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Radverkehrsförderung

Überblick Förderprogramme des Bundes und des Freistaats Bayern

Eine Übersicht zu den Förderprogrammen des Bundes sowie alle bayerischen Fördermöglichkeiten finden Sie hier sowie in den unten aufgeführten Dokumenten.

Förderfibel

Die Förderfibel des Bundesministeriums für Verkehr und digtale Infrastruktur sowie die Förderfibel des Bundesamtes für Güterverkehr informieren über die aktuellen Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten des Bundes und der Länder zum Radverkehr. Dazu gehören auch Radwege an Bundes- und Landesstraßen, die Städtebauförderung, Landesbauordnungen, EFRE-Mittel und Fördermöglichkeiten im Rahmen der ländlichen Entwicklung.

Förderaufruf - Nationale Klimaschutzinitiative (NKI)

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert mit der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) modellhafte investive Radverkehrsprojekte.

Neue Skizzen können vom 1. März bis zum 30. April 2022 eingereicht werden. Die drauffolgende Einrichtungsfrist ist vom 1. September bis zum 31. Oktober 2022.

Gefördert werden Maßnahmenbündel, also Kombinationen aus unterschiedlichen investiven Einzelmaßnahmen, die in der Summe ein erhöhtes Radverkehrsaufkommen generieren und Bürger*innen zum Fahrradfahren animieren. Ein solches Bündel kann etwa der Ausbau von Fahrradachsen in Kombination z.B. mit Fahrradabstellanlagen, Lade- und Reparaturstationen sein. Einzelmaßnahmen sind nicht zuwendungsfähig.

Ab dem Skizzenfenster 1. März bis 30. April 2022 sind auch die Ausgaben für gemeinsame Geh- und Radwege ohne Abzüge für die Gehwegnutzung zuwendungsfähig. Diese Führungsform ist jedoch grundsätzlich im Vergleich zu einer getrennten Radverkehrsführung zu vermeiden, daher ist deren Notwendigkeit ggf. besonders zu begründen. Zudem sind auch die Ausgaben für Unter- und Überführungen, die gemeinsam für den Geh- und Radverkehr genutzt werden, in vollem Umfang zuwendungsfähig.

Für Skizzen, die ab dem 01.09.2022 eingereicht werden, gilt, dass Radwege auf Wirtschaftswegen nur dann gefördert werden, wenn diese gemäß dem jeweiligen Straßengesetz als öffentliche Verkehrsfläche gewidmet sind bzw. gewidmet werden. Eine Beschilderung des gewidmeten Radwegs mit dem Zusatzzeichen „Landwirtschaftlicher/Forstwirtschaftlichen Verkehr frei“ ist jedoch möglich. Die Wege müssen den Vorgaben der StVO entsprechen und die Empfehlungen der FGSV (ERA 2010) berücksichtigen.

Weitere Informationen:

Fördermöglichkeiten für Abbiegeassistenten

Das Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) setzt das Programm mit einer neuen Förderrunde für den Einbau von Abbiegeassistenten fort. Förderungen können beantragt werden von:

  • Unternehmen des gewerblichen Güterkraftverkehrs können den Einbau von Abbiegeassistenten in schwere Nutzfahrzeuge ab 7,5 Tonnen wieder über das De-Minimis-Programm fördern lassen.
  • Alle anderen (bspw. Kommunen, Reisebus-Unternehmen, kommunale Unternehmen) können ihre Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen und Kraftomnibusse ab neun Sitzplätzen über unser Förderprogramm „Abbiegeassistenzsysteme" fördern lassen. In diesem Förderprogramm sind für 2022 insgesamt 9,25 Millionen Euro vorgesehen.

Weitere Informationen: BMDV - Neue Förderrunde für Abbiegeassistenten (bmvi.de) | AAS (Abbiegeassistenzsysteme) - Antragsportal des BMVI (bund.de)

Fördermöglichkeiten für E-Ladepunkte (E-Bikes und PKWs)

Im Rahmen des Förderprogrammes "Tourismus in Bayern - fit für die Zukunft" können auch E-Ladepunkte für Pedelecs gefördert werden. Ein touristischer Bezug muss dabei gegeben sein.

Förderberechtigte

Natürliche und juristische Personen, die im Bereich des Tourismus tätig sind

z.B. Betreiber von Hotels, Ferienwohnungen/-Apartmentbetriebe, Gaststätten und Restaurants, Campingplätze oder touristische Attraktionen

Fördergeber Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi)
ASP

Bayern Innovativ

Tel. 0800 0268724 (Mo. bis Do. von 9 - 17 Uhr, Fr. von 9 - 15 Uhr)

E-Mail: de_TourismusfoerderungBayern@pwc.com

Weitere Infos
Antragsstellung

Antrag auf Förderung von E-Ladepunkten bei Bayern Innovativ GmbH

Fördermöglichkeiten für E-Lastenräder

Der Kauf von einem Lastenfahrrad oder einem Lastenanhänger mit elektrischer Antriebsunterstützung kann unter bestimmten Voraussetzungen bezuschusst werden:

Förderberechtigte Kommune, Öffentliche Einrichtung, Unternehmen, Verband/ Vereinigung
Fördergeber Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
Förderung Kauf von E-Lastenfahrrädern (Lastenpedelecs) und Lastenanhängern mit elektrischer Antriebsunterstützung (E-Lastenfahrradanhänger), die im Lastenverkehr in Industrie, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und im kommunalen Bereich eingesetzt werden.
Zuschuss 25 Prozent; maximal aber 2.500 € pro Lastenpedelec oder E-Lastenfahrradanhänger
Antragsfrist 29. April 2024
Bedingungen der Förderung
  • Die geförderten E-Lastenfahrräder und E-Lastenanhänger müssen serienmäßig und neu sein
  • Die Nutzlast muss mindestens 120 kg betragen
  • Die E-Lastenfahrräder und E-Lastenanhänger müssen Transportmöglichkeiten bieten, die fest mit dem Fahrrad verbunden sind und die mehr Volumen aufnehmen können als ein herkömmliches Fahrrad
  • Das geförderte Lastenpedelec oder der E-Lastenfahrradanhänger muss sich in Deutschland befinden
  • Zweckbindungsfrist von 3 Jahren
Keine Förderung
  • Anschaffungen für den Personentransport oder für den privaten Einsatz,
  • Antragstellerinnen und Antragsteller, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden ist,
  • Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der Leitlinien der Europäischen Kommission
ASP

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Referat 525 – Kälte- und Klimatechnik

Frankfurter Straße 29–35

65760 Eschborn

Tel: 06196 9081016

Mail: ELR@bafa.bund.de

Weitere Infos
Antragsstellung Antrag auf Förderung von E-Lastenrädern

Sonderprogramm "Stadt und Land"

Mit dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ werden im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung erstmals auch Investitionen in den Ländern und Kommunen zur Weiterentwicklung des Radverkehrs vor Ort finanziell unterstützt. Rund 657 Millionen Euro stellt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) bis 2023 für dieses Programm bereit.

Im Rahmen des neuen Sonderprogramms werden u.a. gefördert:

  • der Neu-, Um- und Ausbau flächendeckender, möglichst getrennter und sicherer Radverkehrsnetze
  • eigenständige Radwege
  • Fahrradstraßen
  • Radwegebrücken oder -unterführungen (inkl. Beleuchtung und Wegweisung)
  • Abstellanlagen und Fahrradparkhäusern
  • Maßnahmen zur Optimierung des Verkehrsflusses für den Radverkehr wie getrennte Ampelphasen (Grünphasen)
  • Erstellung von erforderlichen Radverkehrskonzepten zur Verknüpfung der einzelnen Verkehrsträger und
  • Lastenradverkehr

Der Bund beteiligt sich an der Finanzierung der förderfähigen Maßnahmen mit einem Regelfördersatz von bis zu 80 Prozent (befristet bis zum 31. Dezember 2021) und mit einem Regelfördersatz von bis zu 75 Prozent (ab 01.01.2022).

Die Mittel können ab sofort abgerufen werden. Die Förderanträge sind an die Länder zu richten. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Bitte beachten Sie bei der Antragsstellung folgenden Hinweis:

Zur Gewährleistung eines für alle Nutzergruppen attraktiven Radverkehrs mit hoher objektiver und subjektiver Verkehrssicherheit muss die Radverkehrsinfrastruktur einen hoch- und gleichwertigen Standard aufweisen; dazu gehört auch die Durchführung entsprechender Sicherheitsaudits. Bei Radwegen ist ein Sicherheitsaudit durchzuführen. Vor Erlass des Zuwendungsbescheids hat der Antragsteller den Auditbericht und seine Stellungnahme vorzulegen. Für andere Fördertatbestände sind Nachweise zur Einhaltung von Sicherheit und Standards in geeigneter Form zu erbringen. FAQ zum Sonderprogramm finden Sie unter https://www.radverkehr.bayern.de/sonderprogramm-s-l/index.php (dort unter Nr. 23. zu finden)

Das BAG hat eine Gesamtübersicht mit den im Rahmen des Sonderprogramms „Stadt & Land“ finanzierten Vorhaben veröffentlicht (Stand Mai 2021). Diese ist hier abrufbar.

Bike+Ride Offensive an Bahnhöfen

Mit der Bike+Ride-Offensive wollen das Bundesumweltministerium (BMU) und die Deutsche Bahn (DB) den Ausbau von Radabstellanlagen an Bahnhöfen voranbringen. Das Kooperationsprojekt wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative umgesetzt und unterstützt Kommunen bei der Errichtung neuer Fahrradstellplätze an Bahnhöfen. Ziel ist es, bis zu 100.000 zusätzliche Bike+Ride-Plätze deutschlandweit bis Ende 2022 zu installieren.

Weitere Informationen zur Bike+Ride Offensive finden Sie hier.

Informationsstelle „Fahrradparken an Bahnhöfen"

Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) hat die Informationsstelle „Fahrradparken an Bahnhöfen“ für Kommunen neu eingerichtet. Die Arbeit aufnehmen. Die Informationsstelle wird Kommunen und andere interessierte Akteure bei der Einrichtung von Fahrradabstellmöglichkeiten an Bahnhöfen unterstützen. Die Anlaufstelle wird von der DB Station&Service AG zunächst bis 2023 betrieben. Weitere Infos: radparken.info

Studie Fahrradparken an Bahnhöfen

Die Studie greift Handlungsempfehlungen für den flächendeckenden Ausbau der intermodalen Verknüpfung von Fahrrad und Bahn auf. Es wurde der Status Quo von Fahrradabstellanlagen an Deutschlands Bahnhöfen untersucht, bestehende Hemmnisse identifiziert und auf dieser Basis Handlungsempfehlungen auf unterschiedlichsten Ebenen für den flächendeckenden Ausbau von Bike+Ride-Anlagen formuliert. Die Studie wurde hier veröffentlicht.

Kosten für den Bau und Betrieb von Fahrradparkhäusern

Am 02.12.2021 gab die "Infostelle Fahrradparken an Bahnhöfen" eine Informationsveranstaltung für den Bau und Betrieb von Fahrradparkhäusern an Bahnhöfen. Die Unterlagen geben einen Einblick zu möglichen Kosten für den Bau und Betrieb von Fahrradparkhäusern.

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