Unterricht statt.
Weitere Informationen zu Schulschließungen findet man auf der Seite des Kultusministeriums https://www.km.bayern.de/

Bei den Schulen des Landkreises, die geöffnet sind, wurden die täglichen Reinigungsmaßnahmen in den Gebäuden bereits letzte Woche intensiviert. Landrat Robert Niedergesäß befürwortet aus Sicherheitsgründen eine vorübergehende Schließung aller Schulen landesweit, da sich die Situation unübersichtlich entwickelt und hofft, dass die Ministerpräsidentenkonferenz heute eine entsprechende Entscheidung trifft. Das Gesundheitsamt darf derzeit nur betroffene Schulen schließen.

Insgesamt sind mit Stand heute Morgen 19 Menschen aus dem Landkreis positiv auf das Corona-Virus getestet. Zwei von ihnen werden in der Kreisklinik behandelt. Die anderen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Ab heute Nachmittag, 12. März 2020 steht im ehemaligen Sparkassengebäude an der Kolpingstraße das Diagnostikzentrum zur Verfügung. Das Gesundheitsamt weist nochmals darauf hin, dass Patienten nur nach ärztlicher Anweisung und Terminvereinbarung dorthin kommen sollen. Am kommenden Montag, 16. März 2020 kann die vom Landkreis eingestellte Ärztin ihre Arbeit aufnehmen und das Personal im Gesundheitsamt unterstützen. Robert Niedergesäß bedankt sich beim Kreisverband des BRK für die tatkräftige Unterstützung im Diagnostikzentrum.  

Generell geht man im Landratsamt auf Nummer sicher und empfiehlt den Mitarbeitern auf nicht notwendige Fortbildungen und Veranstaltungen zu verzichten. Das ist auch der Rat, wenn Veranstalter im Landratsamt nachfragen. Veranstaltungen über 1000 Teilnehmer sind derzeit ohnehin untersagt, unter dieser Teilnehmerzahl liegt es im Ermessen der für die Veranstaltung Verantwortlichen, ob sie stattfindet oder nicht.

In Klinik und Seniorenheimen sollen die Besuche möglichst auf nahe Angehörige beschränkt werden. Gerade dort befindet sich der Personenkreis, der als besonders gefährdet gilt: Menschen mit Vorerkrankungen und höheren Alters. Das Landratsamt stimmt sich derzeit mit den Heimen ab und gibt Empfehlungen, den Besuch so stark wie möglich zu reduzieren.

Landrat Robert Niedergesäß hat für kommenden Montag ein Treffen der oberbayerischen Landräte initiiert, bei dem Probleme und Fragen erörtert werden, die in gemeinsamer Aktion und über die jeweiligen Landkreisgrenzen hinaus besser einer Lösung entgegengebracht werden können. Dazu gehören zum Beispiel auch die sich abzeichnenden Probleme bei der Beschaffung von etwa Schutzmasken, Schutzbrillen und Abstrich-Material.

Landrat Robert Niedergesäß: „Morgen kommen die Bürgermeister der Landkreiskommunen ins Landratsamt und können sich hier direkt bei den zuständigen Fachleuten informieren und wo das sinnvoll, möglich und hilfreich ist, eine gemeinsame Vorgehensweise absprechen. Am Montag findet dann das Treffen der oberbayerischen Landräte statt. Es ist sehr wichtig, dass wir uns abstimmen und die Probleme gemeinsam angehen.“

Mittwoch 11. März 2020

Am Humboldt-Gymnasium-Vaterstetten muss der Unterricht zunächst bis einschließlich Freitag, 20. März 2020 entfallen. Zwei Schüler wurden positiv auf das Corona-Virus getestet. Die Schulleitung hat die Schulfamilie intern näher darüber informiert. Das Gesundheitsamt wird sich im Rahmen seiner Fall- und Kontakteermittlung an betroffene Kontaktpersonen wenden.

Die Grund- und Mittelschule Vaterstetten bleibt morgen, Donnerstag, noch geschlossen. Darüber, wie es dort weitergeht, kann das Gesundheitsamt morgen informieren.

Im Landratsamt trifft sich täglich der Krisenstab. Dabei wurde heute mitgeteilt, dass insgesamt 14 Personen im Landkreis positiv getestet wurden. Zwei von ihnen werden in Isolierungszimmern in der Kreisklinik behandelt, die anderen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Der Geschäftsführer der Kreisklinik, Stefan Huber berichtete, dass ab acht an dem Virus erkrankten Patienten eine Isolierstation eröffnet werden würde. Die Klinik hat die notwendigen Vorbereitungen getroffen. Bei der Materialbeschaffung von z.B. sogenannten Abstrichen, Schutzanzügen, Schutzmasken etc. hat Huber dem Gesundheitsamt die Unterstützung der Kreisklinik angeboten.

In Kürze soll im Verwaltungsgebäude an der Kolpingstraße in Ebersberg ein Diagnostikzentrum eröffnet werden. Dort können Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und Unterstützer von BRK und anderen isoliert Abstriche von möglicherweise mit dem Virus Infizierten nehmen. Das Gesundheitsamt weist schon vorsorglich darauf hin, dass Patienten nur auf ärztliche Anweisung und mit einer Terminvereinbarung dorthin kommen können.

Zur Entlastung des Personals im Gesundheitsamt stellt der Landkreis kurzfristig eine zusätzliche Ärztin ein. Das ist insofern eine Besonderheit, da das medizinische Personal üblicherweise nicht direkt vom Landkreis, sondern über den Freistaat eingestellt wird.

Landrat Robert Niedergesäß hat für kommenden Freitag die Bürgermeister der Landkreiskommunen ins Landratsamt eingeladen zu einem Koordinierungs- und Informationstreffen.

Das im Landratsamt eingerichtete Bürgertelefon wird von den Landkreisbürgern sehr gut angenommen. In der Kreisbehörde wurden dafür Mitarbeiter abgestellt. Das kann bedeuten, dass sich die

Bearbeitung von Anliegen in allen Fachbereichen etwas verzögert, wofür das Landratsamt um Verständnis bittet.

Ein weiteres Thema im Krisenstab waren die Kommunalwahlen am Sonntag. Kreiswahlleiter Andreas Wenzel sieht ihre Durchführung als gesichert.

Landrat Robert Niedergesäß: „Wir aktivieren nach und nach das Personal, das für eine solche Krisensituation vorbereitet ist. Dadurch kann es zu Einschränkungen in deren sonstigen Arbeitsbereichen kommen. Zum Schutz der Landkreisbürger hat die Bewältigung der aktuellen Situation absolute Priorität.“

10. März 2020

Mehr Mitarbeiter am Bürgertelefon des Landratsamtes, Telefonnotdienst am Wochenende, tägliche Treffen des Krisenstabs im Landratsamt, Entlastung des Gesundheitsamtes bei einfachen Tätigkeiten, konsequente Fall- und Kontaktpersonen-Ermittlung durch das Gesundheitsamt, die mögliche Einrichtung eines landkreisweiten Diagnosezentrums, eine bessere Abstimmung der oberbayerischen Landkreise, das sind aktuelle und geplante Maßnahmen des Landratsamtes in Sachen „Corona-Virus“.

Unter der Telefonnummer 08092 823 680 finden die Landkreisbürger Ansprechpartner, die entweder die benötigten Informationen gleich direkt geben können oder den richtigen Ansprechpartner vermitteln. Die Telefone sind zu den Öffnungszeiten des Landratsamtes besetzt.

Zusätzlich wird am Freitagnachmittag bis 16.00 Uhr und am Samstag und Sonntag von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr ein Telefon-Notdienst angeboten.

Landrat Robert Niedergesäß hat im Landratsamt einen Krisenstab eingerichtet, der täglich zusammenkommt. Hier werden die aktuellen Entwicklungen aus den verschiedenen Zuständigkeitsbereichen zusammengeführt und notwendige Maßnahmen abgestimmt. „In Vorbereitung auf solche Ausnahmesituationen haben wir im Landratsamt geschulte Mitarbeiter. Das bewährt sich jetzt“, so der Landrat. „Ich wünsche allen, die direkt durch das Virus erkrankt sind, dass sie bald wieder vollständig gesund werden. Und bitte diejenigen, die von Quarantäne-Maßnahmen betroffen sind, um Geduld und Verständnis dafür, dass das zum Schutz für sie selbst und ihre Mitmenschen notwendig ist. Das ist eine schwierige Zeit, aber gemeinsam und mit Vernunft können wir die Probleme angehen und meistern“, so Niedergesäß.

2. März 2020

Bei einem 52-jährigen Geschäftsmann aus dem Landkreis Ebersberg mit beruflichen Kontakten nach Italien wurde am 28. Februar 2020 das Coronavirus nachgewiesen, ohne dass bei ihm irgendwelche Symptome festzustellen waren. Der Geschäftsmann ließ sich aufgrund seiner beruflichen Kontakte nach Italien prophylaktisch untersuchen.

Er und seine Mitarbeiter, die überwiegend in München wohnen, stehen unter häuslicher Quarantäne. Ebenso seine Frau und Tochter, die vor den Ferien eine Münchner Schule besuchte. Bei allen Kontaktpersonen wurde ein Rachenabstrich durchgeführt. Die Untersuchungsergebnisse stehen noch aus.

Bei Fragen zum Corona-Virus ist das Gesundheitsamt Ebersberg während der Dienstzeiten unter folgender Hotline-Nummer erreichbar: 08092/823-680