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Weltfrauentag - Aktion des Frauennotrufs Ebersberg

Meldung vom 08.03.2021

Auf eine Aktion des Frauennotrufs Ebersberg zum Weltfrauentag an diesem Montag macht die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Dr. Milena Wolff aufmerksam. Anders als in den vergangenen Jahren findet die Aktion digital im Internet statt.

2021-03 Weltfrauentag

Bereits ab 5. März 2021 werden Frauen um ein Statement zum Thema gebeten. „Für den Internetauftritt hat sich auch eine bekannte „Überraschungsgästin“ angekündigt“, so der Frauennotruf. In Facebook und unter www.frauennotruf-ebersberg.de kann man die Beiträge sehen.

Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie sei der Internationale Frauentag von Aktualität, erklären die Akteurinnen. Zu beobachten sei derzeit eine Re-Traditionalisierung. Das heißt Frauen treten im Job zurück, weil sie Homeschooling, Kinderbetreuung und Job nicht unter einen Hut bringen. „Kurzum, viele Frauen arbeiten bis an ihre Belastungsgrenze oder darüber hinaus, laufen Gefahr auf alte Rollenbilder zurückzufallen und kommen in finanzielle Abhängigkeiten“, berichten sie.

Vor genau 100 Jahren wurde der Internationale Weltfrauentag auf den 8. März gelegt. In Berlin ist er seit dem Jahr 2019 als gesetzlicher Feiertag verankert. Die Themen dieses Tages sind Gleichstellung, Gleichberechtigung und gleiche Bildungschancen für Frauen.

Seit der Internationale Frauentag in der Arbeiterinnenbewegung seine Ursprünge gefunden hat, ist bereits viel erreicht worden. „Es ist aber auch noch viel zu tun“, so die Gleichstellungsbeauftragte und die Mitarbeiterinnen des Frauennotrufs. Frauen erreichten sehr gute Schul- und Studienabschlüsse. Demgegenüber sei ihr Anteil in Führungspositionen, in politischen und gesellschaftlichen Ämtern noch ausbaufähig. „In Bezug auf den Zugang zur Arbeitswelt, höhere Bezahlung und Lohngleichheit wurden Fortschritte erreicht. Allerdings arbeiten auch vermehrt Frauen in systemrelevanten Berufen bei häufig schlechter Bezahlung. Es wurden Strukturen geschaffen, die eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen. Vieles hat sich entwickelt und trotzdem leisten mehrheitlich immer noch Frauen unbezahlte Sorgearbeit“, erklären sie.

 Die Mitarbeiterinnen des Frauennotrufs weisen ganz besonders darauf hin, dass Frauenrechte Menschenrechte seien und somit auch der Anspruch auf Gewaltfreiheit bestehe. „Häusliche und sexualisierte Gewalt trifft hauptsächlich Frauen, ebenso wie die digitale Gewalt in Form von Diskriminierung und Hass im Netz, Cyberstalking und vieles mehr. Wir brauchen eindeutige Gesetze und Sanktionen, wenn Frauen durch Männergewalt psychische oder körperliche Verletzungen erfahren“, fordern sie.