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Die Rettung der 300 Jahre alten Eiche ist gesichert!

Meldung vom 19.07.2020

In einer Pressemitteilung vom Sonntagmittag hat Landrat Robert Niedergesäß verkündet, dass die Rettung der 300 Jahre alte Eiche nun als gesichert gelten kann. Er freue sich nach intensiven, emotionalen und auch belasteten Wochen, nun diese gute Nachricht überbringen zu können.

Symbolbild

Die Fachplaner und Fachleute haben in enger Kooperation und unter Auslotung aller Spielräume eine tragfähige Planung erarbeitet, die den Bestand des altehrwürdigen Baumes sichern und gleichwohl die Aspekte Verkehrssicherheit, Zuschussfähigkeit und Finanzierbarkeit sicherstellen kann. Die Umplanungen seit der Sondersitzung des zuständigen Verkehrs- und Umweltausschusses am 9. Juli haben ergeben, dass nun keine teure Wurzelbrücke mehr nötig ist und der Baum mit einem Abstand von 10 Metern umfahren werden kann. Dabei ist auch der Anschluss an den Kreisverkehr ohne Umbau möglich. Das vom Ausschuss vorgegebene Maximalbudget kann eingehalten werden. Nötige Veränderungen beim Grunderwerb waren am Schluss die letzte große Hürde.

„Ich danke insbesondere Brigitte Keller und Martin Riedl, die die Grundstücksverhandlungen erfolgreich geführt haben. Am späten Freitagabend lagen die benötigten, unterzeichneten Bauerlaubnisse vor. Ohne das Entgegenkommen der Grundstückseigentümer wäre die neue Lösung nicht möglich gewesen, Ihnen gilt unser aller herzlicher Dank.“

Der Landrat geht nun davon aus, dass der Ausschuss des Kreistages die nötige Entscheidung am Montag mit Freude so bestätigen werde, damit die Arbeiten ohne größere Zeitverzögerung fortgesetzt werden können. Wie bereits das letzte Mal von Robert Niedergesäß vorgeschlagen, soll die 300 Jahre alte Eiche nun auch formal als Naturdenkmal unter Schutz gestellt werden.

„Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, die diesen Prozess in den letzten Wochen angestoßen und konstruktiv begleitet haben. Bei den Baumschützern, wie u.a. die Grünen, die die Bedeutung des Baumes in den Mittelpunkt gestellt haben, und auch bei jenen, die die Themen Verkehrssicherheit und finanzielles Augenmaß im Blick hatten. Auch die Planer und Fachbehörden haben größte Flexibilität gezeigt, Es war insgesamt eine Achse der Willigen, die hier in kurzer Zeit konzentriert und erfolgreich gearbeitet hat. Wir haben aus diesem Prozess viel für die Zukunft gelernt, die Prozesse sollen auf Antrag der CSU-FDP-Fraktion optimiert werden, um vergleichbare Fälle künftig ausschließen zu können. Ich hoffe, dass nun wieder Ruhe einkehren wird. Bei aller nachvollziehbaren Leidenschaft für die Eiche sind die Emotionen mancherorts auch grenzwertig gewesen und die Meinung in der Bevölkerung waren keineswegs so eindeutig, wie mancher vielleicht vermutet hatte. Ich bin sehr froh und sehr erleichtert, dass es uns am Ende gelungen ist, ein allseits befriedendes Ergebnis zu erzielen, genau dies war mein großes Ziel.“