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Fridays for future trifft Landrat

Meldung vom 05.07.2019

Sieben junge Frauen und Männer, die für „Fridays For Future“ im Landkreis einstehen, besuchten diese Woche Landrat Robert Niedergesäß, um gemeinsam über den Klimaschutz im Landkreis zu diskutieren. Mit im Gepäck hatten sie Ideen zur Energiewende, zum Umweltschutz und nachhaltigen Wirtschaften. Zwei Stunden haben die FFF-ler und der Landrat sich für den konstruktiven und vertrauensvollen Austausch Zeit genommen.

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„Ich bin beeindruckt von den guten Vorschlägen der jungen Menschen und freue mich, dass sie sich so aktiv für den Klimaschutz, die Energiewende und ihre Zukunft engagieren“, kommentiert Niedergesäß. Im Einzelnen führten sie unter anderem folgende Ideen und Forderungen an: Jede Gemeinde soll sich von der Energieagentur beraten lassen, in Bebauungsplänen sollen entsprechende verpflichtende Auflagen gefordert werden, der Landkreis soll den Ökostrom fördern und sich für Windenergie einsetzen, regionaler Ökostrom vom Regionalwerk Eberstrom soll bezogen werden, ein Klimavorbehalt bzw. der Klimanotstand sollen eingeführt und ausgerufen werden.

Die FFF-ler weisen auf den bereits vollständig ausgearbeiteten Meilensteinplan der Energieagentur zur kompletten Umstellung auf erneuerbare Energien bis 2030 im Landkreis hin, welcher, nachdem die Energiewende sowohl 2006 als auch 2015 einstimmig im Kreistag beschlossen wurde, nun unbedingt umzusetzen sei. „Verantwortung übernehmen, das heißt, transparent vorzugehen, sich an seine selbst gesetzten Ziele zu halten – Verbindlichkeit – und endlich, endlich zu handeln. Handeln braucht Mut, wir bringen ihn auf der Straße auf, junge Menschen aller Welt beweisen ihn, Mut, eine lebenswerte Zukunft gegen die Gier der Gegenwart zu erhalten, jetzt muss endlich die Politik folgen. Die Zeit der schönen Worte ist vorbei.“

Gefordert wird ein enger Schulterschluss mit den Gemeinden und dass diese motiviert werden, ebenfalls 2030-Beschlüsse herbeizuführen und vor allem umzusetzen. Der Landrat begrüßt insbesondere den engen Schulterschluss mit den Gemeinden, der in weiten Teilen erfreulicherweise schon gelebte Realität sei. „Das hat höchste Priorität. Hier ist eine Vorbildfunktion des Landkreises wichtig. Global denken, lokal handeln, das ist unser Motto“, so Niedergesäß, der den Aktiven darin Recht gibt, das die Zeit der „schönen Worte“ vorbei ist. „Wir im Landkreis Ebersberg haben dies schon lange erkannt und wollen mit voller Kraft umsetzen, dazu brauchen wir aber als Landkreis die Unterstützung aller: Der großen Politik in München, Berlin und Brüssel einerseits, sowie der Gemeinden und letztlich aller Bürger andererseits.“